Hüftschnupfen: 3 Dinge, die Sie über die plötzliche Gelenkentzündung wissen müssen

Hüftschnupfen: 3 Dinge, die Sie über die plötzliche Gelenkentzündung wissen müssen

Hüftschnupfen ist wahrscheinlich eine der merkwürdigsten Bezeichnungen für eine Kinderkrankheit, die die deutsche Sprache hervorgebracht hat. Eltern, deren Kinder aber schon einmal einen Hüftschnupfen hatten, wissen, dass die Gelenkentzündung kein Spaß für die Kleinen ist. Für alle, die noch nie etwas von der Erkrankung gehört haben, gibt es hier die wichtigsten Informationen.

Was ist Hüftschnupfen?

Beim Hüftschnupfen handelt es sich um eine vorübergehende Entzündung der Gelenkinnenhaut des Hüftgelenks. Durch die Entzündung schwillt dieses dünne Gelenkhäutchen an und verursacht starke Bewegungsschmerzen, wenn das Hüftgelenk sich in der Gelenkpfanne bewegt. Die Entzündung des Hüftgelenks wird nicht durch Bakterien verursacht, sondern scheint eine verzögerte Immunantwort auf mitunter bereits ausgestandene Erkrankungen zu sein.

Auch interessant: Welche Impfungen gegen Kinderkrankheiten sind wichtig? > >

Vom Hüftschnupfen sind in den meisten Fällen Kleinkinder und Kinder betroffen. Am häufigsten tritt die keimfreie Entzündung im Hüftgelenk zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr auf. Warum die Entzündung entsteht, ist nicht geklärt. Es wird ein Zusammenhang mit Atemwegsinfektionen vermutet. Der Hüftschnupfen gehört zu den vorübergehenden Erkrankungen, die nach einiger Zeit von allein wieder verschwinden.

Das müssen Sie über den Hüftschnupfen wissen

Symptome

Durch die Entzündung sammelt sich mehr und mehr Flüssigkeit in der Gelenkkapsel. Es kommt zur Dehnung, Schwellung und letztendlich starken Schmerzen bei Bewegungen im Hüftgelenk. Das macht das Gehen, Stehen und auch Bewegen des betroffenen Beins oder der Beine im Sitzen und Liegen enorm schmerzhaft. Zu den häufigsten Symptomen zählen daher:

  • plötzliche Hüftschmerzen
  • Bewegungsschmerz
  • ausstrahlende Schmerzen bis in die Leiste, Oberschenkel und Knie
  • Kinder hinken beim Gehen
  • einige Kinder fangen wieder an zu krabbeln

Je nachdem wie schwer die Gelenkentzündung ist, kann es auch zu leichtem Fieber kommen.

Mehr erfahren: Mit diesen Hausmitteln senken Sie Fieber schnell > >

Ursachen

Es ist nicht klar, warum der Hüftschnupfen entsteht. Ärzte und Ärztinnen wissen allerdings, dass die Entzündung des Gelenks nicht direkt durch Keime ausgelöst wird. Daher wird angenommen, dass es sich bei der Kinderkrankheit um eine verspätete Immunantwort handelt, bei der das Immunsystem auf eine bereits überstandene Infektion reagiert. Oft tritt der Hüftschnupfen einige Wochen nach einer Infektion der oberen Atemwege oder des Verdauungstrakts auf. Die genauen Zusammenhänge sind aber noch nicht geklärt.

Behandlung

Zunächst müssen Ärzte und Ärztinnen diagnostizieren, welche Art von Gelenkentzündung vorliegt. Bei bakteriellen Entzündungen nämlich treten zusätzlich zu den Schmerzen auch Fieber und heiße Hautrötungen im Hüftbereich auf. Solche Entzündungen müssen unbedingt behandelt werden.

Hat ein Arzt oder eine Ärztin aber einen nicht-bakteriellen Hüftschnupfen festgestellt, müssen keine weiteren Schritte unternommen werden. Die Entzündung heilt für gewöhnlich innerhalb weniger Tage von selbst ab. Während der Zeit der aktiven Entzündung ist es allerdings sinnvoll, die Hüftgelenke der Kinder zu schonen und den Kleinen etwas Ruhe zu verordnen.

Auch spannend: Was bei schmerzenden Handgelenken beim Sport hilft > >

Lade weitere Inhalte ...