Symptome, Diagnose und Behandlung Infektionskrankheit Keuchhusten

Keuchhusten wird durch Bakterien ausgelöst, ist hoch ansteckend und eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Atemwege. Ist Euer Kind an Keuchhusten erkrankt, ist es ratsam schnell einen Arzt aufzusuchen. Alles, was Ihr über diese Infektion wissen solltet, erfahrt Ihr hier.

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Symptome und Anzeichen

Keuchhusten, auch Pertussis, ist eine akute, schwere Atemwegserkrankung, die über mehrere Wochen oder Monate anhalten kann. Die Infektion wird durch Bakterien ausgelöst, welche die Schleimhäute der oberen Atemwege befallen. Übertragen wird Keuchhusten bereits durch kleinste, infizierte Speicheltröpchen beim Niesen, Husten oder Sprechen.

Typische Symptome sind krampfartige Hustenanfälle, die vor allem in der Nacht auftreten. Auch ein hörbares, tiefes Luftholen sowie Fieber zählen zu den Anzeichen von Keuchhusten. Zudem sind Erbrechen während der Hustenanfälle, gerötete Augen sowie Nasenbluten möglich.

 

Diagnose und Behandlung

Die ersten Krankheitsanzeichen treten meist 7 bis 10 Tage, manchmal auch bis zu 3 Wochen nach der Ansteckung auf. Weist Euer Kind die typischen Symptome auf, so solltet Ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser kann anhand der charakteristischen Hustenanfälle bei Keuchhusten feststellen, ob es sich um Keuchhusten handelt. Zudem wird häufig eine Bakterienkultur aus dem Nasen-Rachen-Sekret angelegt. 

Auch eine Antibiotikabehandlung über einen Zeitraum von 14 Tagen ist möglich. Die frühzeitige Behandlung mit Antibiotika kann den Krankheitsverlauf mildern, Bakterien abtöten und die Ansteckungsgefahr verkürzen. Euer Kind ist noch etwa 5 bis 7 Tage nach Beginn der Therapie ansteckend. Der Besuch von Kindergarten oder Schule kann große Anstrengungen bedeuten, weshalb es wichtig ist, dass die Erkrankung vollständig auskuriert wird.

Keuchhusten bei Kindern, besonders jedoch bei Säuglingen, kann sehr gefährlich werden. Babys unter sechs Monaten sollten im Krankenhaus behandelt werden. Nur dort besteht die Möglichkeit die Atemnot zu lindern, einem Erstickungsrisiko vorzubeugen und weitere Infektionen rechtzeitig abzuwehren.

Auch eine Impfung gegen Keuchhusten ist möglich, Wirksamkeit und Risikofaktoren sollten Sie im Voraus mit einem Arzt besprechen. Die Keuchhustenimpfung wird mit anderen Impfungen kombiniert, zum Beispiel mit der Immunisierung gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung.

 

Tipps und Hausmittel gegen Keuchhusten

  • Euer Kind braucht jetzt viel Zuwendung
  • Während starker Hustenanfälle hilft Beruhigung, Tragen oder aufrechtes Sitzen.
  • Frische Luft, Spaziergänge, eine reizarme Umgebung und ruhige Spielmöglichkeiten sind empfehlenswert.
  • Körperliche Anstrengung vermeiden, da diese Art von Belastung einen weiteren Hustenanfall auslösen kann.
  • Viel trinken und hauptsächlich leichte, flüssig-breiige Speisen, die in mehreren, kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt werden.
  • Inhalieren mit ein paar Teelöffeln Meersalz kann die Beschwerden lindern. Allerdings wird dies, aufgrund der Verbrühungsgefahr, nur bei älteren Kindern empfohlen.
  • Ein warmer Brustwickel mit Zitronensaft, der vor dem Schlafengehen aufgelegt wird, gilt ebenfalls als wirksames Hausmittel bei Keuchhusten.
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