Kann Sport bei trockenen Augen helfen?

Kann Sport bei trockenen Augen helfen?

Dass Sport gesund ist, ist vielen Menschen bewusst. Doch hätten Sie auch gewusst, dass regelmäßige Bewegung auch Ihren Augen zugutekommt? 

Grünes Auge
© Pixabay/Skitterphoto
Augen brauchen genügend Feuchtigkeit, um sie vor dem Austrocknen zu schützen.

Sport ist für das körperliche und geistige Wohlbefinden wichtig, das ist hinreichend bekannt. Mit den Augen würde man den Sport jetzt vielleicht nicht unbedingt in Verbindung bringen. Viele Menschen leiden unter trockenen Augen, und das längst nicht nur im Winter. Leider verbringen wir im beruflichen und privaten Bereich viel Zeit vor dem Bildschirm. Dazu starren wir ständig auf das Smartphone, was den Augen auch ziemlich zusetzt. Insgesamt überlasten wir unsere Augen stark, sodass trockene Augen die logische Konsequenz sind. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass Sport tatsächlich für Abhilfe sorgen kann. Erfahren Sie außerdem mehr über trockene Augen bei Thealoz Duo.

Die Ursache für trockene Augen

Ihre Augen werden durch einen Tränenfilm vor Staub und Schmutz geschützt. Darüber hinaus verhindert er aber auch das Austrocknen, da er die Augen mit Feuchtigkeit versorgt. Sie blinzeln normalerweise bis zu 15 Mal innerhalb einer Minute, wobei diese Flüssigkeit sich dann auf der Oberfläche der Augen verteilt. Wenn wir jetzt aber ständig auf einen Monitor oder ein Display schauen, blinzeln wir viel seltener. Im Winter sind die meisten Innenräume beheizt, und diese trockene Luft trocknet wiederum die Augen aus. Aber auch die Einnahme bestimmter Medikamente und verschiedene Erkrankungen können trockene Augen verursachen. Außerdem lässt auch mit zunehmendem Alter die Bildung von Tränenflüssigkeit nach.

Insgesamt setzt sich der Tränenfilm aus drei Schichten zusammen. Eine Schleimschicht, die auch als Muzinschicht bezeichnet wird, muss dafür sorgen, dass die Flüssigkeit am Auge haften bleibt. Den größten Anteil macht eine wässrige Schicht aus. Damit die Feuchtigkeit nicht so leicht verdunsten kann, liegt obenauf eine Schicht aus Öl. Leider sind diese drei Schichten aber anfällig für Störungen. Es reicht bereits aus, wenn eine davon ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen kann. In der Folge werden die Augen trocken und können manchmal auch jucken. Unter Umständen ist auch die Produktion von Tränenflüssigkeit nicht ausreichend.

Sport regt die Produktion von Tränenflüssigkeit an

Die Universität von Waterloo in Kanada konnte jetzt beweisen, dass bereits eine Trainingseinheit auf dem Laufband das Problem der trockenen Augen verbessern kann. Insgesamt 52 Probanden teilte man dazu in zwei Gruppen ein, wobei eine davon Sport treiben sollte. Angesetzt waren fünf Trainingseinheiten pro Woche, während die andere Gruppe höchstens einmal wöchentlich trainieren durfte.

Experten aus Ghana halfen bei der Examination der Augen kurz vor und nach dem Sport. Es wurde ermittelt, wann der Tränenfluss begann und wie viel Tränenflüssigkeit produziert wurde. Dabei stellte sich heraus, dass die Sportler von wesentlich mehr Tränensekret profitieren konnten. Das war vor allem direkt nach dem Training der Fall. Wenn Sie also viel Zeit vor dem Computer verbringen, sollten Sie ruhig öfter Sport treiben, um Ihren Augen etwas Gutes zu tun. Auch in Japan gab es vor einigen Jahren eine Studie zu diesem Thema. Nachdem die Teilnehmer 10 Wochen lang trainiert hatten, besserte sich die Problematik mit den trockenen Augen signifikant.

Tränenersatzmittel können Beschwerden lindern

Trockene Augen sind hierzulande ein weit verbreitetes Phänomen, etwa jeder Zehnte hat damit zu kämpfen. Das Beschwerdebild ist nicht einheitlich, denn während die Augen bei einigen nur jucken und vielleicht etwas gerötet sind, leiden andere unter einem Brennen oder Stechen. Unter Umständen fühlt es sich auch so an, als wäre ein Fremdkörper im Auge. Da die Augen dauerhaft gereizt sind, tränen sie am Anfang auch vermehrt. Wenn die Tränenflüssigkeit dann langsam immer weniger wird, können Ersatzmittel Linderung verschaffen. Es handelt sich dabei nicht um Arzneimittel, sondern um Hilfsmittel zur Befeuchtung der Augen. Die Anwendung kann jedoch etwas lästig sein, denn manchmal müssen die Tropfen alle zwei Stunden in die Augen geträufelt werden. Im Handel gibt es wässrige und ölhaltige Tropfen, Sprays und Gele.

Für den Tag bieten sich vor allem Tropfen an, für die Nacht sind hingegen eher Gele zu empfehlen. Wenn Ihre Beschwerden sehr stark ausgeprägt sind, greifen Sie lieber auch tagsüber zu Präparaten mit einer dickeren Konsistenz. Wässrige Tropfen eignen sich besonders gut bei einer leichten Ausprägung zur täglichen Befeuchtung der Augen. Moderne Produkte werden meistens auf der Basis von Hyaluronsäure hergestellt.

Es ist wichtig, trockene Augen sachgemäß zu behandeln, sonst kann sich eine chronische Bindehautentzündung daraus entwickeln.  Verringern Sie auch die Zeit vor dem Bildschirm, meiden Sie Zugluft und trockene Raumluft. Achten Sie auch auf ausreichende Pflege des Lidrands, damit die Drüsen nicht verstopfen. Mit einem feuchten Wattestäbchen können Sie dazu am Wimpernkranz entlang streifen, nachdem Sie eine warme Kompresse auf die Augen gelegt haben.

Hausmittel helfen bei trockenen Augen

Wenn die Augen trocken sind und jucken, dann kann das zunächst an einem Flüssigkeitsmangel liegen. Manchmal reicht es schon aus, wenn Sie einfach Ihre Trinkmenge etwas erhöhen. Das wichtigste Hausmittel bei trockenen Augen sind sicher Gurkenscheiben, denn sie können die Augen beruhigen und ihnen Feuchtigkeit spenden. Dazu legen Sie zwei gekühlte Gurkenscheiben für etwa fünf Minuten auf Ihre geschlossenen Augen. Alternativ zu den Gurkenscheiben können Sie auch zwei Kartoffelscheiben auflegen.

Gurke
© Pixabay/monika1607
Kühle Gurkenscheiben beruhigen und befeuchten die Augen sehr gut.

Auch Schwarztee hat sich bei müden und trockenen Augen gut bewährt, denn die darin enthaltenen Gerbstoffe haben einen beruhigenden Effekt. Nach dem Aufgießen lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen und tränken nach dem Abkühlen zwei Wattepads damit. Quark ist ebenfalls schön kühlend und enthält darüber hinaus noch Milchsäurebakterien, die gegen Brennen und Reizungen helfen. Geben Sie jeweils einen Teelöffel kalten Quark auf ein Wattepad und legen Sie dieses für 10 Minuten auf das Auge.

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