Hodenkrebs vorbeugen: So tasten Sie Ihre Hoden richtig ab

Hodenkrebs vorbeugen: So tasten Sie Ihre Hoden richtig ab

Um Hodenkrebs frühzeitig zu erkennen und dementsprechend die besten Heilungschancen zu haben, sollten Sie regelmäßig Ihre Hoden abtasten. Wie Sie dabei genau vorgehen und auf was Sie dabei achten sollten, erklären wir Ihnen hier.

Hodenkrebs: Warum Sie regelmäßig Ihre Hoden abtasten sollten

Laut Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken hierzulande schätzungsweise etwa 4.000 Männer jedes Jahr an Hodenkrebs. Das Durchschnittsalter beträgt etwa 37 Jahren. Eine der einfachsten Möglichkeiten, um vorzeitig Hodenkrebs zu erkennen, ist ein regelmäßiges Abtasten der Hoden – mindestens einmal im Monat. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Denn eine spezielle Früherkennungsuntersuchung für Hodenkrebs gibt es nicht. 

Ein regelmäßiges Abtasten trägt auch dazu bei, dass Sie ein besseres Gefühl für Ihr Geschlechtsteil bekommen und Auffälligkeiten schneller wahrnehmen können. Aus diesem Grund sollten bereits Jungen ab 14 Jahren sich regelmäßig abtasten. Vor allem Männer mit einer Hodenfehllage wie Leisten- oder Pendelhoden oder einem Hodenhochstand haben ein höheres Risiko, an Hodenkrebs zu erkranken. Ebenfalls Vorsicht walten lassen, sollten Männer, bei denen eine Unfruchtbarkeit diagnostiziert wurde und die bereits familiär vorbelastet sind. 

Schritt für Schritt: So tasten Sie richtig Ihre Hoden ab

In der Regel tritt Hodenkrebs einseitig auf oder eine Seite ist stärker betroffen als die andere. Ärzte empfehlen nach einer warmen Dusche oder einem Bad die Hoden abzutasten. Und so sollten Sie vorgehen: Befühlen Sie zunächst Ihren Hodensack und Ihren Hoden mit der geöffneten Handflächen von unten. Ein Schweregefühl oder Ziehen im Hoden können mögliche Hinweise auf eine gutartige oder bösartige Veränderung geben.

Wichtig: Hoden sind nicht immer identisch und können daher in Form und Größe unterscheiden.

Um Knoten und Veränderungen zu spüren, sollten Sie die Hoden einzeln in die Hand nehmen und abtasten. Platzieren Sie Zeige- und Mittelfinger unter den Hoden und drücken mit dem Daumen leicht auf Ihren Hoden. Lassen Sie auch Ihren Hoden durch die Finger gleiten. Achten Sie dabei auf Veränderungen wie Unebenheiten und kleine Knoten. Eine Verhärtung innerhalb des Hodensacks fühlt sich knotig und uneben an. Das Ertasten der Knoten muss dabei nicht immer schmerzhaft sein.

Beim Abtasten können Sie auch Ihre Nebenhoden spüren – das führt schnell zur Verwechslung. Sie erkennen den Nebenhoden daran, dass er sich wie ein dünnes Seil anfühlt, das sich auf der Rückseite des Hodens befindet.

Nach dem Abtasten sollten Sie sich vor den Spiegel stellen und Ihre Hoden genau betrachten. Sind Ihre Hoden vergrößert oder sind sie geschwollen? Liegen Verfärbungen vor? Horchen Sie auch einmal ganz bewusst in sich rein: Fühlen sich Ihre Hoden schwer an oder haben Sie Schmerzen an den Hoden oder rund um die Leistengegend? Auch körperliche Beschwerden sollten Sie ernst nehmen.

Urologe Volker Wittkamp zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Hoden richtig abtasten 

Hodenkrebs: Achten Sie auch auf Veränderungen an den Brüsten

Nicht nur die Hoden geben Auskunft auf eine mögliche Krebserkrankung, sondern auch Veränderungen an den Brüsten: Ist eine oder beide Brüste angeschwollen oder haben Sie Schmerzen an den Brustdrüsen, kann es ums in weiteres Anzeichen von Hodenkrebs handeln.

Sollten Sie Veränderungen bemerken, sollten Sie einen Urologen oder einer Urologin aufsuchen.

Gleich weiterlesen: Hodenkrebs erkennen – auf diese Anzeichen sollten Sie achten >>

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