Herzschwäche: 9 Anzeichen einer Herzinsuffizienz

Herzschwäche: 9 Anzeichen einer Herzinsuffizienz

Tag für Tag erbringt unser Herz Höchstleistungen. Doch Erkrankungen können seinen Muskel schwächen, sodass die Leistungsfähigkeit abnehmen und es zu einer Herzschwäche kommen kann. Wir erklären, welche Anzeichen für eine chronische und eine akute Herzinsuffizienz sprechen.

Ursachen einer Herzinsuffizienz

Als Folge eines Herzinfarktes, einer koronaren Herzkrankheit oder bei Bluthochdruck kann es zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kommen – also dann, wenn unser Herzmuskel geschwächt wurde. Liegt eine Herzinsuffizienz vor, ist die Leistungsfähigkeit des Herzens beeinträchtigt, da es nicht mehr in der Lage ist, richtig zu pumpen. Die Organe werden schlechter mit Blut und dementsprechend weniger mit Sauerstoff versorgt.

Meistens tritt die Herzschwäche in Verbindung mit anderen Krankheiten wie Diabetes oder einer Nierenschwäche auf. Starkes Übergewicht (Adipositas) schwächt ebenfalls unser Organ.  Zudem kann die Herzleistung über Jahre hinweg abnehmen, wenn sich die Herzgefäße aufgrund von Cholesterinablagerungen verengen. Auch Alkohol- und Drogenmissbrauch können zur Schwächung des Herzens beitragen. 

Vor allem ältere Menschen erkranken an einer Herzschwäche. Meistens tritt diese erst nach dem 65. Lebensjahr auf. Etwa 10 Prozent aller 70-Jährigen haben eine Herzinsuffizienz.  

Anzeichen einer chronischen Herzschwäche

Eine chronische Herzschwäche äußert sich durch verschiedene Symptome. Diese entwickeln sich meist schleichend und werden anfangs nicht mit einer Herzinsuffizienz in Verbindung gebracht. Dazu gehören:

  • Atemnot
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Verminderte Belastbarkeit
  • Wassereinlagerungen

Symptome einer akuten Herzinsuffizienz

Handelt es sich um eine akute Herzschwäche, treten die Beschwerden innerhalb kürzester Zeit auf und können rasch zunehmen. Auf eine akute Herzinsuffizienz weisen folgende Merkmale hin:

  • Schwere Atemnot
  • Husten
  • Ungewöhnlich schneller Herzschlag
  • Blasse und kaltschweißige Haut

Wenn Sie diese Symptome bei sich bemerken, zögern Sie nicht und rufen Sie sofort einen Notarzt. Es ist möglich, dass sich eine chronische Herzschwäche zu einer akuten Herzinsuffizienz entwickelt. Das kann passieren, wenn eine Blutarmut, Herzrhythmusstörungen oder Infekte vorliegen.

Die vier Stadien einer Herzschwäche

Eine Herzinsuffizienz kann in verschiedene Grade, auch als NYHA-Stadien bezeichnet, unterteilt werden.

NYHA-Stadium 1: Es sind noch keine Einschränkungen bemerkbar.

NYHA-Stadium 2: Leichte Einschränkungen treten auf. Betroffene fühlen sich beispielsweise nach dem Treppensteigen erschöpft. Im Ruhezustand gibt es keinerlei Beschwerden.

NYHA-Stadium 3: Die Einschränkungen prägen sich stärker aus, beispielsweise bereits bei leichten körperlichen Aktivitäten. Einfache Hausarbeit oder Gehen strengen Betroffene an, sodass es zu Symptomen wie Atemnot kommen kann. Im Ruhezustand treten die Symptome nicht auf.

NYHA-Stadium 4: Im Gegensatz zu den anderen Stadien kommt es im vierten und letzten Stadium schließlich auch zu Symptomen, die im Ruhezustand auftreten. Herzinsuffizienz-Patienten sind bettlägerig, quasi dauerhaft erschöpft und kurzatmig.

Herzschwäche effektiv vorbeugen

Laut dem Deutschen Herzbericht, der jährlich von der Deutschen Herzstiftung herausgegeben wird, nimmt die Gesamtzahl der wegen Herzinsuffizienz oder Herzschwäche in Krankenhaus behandelten Patienten seit Jahren zu. Auf Anraten des Deutschen Herzberichts erfolgt eine effektive Prävention durch regelmäßige körperliche Aktivität, den Verzicht auf Zigaretten, eine Senkung des Cholesterins sowie eine Kontrolle des Blutdrucks. Darüber hinaus gilt es, sich gesund zu ernähren. Vor allem Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Fette sollten auf Ihrem Speiseplan stehen. Meiden Sie außerdem Übergewicht und trinken Sie nur wenig Alkohol. 

Behandlung einer Herzschwäche

Bei der Therapie einer Herzinsuffizienz stehen die Behandlung der Grunderkrankung, welche als Auslöser einer Herzschwäche gilt, und die Linderung der Symptome im Fokus. Vor allem die medikamentöse Behandlung gilt als wichtigste Säule und dient dazu, das Herz zu entlasten und zu schützen. Zum Beispiel werden bei Bluthochdruck sogenannte ACE-Hemmer verschrieben. In manchen Fällen ist eine Operation notwendig, um einen Herzschrittmacher einzusetzen. Darüber hinaus sollten Patienten mit Herzschwäche möglichst gesund leben. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und das Vermeiden von Risikofaktoren. 

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