16. April 2021
5 Gründe, warum Sie ständig frieren

5 Gründe, warum Sie ständig frieren

Fenster bitte zu, kalte Füße im Bett, immer ein Pullover dabei – das kennen die Frostbeulen unter uns. Doch warum ist eigentlich manchen häufiger kalt als anderen? Wir verraten Ihnen, welche 5 Ursachen hinter ständigem Frieren stecken können.

Frieren ist ein natürlicher und wichtiger Vorgang im Körper, durch den der Körper versucht, einen Temperaturenunterschied zwischen der Temperatur des Körpers und der Umgebungstemperatur auszugleichen. Wenn man sich beispielsweise bei Kälte draußen aufhält, werden die Adern in Händen und Füßen weniger durchblutet, um die Funktion der inneren Organe zu schützen. Das Zittern, das beim Frieren auftritt, wird durch eine Muskelanspannung hevorgerufen, durch die der Körper Wärme erzeugen will. Aber nicht nur bei Kälte frieren wir – wir haben für Sie weitere Ursachen für ständiges Frieren.

Ständiges Frieren: Das sind die Ursachen

1. Sie sind eine Frau

Tatsächlich ist etwas dran am Klischee: Frauen frieren erwiesenermaßen eher und schneller als Männer. Das liegt daran, dass Männer von Natur aus einen höheren Muskelanteil im Vergleich zu ihrem Körperfett haben. Die Muskeln sorgen für einen aktiveren Stoffwechsel: Sie verbrennen dauerhaft mehr Energie, weshalb der Körper ständig Wärme produziert. Frauen hingegen haben verhältnismäßig weniger Muskelmasse und mehr Körperfett, weshalb sie eher dazu neigen, schnell zu frieren. Kalte Füße kommen daher klischeehaft häufiger bei Frauen vor.

2. Müdigkeit

Wer kennt es nicht: Wenn wir müde sind, möchten wir uns am liebsten ins warme Bett kuscheln und schlafen. Leider ist das nicht immer möglich, zum Beispiel, wenn wir zur Arbeit müssen. Dann kommt es häufig dazu, dass wir frieren. Eine Studie beweist: Schon eine Nacht Schlafentzug bringt die natürliche Temperaturregulation des Körpers durcheinander und sorgt dafür, dass wir mehr Wärme verlieren. Achten Sie also darauf, jede Nacht wenigstens 7 Stunden Schlaf zu bekommen. Denn ausgeschlafenen Menschen ist seltener kalt als übermüdeten.

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3. Unregelmäßiges Essen oder Mangelernährung

Sowohl aufgrund von langen Essenspausen als auch bei zu unregelmäßigen Mahlzeiten schaltet der Körper in den Energiesparmodus. Das bedeutet, dass er weniger Kalorien verbrennt, um den Tagesbedarf zu senken. Infolge dessen produziert der Körper wenig Eigenwärme und wir frieren schneller. Achten Sie deshalb unbedingt auf eine ausgewogene, regelmäßige Ernährung mit viel frischem Gemüse, gesunden Fetten, Kohlenhydraten und ausreichend Eiweiß.

4. Steigendes Alter

Während die typischen Hitzewallungen in der Menopause für Schweißausbrüche sorgen, frieren Frauen nach den Wechseljahren häufig umso mehr. Der Körper baut mit steigendem Alter die Muskelmasse ab, da es schwieriger wird, neue Muskelmasse aufzubauen beziehungsweise zu erhalten. Diese sorgt jedoch eigentlich dafür, den Körper warmzuhalten und die Körpertemperatur hochzuhalten. Die Folge: häufiges Frösteln!

5. Eine Krankheit liegt zugrunde

In manchen Fällen ist Frieren lediglich das Symptom einer Erkrankung. Zu möglichen ursächlichen Erkrankungen zählen unter anderem Eisenmangel Magersucht oder Erkrankungen der Schilddrüse. Bestimmte Medikamente können ebenfalls die Durchblutung stören. Wenn Ihnen ständig kalt ist und Sie unter Müdigkeit leiden, kann ein Arztbesuch bei der Ursachenfindung helfen.

6. Niedriger Blutdruck

Auch ein niedriger Blutdruck kann dazu führen, dass Sie frieren. Von einem zu niedrigem Blutdruck (Hypotonie) sprechen Mediziner, wenn der Blutdruck unter einen festgelegten Wert sinkt. Symptome, durch die sich eine Hypotonie bemerkbar macht, sind neben Frieren auch Schwindel, Blässe und Kribbeln.

Ständiges Frieren: Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Haben Sie Probleme mit einer regelmäßigen, ausgewogenen Ernährung, leiden eventuell sogar unter einer Essstörung, sollten Sie in jedem Fall eine ärztliche Beratung aufsuchen. Auch können, wie oben erwähnt, einige andere Krankheiten hinter ständigem Frieren stecken. Eisenmangel, Blutarmut, eine Schilddrüsenunterfunktion oder das sogenannte Raynaud-Syndrom, bei dem Durchblutungsstörungen auftreten, die die Finger weiß färben, sind typische Ursachen. Suchen Sie in diesen Fällen bitte einen Arzt auf und lassen Ihr Blut und Ihren Gesundheitszustand untersuchen. Mit der Behandlung der ursächlichen Erkrankung verbessert sich die Durchblutung und damit meist auch das Kälteempfinden.

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