22. Dezember 2021
Wunde Vagina: Ursachen und Hausmittel

Wunde Vagina: Ursachen und Hausmittel, die helfen

Jucken, Brennen, Schmerzen – viele Frauen kennen die Beschwerden, die bei einer wunden Scheide auftreten. Aber wodurch entsteht die Reizung und was verschafft Linderung? Wir erklären, welche Ursachen eine wunde Vagina hervorrufen und welche Hausmittel helfen.

Unsere Intimgesundheit wirkt sich auf unser allgemeines Wohlbefinden aus. Deshalb ist es wichtig, Veränderungen von Vagina und Vulva zu beobachten und gegebenenfalls zu behandeln. Neben geschwollenen Schamlippen oder Scheidentrockenheit kann die Vagina auch wund werden. Als Symptome können Jucken, Brennen, Rötung und Schwellung auftreten. Doch wie kommt es zu dem Beschwerdebild?

Wunde Vagina: Diese Ursachen gibt es

Wenn Ihre Vagina sich wund anfühlt, können verschiedene Faktoren verantwortlich sein – allen voran eine wilde Liebesnacht. Wenn wir über einen längeren Zeitraum intensiven Sex haben, können die empfindlichen Schleimhäute der Scheide wundgerieben werden – insbesondere, wenn diese nicht feucht genug ist. Um Beschwerden nach dem Geschlechtsverkehr vorzubeugen, sollten Sie also immer Gleitgel als Hilfsmittel benutzen, wenn Ihre Vagina nicht feucht genug ist. Bestimmte Faktoren wie die langjährige Einnahme der Antibabypille oder die Wechseljahre können Scheidentrockenheit hervorrufen, durch welche die Vagina schneller wund wird. 

Aber auch ein Scheidenpilz kann sich neben Brennen, Jucken und einem veränderten Ausfluss durch ein wundes Gefühl in der Vagina bemerkbar machen. Aber auch nach der Behandlung eines Scheidenpilzes kann die Scheide sich wochenlang noch wund anfühlen, da durch die Entzündung die oberste Hautschicht der Scheide abgeschabt wird. Daher kann es im Anschluss eine Weile dauern, bis sich die Haut wieder erholt. Auch bei Geschlechtskrankheiten kann ein wundes Gefühl auftreten, weshalb Sie in Kombination mit anderen Symptomen oder, wenn das wunde Gefühl nach einigen Tagen nicht abklingt, Ihren Gynäkologen aufsuchen sollten.

Übrigens: Eine äußere Wundreibung kann zudem durch verschiedene Faktoren wie Radfahren oder zu enge Kleidung hervorgerufen werden.

Hausmittel bei einer wunden Scheide

  • Waschen
    So simpel es klingt, kann das richtige Waschen des Genitalbereichs tatsächlich wahre Wunder wirken, wenn Ihre Scheide wund ist. Waschen Sie sich allerdings ausschließlich mit lauwarmem Wasser und verzichten Sie auf aggressive Duschgels und Seifen, die die Schleimhäute zusätzlich reizen.
     
  • Sitzbäder
    Ist die Vagina äußerlich wund, kann zudem ein Sitzbad Abhilfe verschaffen – besonders gut hilft dieses mit Kamille aufgrund von dessen beruhigender und wundheilender Wirkung. Eine geeignete Wanne für das Sitzband erhalten Sie in der Apotheke. 
     
  • Atmungsaktive Unterwäsche
    Gegen eine äußere Reizung sowie zur Vorbeugung eines Scheidenpilzes, der wiederum eine wunde Scheide hervorrufen kann, hilft das Tragen von atmungsaktiver Unterwäsche. So bekommt Ihre Vagina so viel Luft wie möglich und einer stärkeren Reizung wird entgegengewirkt. 
     
  • Kühlung
    Gegen eine äußere Reizung hilft obendrein Kälte. Da diese die oberen Nervenenden betäubt, wodurch Schmerzen und Brennen gelindert werden können. Wickeln Sie allerdings ein sauberes Baumwolltuch um das Kühlpack, bevor Sie die entsprechende Stelle kühlen. 
     
  • Salben mit Harnstoff
    Wenn oben genannte Hausmittel keine Linderung verschaffen, erhalten Sie in der Apotheke Cremes, Salben oder Gels mit Harnstoff. Diese haben eine kühlende Wirkung und sind feuchtigkeitsregulierend. 

Wichtig: Wenn die Ursache für die wunde Vagina ein Scheidenpilz ist, sollte dieser unbedingt behandelt werden!

Video: Die 6 besten Tipps für die richtige Intimpflege

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