5. Mai 2021
Vorzeitige Wechseljahre: Ursachen und Behandlung

Symptome, Ursachen und Behandlung von vorzeitigen Wechseljahren

In der Regel beginnen die Wechseljahre zwischen Mitte 40 und Anfang 50. Doch es kann auch vorkommen, dass einige Frauen bereits mit Ende 30 unter den typischen Wechseljahrsbeschwerden leiden. Welche Ursachen dafür verantwortlich sind und ob sich vorzeitige Wechseljahre stoppen lassen, erfahren Sie hier.

Von vorzeitigen Wechseljahren (Prämature Ovarialinsuffizienz oder Klimakterium praecox) ist die Rede, wenn betroffene Frauen vor ihren 40. Lebensjahr keine Regelblutung mehr bekommen. Der Grund ist, dass die Eierstöcke keine Eier mehr freisetzen und immer weniger Hormone produzieren können. Demnach können Frauen nicht mehr oder nur bedingt mehr schwanger werden. Von den vorzeitigen Wechseljahren sind rund 1 Prozent aller Frauen unter 40 betroffen. In der Regel haben Frauen mit Anfang 50 ihre letzte Regelblutung.

Vorzeitige Wechseljahre: Symptome

Die Symptome der frühzeitigen Wechseljahre unterscheiden sich nicht von denen der typischen Wechseljahre. Körperliche Beschwerden sind:

  • unregelmäßiger Zyklus und Ausbleiben der Periode
  • abnehmende Libido
  • Stimmungsschwankungen
  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfung oder Antriebslosigkeit

Ursachen für vorzeitige Wechseljahre

Nicht immer können bei jeder betroffenen Frau die Gründe von vorzeitigen Wechseljahren geklärt werden. In den meisten Fällen ist eine Vererbung für die vorzeitigen Wechseljahre verantwortlich. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen Übergewicht, Untergewicht, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum. Auch nach einer Bestrahlung oder Chemotherapie können die Wechseljahre vorzeitig ausgelöst werden.

Seltener lösen Autoimmunerkrankungen, Virusinfektionen wie Mumps, Stoffwechselerkrankungen oder genetische Störungen die vorzeitigen Wechseljahre aus.

Behandlung von vorzeitigen Wechseljahren

Betroffene Frauen unter 40 sollten auf jeden Fall ihren Gynäkologen aufsuchen, um eine Hormonuntersuchung durchzuführen. Da in den Wechseljahren die Produktion von Östrogen abnimmt, existiert ein hohes Risiko für Knochenschwund (Osteoporose). Auch besteht eine die Gefahr, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz oder Depressionen zu erkranken.

Mithilfe einer Hormonersatztherapie können Sie den Östrogenmangel ausgleichen und das Risiko an Folgeerkrankungen deutlich senken. In den meisten Fällen von frühzeitiger Osteoporose empfehlen Experten die Hormontherapie bis Anfang 50.

Bei Kinderwunsch besteht eine fünf bis zehnprozentige Chance, dass betroffene Frauen trotz vorzeitiger Wechseljahren noch schwanger werden. Eine Stimulationstherapie kann helfen, wenn noch einige wenige Eifollikel im Eierstock vorhanden sind. Dabei werden bestimmte Hormone gespritzt oder oral eingenommen, die für das Heranreifen des Follikels entscheidend sind.

Video: Ernährung in den Wechseljahren – mit Ballaststoffen gegen Depressionen?

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