Hormone Mit diesen 5 Tipps unterstützen Sie Ihren Körpern beim Absetzen der Pille

Der Trend ist die hormonfreie Verhütung. Nachdem eine Vielzahl an Nebenwirkungen der Pille bekannt wurde, geriet diese in Verruf und viele Frauen setzten die Pille ab. Um den Körper bei der Umstellung zu unterstützen, hat Vital fünf Tipps für Sie vorbereitet!

Pille_Kondome

Die Pille, einst ein Zeichen der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, ist in den letzten Jahren immer mehr in Verruf geraten. Nachdem zahlreiche Frauen von ihren Nebenwirkungen berichteten, fühlten sich immer mehr Frauen angesprochen und erkannten, dass es ihnen ähnlich geht.
Da es noch immer viele Frauen gibt, die die Pille absetzen möchten, haben wir hier Tipps, wie der Hormonentzug gelingt!

1. Vitamine und Mineralstoffe abdecken

Hormonelle Verhütungsmittel stören die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen im Körper, wodurch es zu Mängeln kommen kann. Diese Nährstoffe sind für reibungslos ablaufende Prozesse und Funktionen im Körper wichtig. Auch beteiligen sich Vitamine und Mineralstoffe an der körpereigenen Produktion von Hormonen. Besonders wichtig sind für den Körper:

2. Die Leber unterstützen

Die Pille wird von der Leber, der körpereigenen Entgiftungsanlage, abgebaut. Schwerstarbeit, weshalb die Leber im besten Fall schon während der Pilleneinnahme Unterstützung braucht. Sie ist ebenso zuständig für die Verdauung, indem sie Gallenflüssigkeit produziert, sowie für die Speicherung von Zucker, Vitaminen, Eisen und weiteren Nährstoffen. Sie bildet Eiweiße, die im Körper verschiedene Hormone transportieren und produziert Cholesterin, aus dem unter anderem Östrogen und Progesteron gebildet werden.

Um die Leber zu entlasten, sollten Sie auf Alkohol, Rauchen und ungesunde Ernährung größtenteils verzichten. Viel wichtiger ist, dass Sie genügend Schlafen, da der Körper und auch die Leber nachts regenerieren und Entgiftungs- und Ausscheidungsprozesse verstärkt ablaufen. Vitamine und Mineralstoffe unterstützen zusätzlich! Ebenso helfen der Leber Bitterstoffe, die Sie in Kräutern, Gemüse und Tees finden. Brennnessel, Löwenzahn, Ingwer und Artischocke tun der Leber gut.

3. Dem Darm und der Verdauung helfen

Obst, Gemüse, Ballaststoffe, Proteine und nährstoffreiche Kohlenhydrate sind ideal, um die Verdauung in Schwung zu bringen. Ballaststoff- und nährstoffarme Lebensmittel wie Süßigkeiten, Weißmehlprodukte oder Junk und Fast Food können hingegen die Verdauung verlangsamen. Vor allem bei einem Reizdarmsyndrom werden diese Lebensmittel häufig als Auslöser genannt.

4. Die Hormonproduktion anregen

Nach dem Absetzen der Pille läuft bei den wenigsten Frauen alles auf Anhieb wieder wie geschmiert. Viele leiden unter dem Hormonentzung mit Stimmungsschwankungen, starker oder sehr schwacher Periode, vermehrten Krämpfen, Wassereinlagerungen, PMS, Schmier- und Zwischenblutungen oder sogar einem kompletten Ausbleiben der Menstruation. Außerdem kann es unterschiedlich lange dauern, bis der Zyklus wieder eingependelt hat. Bei manchen Frauen sind das bis zu drei Monate, bei anderen ein halbes oder sogar ganzes Jahr. 
Um die Hormonproduktion sanft anzukurbeln, haben sich Frauenmantel (Alchemilla) und Mönchspfeffer (Agnus Castus) als wirksam erwiesen. Ihre Wirkung wurde zwar nicht vollständig bewiesen, es gibt jedoch kleine Studien, die die Wirksamkeit untersuchten und zu überraschenden Ergebnissen kommen. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt, ob eine Einnahme der Präparate für Sie sinnvoll ist. Frauenmantel und Mönchspfeffer gibt es in der Apotheke zu kaufen.

5. Dem Körper Zeit geben

Ein wichtiger und unterschätzter Aspekt bei der Umstellung auf ein hormonfreies Leben ist die Dauer dieses Prozesses. Dem Körper wurde in vielen Fällen über Jahre hinweg täglich eine Dosis Hormone verabreicht und die körpereigene Produktion damit eingestellt. Es bringt nichts, sich verrückt zu machen, weil der Körper nach kurzer Zeit nicht so funktioniert, wie er im optimalen Fall soll. Geben Sie sich und Ihrem Körper Zeit, achten Sie auf Ihre Gesundheit, treiben Sie Sport und schlafen Sie viel. Reduzieren Sie hingegen Stress, Alkohol und Rauchen. Tauchen Pickel auf, werden diese wieder verschwinden, Zwischenblutungen hören auf und irgendwann hat sich das empfindliche Hormonsystem wieder eingependelt. 

Autor: Christina Liersch