Geschlechtskrankheiten Symptome: 5 Anzeichen für Genitalherpes

Genitalherpes gehört zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten – doch nicht immer bricht das Virus auch aus. Wir verraten, an welchen Symptomen Sie Genitalherpes erkennen können und was dann hilft.

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Genitalherpes ist eine Geschlechtskrankheit, die durch das Herpes-simplex-2-Virus ausgelöst wird – ähnlich wie das allgemein bekannte Lippenherpes, welches durch das verwandte HS-Virus-1 verursacht wird. Auch beim Genitalherpes bleibt das Virus nach einer Ansteckung ein Leben lang im Körper vorhanden – bricht aber nicht bei jedem Betroffenen auch aus.

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Symptome: An diesen Anzeichen erkennen Sie Genitalherpes

Sich mit dem Herpes-simples-Virus anzustecken geschieht vorerst ganz unbemerkt. Erst, falls und wenn die Krankheit ausbricht, bekommen Betroffene davon etwas mit. Genitalherpes erkennen Sie an folgenden Symptomen:

  1. Kribbeln an den Geschlechtsteilen, Schmerzen an Po, Hüfte oder Beinen
  2. Typische Hauterscheinungen: Schmerzhafte, kleine Bläschen mit hochinfektiösem Inhalt, die einreißen und nässen können. Bei Frauen sind vor allem Schamlippen, Scheide und Gebärmutterhals betroffen, bei Männern Penis, Vorhaut und Hodensack – manchmal auch der Analbereich, Po und Oberschenkel
  3. Jucken und Brennen der Haut mit Krustenbildung beim Abheilen
  4. Schmerzen beim Wasserlassen
  5. Vor allem bei den ersten Ausbrüchen kann zusätzlich Fieber, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Muskelschmerzen und geschwollene Lymphknoten hinzukommen

Da sich das Virus nicht mehr aus dem  Körper entfernen lässt, handelt es sich bei Genitalherpes häufig um eine immer wiederkehrende Geschichte. Vor allem bei psychischem Stress bricht die Krankheit aus. Mit der Zeit werden jedoch Antikörper gebildet, sodass der Körper mit weniger starken Symptome auf einen Ausbruch reagiert. In der Regel kämpfen Betroffene mit mindestens vier weiteren Ausbrüchen nach dem ersten Auftreten.

Wo kann man sich mit Genitalherpes anstecken?

Jeder, der sexuell aktiv ist, kann sich mit Herpesviren anstecken. Denn sehr viele Menschen tragen den Erreger in sich – ohne zu erkranken. Der Herpes-simplex-Virus wird über Schmierinfektionen beim Sexualkontakt übertragen. Übrigens: Bei Oralverkehr kann auch ein Lippenherpes an den Geschlechtsteilen des Partners zu einem Genitalherpes führen.

Das Virus kann unbemerkt bereits Jahrelang im Körper verweilen, ohne, dass der Betroffene etwas davon bemerkt. Deshalb ist das Zurückverfolgen der Ansteckung sehr schwierig. Personen ohne Symptome können das Virus übrigens auch weitergeben. Deshalb ist das Verhüten mit Kondom immer empfehlenswert! Dies schützt gleichzeitig auch vor anderen Geschlechtskrankheiten.

Während eines akuten Ausbruchs ist die Ansteckungsgefahr jedoch besonders hoch, da die Flüssigkeit der Bläschen hochinfektiös ist. Verzichten Sie in diesen Momenten also auf jeden Fall auf Geschlechtsverkehr.

Genitalherpes: Behandlung

Um die Beschwerden eindeutig als Genitalherpes zu identifizieren, kann der Arzt einen Abstrich machen und diesen im Labor untersuchen lassen.

Das Virus lässt sich leider nicht ausmerzen, jedoch kann es mit bestimmten Medikamenten gehemmt und so in Schach gehalten werden. Sogenannte Virusstatika in Form von Tabletten vermindern die Vermehrung der Viren und sorgen so dafür, dass die Genitalherpes-Ausbrüche seltener und milder auftreten. Sie werden sofort bei Bemerken der ersten Symptome eingenommen.

Wer besonders häufig unter Ausbrüchen leidet, kann die Tabletten auch vorbeugend anwenden – sprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt ab.

Datum: 10.09.2020
Autorin: Silva Oldenburg

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