Tipps bei Erkältung So bekämpfen Sie Schnupfen an einem Tag

Drei Tage kommt er, drei Tage bleibt er, drei Tage geht er? Nicht bei uns! Mit diesen Tipps sind Sie Schnupfen und Erkältung nach nur einem Tag wieder los!

Frau hat Schnupfen

Ob in den kalten Wintermonaten oder im Sommer: Erkältung und Schnupfen kommen immer ungelegen. Doch es gibt ein paar Möglichkeiten, Schnupfen innerhalb von einem Tag loszuwerden. Wir verraten, wie es geht!

Wie und wo entsteht Schnupfen?

Ein Schnupfen (Rhinitis) ist eine Begleiterscheinung eines grippalen Infekts und wird durch Erkältungsviren (Rhino-, Adeno-, oder Coronaviren) ausgelöst. Die Viren verbreiten sich über die Tröpfcheninfektion, ausgelöst durch Niesen, Husten, Händeschütteln oder die Nutzung von Haltestangen im ÖPNV. Die Krankheitserreger dringen in die Nasenschleimhaut und Atemwege ein, bleiben dort haften und verursachen Entzündungen. Die Schleimhaut schwillt an und produziert vermehrt Sekret, um die Erreger schnellstmöglich aus dem Körper zu befördern. Gelingt es dem Immunsystem nicht, macht sich ein Infekt breit.

Symptome und Begleiterscheinungen von Schnupfen

  • Brennen und kitzeln in der Nase
  • Niesen und Anschwellen der Nase
  • Anfangs klares und wässriges Nasensekret
  • Später gelb-grünliches, zähflüssiges Nasensekret
  • gerötete und tränende Augen
  • eingeschränkter Geruchs- und Geschmackssinn
  • Kopf- und Gliederschmerzen und Müdigkeit wie bei der Erkältung

Wann muss ich mit Schnupfen zum Arzt?

Löst sich der Schleim nicht, wodurch sich die Nasennebenhöhlen entzünden, kann es sinnvoll sein, einen Arzt aufzusuchen. Sind die Symptome sehr stark ausgeprägt, ist es in jedem Fall ratsam zum Arzt zu gehen:

  • plötzlich hohes Fieber über 39°C
  • starkes Krankheitsgefühl
  • Schmerzen in Stirn, Nebenhöhlen und Augen
  • blutiger oder eitriger Auswurf
  • Husten, der länger als 3 Wochen anhält
  • Schmerzen beim Atmen und Husten
  • Schüttelfrost

Die richtige Ernährung gegen Erkältung

Die Ernährung spielt im Kampf gegen die Erkältung eine wichtige Rolle. Ein Glas Orangensaft, Zitrusfrüchte, Paprika, Äpfel und Beeren, liefern viel Vitamin C und Antioxidantien, die den Körper bei der Abwehr und Bekämpfung von Krankheitserregern unterstützen. Für das Frühstück mischen Sie verschiedene Früchte mit Joghurt oder Quark. Geben Sie nach Belieben Haferflocken und verschiedene Nüsse dazu. 
Zum Mittag und Abendessen eignen sich eine Hühnersuppe, gebratenes Gemüse mit z.B. Hühnchen oder schafes Essen wie Curry und Chili con Carne. Das Essen können Sie mit Knoblauch, Ingwer und Chilis würzen. Das scharfe Essen heizt dem Körper ein, sodass er besser durchblutet wird. Dadurch löst sich z.B. das Sekret in der Nase und es kann besser abfließen.

Wann ist Nasenspray sinnvoll?

Ist die Nase bereits verstopft, sodass ein- und ausatmen nicht mehr möglich ist, können Sie zu einem Nasenspray oder Nasentropfen aus der Apotheke greifen. Die Sprays gibt es sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, mit und ohne Konservierungsmittel. Für Kinder eignen sich auf Grund der veränderten Wirkdosis Nasentropfen. Viele Sprays und Tropfen  beinhalten neben den entzündungshemmenden Inhaltsstoffen auch pflegende Wirkstoffe, die die Nasenschleimhaut wieder aufbauen und schützen sollen. Achten Sie bei der Anwendung jedoch darauf, dass Sie Nasenspray oder -tropfen nicht länger als dreimal täglich für fünf bis sieben Tage benutzen. Danach besteht ein Risiko, dass sich die Schleimhäute an das Nasenspray gewöhnen und nicht mehr von allein abschwellen.
Besser eignet sich dann eine Nasendusche. Diese gibt es in Apotheken und Drogerien zu kaufen. Sie wird mit warmen Wasser und Nasenspülsalz im richtigen Verhältnis befüllt. Über Kopf lassen Sie das Wasser durch jeweils ein Nasenloch fließen. Das Wasser spült die Nase und die Nebenhöhlen durch, befreit von Viren und Schleim und pflegt die Schleimhäute. Durch den leicht geöffneten Mund fließt das Wasser wieder ab.

Kann ich trotz Schnupfen Sport treiben?

Läuft nur die Nase und es kommen keine weiteren Beschwerden wie Husten, Heiserkeit oder Fieber dazu, ist moderate Bewegung durchaus sinnvoll. Ein Spaziergang an der frischen Luft oder leichter Sport stärken zusätzlich die Abwehr und durchbluten die Schleimhäute. Dadurch schützen Sie sich effektiver vor Viren. Reduzieren Sie jedoch Ihr übliches Sportpensum bei Kraft- und Ausdauersportarten, um Ihr Immunsystem zu schonen. Sind Erreger bereits im Körper, gegen die das Immunsystem ankämpft, kann Sport zusätzlich die Abwehr schwächen, wodurch der Schnupfen eher ausbricht. Wichtig ist, dass Sie auf Ihren Körper und seine Signale hören. Fühlen Sie sich müde und abgeschlagen, sollten Sie mit dem Sport pausieren. 

Welche Risiken bringt Sport bei Schnupfen?
Bei zusätzlichen Symptomen wie Husten, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Fieber, sollten Sie auf Sport verzichten. Das Immunsystem arbeitet bereits gegen die Erreger, wodurch zusätzliche Belastungen durch Sport nur noch mehr Aufwand und Stress bedeuten. Dadurch kann sich die Erkältungszeit verlängern, die Erkrankung kann schwerer und mit stärkeren Beschwerden verlaufen und es kann zu Komplikationen kommen. Eine davon ist eine Herzmuskelentzündung. Sie entsteht, wenn Viren durch den Blutkreislauf das Herz erreichen und dort eine Entzündung auslösen. Typische Symptome sind Luftnot, verringerte Leistungsfähigkeit und Müdigkeit. Unbehandelt kann eine Herzmuskelentzündung zu einer Herzschwäche oder zu Herzrhythmusstörungen führen.

Heiß duschen und baden

Der Wasserdunst beim Baden oder Duschen löst den Schleim in den Nasennebenhöhlen und befeuchtet die Bronchien. Zusätzlich lindert der Wasserstrahl die Gliederschmerzen, indem sich die Muskeln entspannen und die Durchblutung verbessert wird. Ebenso wird die Durchblutung der Schleimhäute verbessert. Dadurch gelangen mehr Immunzellen zu den Krankheitserregern, die sie angreifen und vernichten. Optimal ist ein zehnminütiges Erkältungsbad bei einer Wassertemperatur von 38 °C. Seine gesunde Wirkung unterstützen Badezusätze mit Menthol-, Eukalyptus-, Thymian- oder Fichtennadelöl (z.B. Tetesept Erkältungsbad). Zusätzlich lösen die ätherischen Öle Schleim und Sekret in Nase und Bronchien.
VITAL-Tipp: Das Duschgel mit 30 Tropfen Eukalyptusöl (z.B. von Lavita) mixen. Das macht die Nase frei und lindert die Schnupfen-Beschwerden in Hals und Nase.

Inhalieren

Drei Liter Kamillentee kochen, in einer Schüssel mit sechs EL Spitzwegerichsaft mixen. Den Dampf zehn Minuten unter einem Handtuch inhalieren. Zusätzlich saure Bonbons lutschen, die die Schleimhäute feucht und abwehrstark halten. Und entzündungshemmende Arzneimittel mit Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen.
VITAL-Tipp: Nase zwei Mal mit Salzlösung (in der Apotheke erhältlich) spülen. Das schwemmt die Erreger aus den Schleimhäuten.

Frische Luft

Gehen Sie gemütlich spazieren, auch bei Regenwetter. Das gibt Ihrem Immunsystem positive Impulse und hellt die Stimmung auf.
VITAL-Tipp: Beim Gehen tief durch die Nase einatmen, die Luft drei Sekunden anhalten und dann langsam wieder ausatmen. Das kräftigt und reinigt die Atemwege.

Kräuter gegen Erkältung

Heiße Flüssigkeiten bewirken, dass der Schleim in den Bronchien und Nasennebenhöhlen dünner wird und deshalb schneller abtransportiert werden kann. Ideal sind Hagebutten- und Holunderblütentee, weil beide zusätzlich das Immunsystem stärken. Rezepte: Zwei TL Hagebuttenschalen mit 1/4 l Wasser kalt ansetzen, aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Oder: Zwei TL Holunderblüten in 1/4 l kochendes Wasser geben, 5 Minuten ziehen lassen. Beide Tees noch warm trinken.
VITAL-Tipp: 1/2 bis 1 TL Zitronensaft auf ein Stück Würfelzucker träufeln und lutschen. Das hält die Schleimhäute schön feucht – die Erreger können sich nicht anheften.

Schlafen und ausruhen

Mindestens acht Stunden sollten Sie jetzt schlafen, damit sich der Körper regenerieren kann. Verzichten Sie heute Abend aufs Fernsehen, auf das Gläschen Wein oder den Kaffee – einfach auf alles, was den Organismus anregen könnte. Dazu gehört auch Googeln und Lesen. Gönnen Sie sich Ruhe – vielleicht ja mit einer Fantasiereise zu Ihrem Lieblings-Kraftort.
VITAL-Tipp: Pfefferminzöl unter die Nase tupfen. Das ätherische Öl wirkt abschwellend auf die Schleimhäute, sodass Sie wieder richtig durchatmen können.

Datum: 29.10.2019

Autor: Karin Dunkel

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