3. September 2021
Demenz vorbeugen: 7 Tipps gegen Alzheimer & Co.

Demenz: 7 Tipps, um Alzheimer & Co. vorzubeugen

Aktuell leiden knapp zwei Millionen Menschen in Deutschland an Demenz. Durch die immer älter werdende Gesellschaft wird die Zahl der Demenzkranken bis 2050 auf drei Millionen steigen. Daher geben wir Ihnen sieben Tipps an die Hand, um Ihr Risiko zu reduzieren und einer Demenz vorzubeugen.

Was ist Demenz?

Unter Demenz werden verschiedene Erkrankungen zusammengefasst, bei denen die geistige Leistungsfähigkeit sehr stark zurückgeht und dies Betroffene im Alltag stark einschränkt. Am meisten verbreitet ist die Alzheimer-Krankheit. Dabei verlieren die Betroffenen innerhalb von wenigen Jahren ihre geistigen Fähigkeiten und verändern ihre Persönlichkeit. Alzheimer führt zu Hilflosigkeit und Bedürftigkeit in psychischer und physischer Hinsicht. Die Organisation rechnet damit, dass bis 2030 bis zu 82 Millionen und bis 2050 152 Millionen Menschen weltweit an Demenz erkranken. Das größte Risiko besteht im Alter: In Deutschland leidet laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft unter den 85-89-Jährigen jeder Vierte an Demenz.

Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und Sport soll laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu beitragen, das Risiko für Demenzerkrankungen zu verringern. Die WHO hat erstmals entsprechende Leitlinien zur Demenzvorbeugung veröffentlicht und stellt dabei einen Zusammenhang zwischen Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Demenz her. Da es noch keine Heilung für Demenz gibt, rät die WHO den Staaten und dem Gesundheitswesen, präventiv dagegen vorzugehen.

Demenz vorbeugen: 7 Tipps gegen Alzheimer & Co.

1. Bewegen Sie sich mehr

Sport ist die beste Medizin und soll auch effektiv vor dem kognitiven Verfall schützen. Die WHO empfiehlt, sich im Alltag viel zu bewegen und Sport zu treiben. Auch bei schon geistig eingeschränkten Personen wird vermutet, dass moderater Sport und Bewegung die Beschwerden eindämmen.

Tipp: Bauen Sie kleine, niedrigschwellige Bewegungseinheiten in Ihren Alltag ein, z.B. ein 20-minütiger Spaziergang nach dem Mittagessen, die Fahrradfahrt zur Arbeit oder ein 10-minütiges Workout an jedem Morgen. So tun Sie Ihrem gesamten Körper etwas Gutes, ohne sich zu großen Sporteinheiten aufraffen zu müssen.

2. Verzichten Sie auf Zigaretten und Alkohol

Laut WHO soll auf Tabakkonsum komplett verzichtet werden, da dieser neben anderen gesundheitlichen Nachteilen auch das Risiko für einen geistigen Rückgang erhöht. Auch übermäßiger sowie regelmäßiger Alkoholkonsum sollen die Entstehung von Demenz fördern.

3. Achten Sie auf Ihre Ernährung

Als besonders gesund hat sich die traditionelle mediterrane Ernährung erwiesen. Sie besteht aus viel Gemüse, Fisch und guten Fetten. Allgemein sollte eine gesunde und ausgewogene Ernährung bei jedem Erwachsenen die Grundlage sein, sodass auch Nahrungsergänzungsmittel nicht benötigt werden. Diese sollten lediglich dann zum Einsatz kommen, wenn Ihr Arzt einen konkreten Mangel diagnostiziert hat, z.B. an Vitamin D, Eisen oder Vitamin B12. Ansonsten gilt es, möglichst frische, unverarbeitete Lebensmittel zu essen, auf raffiniertes Getreide und Zucker möglichst zu verzichten und täglich optimalerweise 500 Gramm Gemüse zu vertilgen.
Tipp: Die 7 besten Lebensmittel, um Alzheimer-Demenz vorzubeugen >>

Video: Diese Lebensmittel fördern Demenz

4. Bleiben Sie sozial aktiv

Zwar gibt es noch keine ausreichenden Belege dafür, dass soziale Aktivitäten das Risiko für Demenz verringern, jedoch sind soziale Teilhabe und Unterstützung eng mit einer guten Gesundheit und dem Wohlbefinden verbunden. Bei den gesündesten 100-Jährigen der Welt in den sogenannten Blue Zones zeigt sich immer wieder, wie wichtig die soziale Interaktion und die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft ist.

5. Vermeiden Sie Übergewicht

Es wird ausdrücklich empfohlen, Übergewicht und vor allem Fettleibigkeit (Adipositas) zu reduzieren, um die geistige Aktivität und Leistungsfähigkeit zu bewahren. Gleichzeitig reduziert ein Normalgewicht das Risiko für weitere Krankheiten, die im Alter auftreten können, z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes Typ 2.

6. Bekämpfen Sie Bluthochdruck

Die WHO geht davon aus, dass Bluthochdruck das Risiko für Demenz erhöht, weshalb dieser unbedingt behandelt werden sollte. Neben einer salzarmen Ernährung tragen auch regelmäßige Bewegung sowie bestimmte Medikamente zur Senkung des Blutdrucks bei.

7. Stellen Sie Ihren Blutzucker gut ein

Ob durch Medikamente oder eine Änderung der Lebensgewohnheiten, z.B. mit gesunder Ernährung und Sport, Diabetes muss stets behandelt werden – auch um einer Demenz vorzubeugen. Denn Diabetiker haben ein etwa 50 Prozent erhöhtes Risiko, den geistigen Verfall zu erleiden. Der Grund hierfür ist noch nicht abschließend geklärt, jedoch gehen Forschende davon aus, dass bei Diabetes der Zucker-Stoffwechsel im Gehirn gestört sein könnte, was die Entstehung der Alzheimer-Krankheit fördert.

Video: Senkt bessere Luft das Demenz-Risiko?

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