Darum finden die meisten Kinder Rosenkohl total eklig

Darum finden die meisten Kinder Rosenkohl total eklig

"Bäh, das ist eklig!" Auch Ihr Kind verzieht beim Anblick von Rosenkohl das Gesicht – und bekommt einfach keinen Bissen runter? Keine Sorge, das geht vielen so. Wir erklären, warum die meisten Kinder keinen Rosenkohl mögen.

Sowohl Kinder als auch einige Erwachsene finden Rosenkohl eklig. Zugegeben, das Wintergemüse hat einen eher schlechten Ruf. Dabei sind die kleinen grünen Bällchen gesund und lassen sich vielfältig zubereiten. Inspiration gefällig?

So gesund ist Rosenkohl

Rosenkohl ist eine kleine Gesundheitsbombe. Das grüne Gemüse steckt voller Vitamine, darunter Vitamin C und A, was unsere Zellerneuerung ordentlich in Schwung bringt. Die Folge? Reinere Haut und weniger Falten. 

Das sollten Sie über Rosenkohl wissen:

  • Saison von Oktober bis Januar
  • ca. 43 kcal pro 100 Gramm
  • fördert die Verdauung
  • gute CO₂-Bilanz 
  • für fettfrei und Low-Carb-Ernährung geeignet
  • reich an Eiweiß

Ganz nebenbei versorgt Rosenkohl unseren Körper außerdem mit diversen Mineralstoffen. Neben Eisen, Kalium und Kalzium ist auch Magnesium im Kohl enthalten. Darüber hinaus punktet Rosenkohl mit einer Menge sekundärer Pflanzenstoffe: Die sogenannten Glukosinolate können bestimmten Krebserkrankungen vorbeugen können. 

DARUM mögen Kinder keinen Rosenkohl

So gesund Rosenkohl auch sein mag – die meisten Kinder machen einen großen Bogen um die grünen Gemüsekugeln auf dem Mittagstisch. Unsere Empfehlung: Haben Sie Verständnis mit Ihren Kleinen und versuchen Sie nicht, Ihre Kinder zum Essen zu zwingen. Denn die Abneigung gegen den Kohl hat einen ganz natürlichen Grund. Sprich: Ihr Kind kann nichts dafür, dass es Rosenkohl einfach nicht mag. Das gilt im Übrigen auch für diverse andere Kohlsorten, etwa Blumenkohl, Grünkohl, Wirsing und Romanesco.

Der Grund? Die Kohlsorten schmecken bitter. Das bekommen vor allem Kinder zu spüren. Und von Natur steht unser Körper bitteren Lebensmitteln kritisch gegenüber, da sie potenziell giftig sein könnten. Die Folge? Die meisten Kinder kann man mit Rosenkohl förmlich jagen.

Verantwortlich für den bitteren Geschmack im Rosenkohl ist S-Methyl-l-Cysteinsulfoxid. Wenn dieses Substrat in Berührung mit unserem Speichel kommt, entstehen schwefelartige Stoffe. Insbesondere Kinder mögen diesen Geschmack überhaupt nicht gerne, zeigen auch Studien.

Im Video: Mit diesem einfachen Trick essen Kinder mehr Gemüse

Rosenkohl, Brokkoli, Möhren – viele Kinder machen einen großen Bogen um die gesunden Lebensmittel. Sie möchten trotzdem, dass Ihr Kind mehr Gemüse – und damit wichtige Nährstoffe zu sich nimmt? Im Video erfahren Sie, wie das mit einem einfachen Trick gelingen kann.

Und wenn die Kinder groß werden? 

Wächst das Kind zu einem Erwachsenen heran, verschwindet oftmals auch die Abneigung gegen Rosenkohl im Laufe der Jahre. Wie hoch die Konzentration der Schwefelverbindungen im Speichel ist, spielt im Erwachsenenalter kaum noch eine Rolle. Über die Jahre und Jahrzehnte gewöhnt sich unser Gaumen an den leicht bitteren Geschmack verschiedenster Kohlsorten.

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