Chlamydien und Co. Vorsicht bei Geschlechtskrankheiten

Im Rausch der Gefühle hast du das Kondom vergessen? Dann musst du damit rechnen, dir Geschlechtskrankheiten eingefangen zu haben. Viele sind einfach nur lästig, andere wiederum sind ansteckend und alles andere als ungefährlich.

geschlechtskrankheiten
Überall auf der Welt, dort wo Menschen sich lieben, gibt es Geschlechtskrankheiten. Diese Infektionen zählen zu den ältesten Krankheiten der Menschheit. In Deutschland sind Chlamydien, Tripper, Syphilis und das HI-Virus am meisten verbreitet. Ausgelöst werden die meisten Krankheiten durch Bakterien, Viren oder Pilze. Das warme Klima in den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane, dem Mund oder des Darm ist ideal zur Verbreitung. 

Krankheiten vermeiden

Männer und Frauen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern sind besonders gefährdet. Nutze zu deiner eigenen Sicherheit immer ein Kondom. Außerdem solltest du übertriebene Hygiene der Geschlechtsorgane vermeiden. Drogenabhängige, die Nadeln und Spritzen gemeinsam nutzen, riskieren sich mit HIV anzustecken. Wenn du bereits eine Geschlechtskrankheit hast, ist das Risiko eine weitere zu bekommen besonders hoch. 

Was sind Chlamydien?

Die bakterielle Krankheit wird über Körperflüssigkeiten übertragen – im Urin, Sperma, Speichel, aber auch in den Augen tummeln sich die Erreger. Mit Chlamydien steckt man sich fast ausschließlich beim Sex an. 

Es juckt und brennt

Frauen leiden meistens unter einem starken Ausfluss und einem Brennen beim Wasserlassen. Wenn die Erreger in den Eileiter aufsteigen, können sie die Umgebung und die Leber entzünden. Die Folgen: Fieber und Bauchschmerzen. Behandelt man die Chlamydien gar nicht oder möglicherweise zu spät kann es passieren, dass die Eileiter verkleben und man unfruchtbar wird. 

Die Chlamydien-Behandlung

Der Arzt behandelt eine Infektion mit Antibiotika. Meistens dauert die Therapie drei Wochen, in der man unbedingt auf Sex verzichten sollte. Wichtig: Man sollte auch alle Menschen, mit denen man Kontakt hatte, zum Arzt schicken. Die Gefahr eines Ping-Pong-Effekts ist sonst zu hoch.

Was sind Feigwarzen?

Verursacher dieser Genitalwarzen sind Viren, die hellrosa bis graue Hautwarzen an der Scheiden, den Schamlippen oder dem Penis hinterlassen. In 20 Prozent der Erkrankungen  handelt es sich um die „high-risk“- Viren – diese fördern das Gebärmutterhalskrebs-Risiko. 

Tipps bei der Behandlung

Die Therapie von Feigwarzen ist um so leichter, je kleiner sie sind und je früher der Patient die lästigen Warzen entdeckt hat. Durch Vereisen oder Abtragen kann man sich davon befreien. 

Was ist ein Tripper?

Die Übertragung von Tripper geschieht über den ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Bakterien befallen jedoch nicht nur die Geschlechtsorgane, sondern können sich auch im Rachen oder Enddarm wiederfinden. 

Der Krankheitsverlauf

Da die Krankheit in der ersten Zeit meistens ohne erkennbare Symptome verläuft, wird sie bei vielen Frauen chronisch und kann zur Unfruchtbarkeit führen. Zeigen sich jedoch Symptome, dann sind es meistens Schmerzen beim Wasserlassen und eitriger Ausfluss. Mit einem Antibiotikum ist Tripper gut zu behandeln und heilbar. Die Verwendung von Kondomen beim Sex hilft, einer Ansteckung vorzubeugen. 

Das verbirgt sich hinter dem HI-Virus

Anfang der achtziger Jahre beobachtete man die Immunschwächekrankheit AIDS – eine lebensgefährliche sexuell übertragbare Krankheit. Zwar gibt es mittlerweile Methoden, um den Ausbruch der Krankheit hinauszuzögern, jedoch gilt HIV immer noch als unheilbar. Der Virus befindet sich in den Körperflüssigleiten und wird hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Kam man mit virushaltigen Körperflüssigkeiten in Berührung, so kann in den ersten 72 Stunden nach dem Kontakt eine Postexpositionsprophylaxe erfolgen. Die aufwendige Therapie geht über mehrere Wochen. 
Schlagworte: