Hafermehl: So gesund ist die Weizenmehl-Alternative

Hafermehl: So gesund ist die Weizenmehl-Alternative

Glutenarm, voller Nährstoffe und langkettiger Kohlenhydrate – Hafermehl ist eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Weizenmehl. Erfahren Sie, was Sie bei der Zubereitung mit Hafermehl beachten müssen und wie Sie schnell und einfach Hafermehl selbst herstellen können. 

Gesundheitliche Vorteile von Hafer

Lange galten Haferflocken als unscheinbar und langweilig – völlig zu Unrecht. Denn Hafer ist ein wahres Superfood und ein hervorragender Nährstoff-Lieferant, der Sie mit Vitaminen sowie mit Eisen, Magnesium, Kalzium, Kalium, Zink und Selen versorgt. Darüber hinaus reguliert das proteinreiche Getreide dank seiner langkettigen Kohlenhydrate den Blutzucker- und Cholesterinspiegel, unterstützt die Darmflora und ist dank der enthaltenen Ballaststoffe ein gesunder Sattmacher. Aus diesen Gründen sollte Hafer möglichst täglich in Ihre Ernährung integriert werden. Denn mit den Flocken lässt sich nicht nur Haferbrei, sondern viele weitere gesunde Leckereien zubereiten. Zu feinem Mehl verarbeitet kommen die kleinen Flocken in Backwaren wie Brot und Kuchen bestens zum Einsatz.

Darum ist Hafermehl gesünder als Weizen

Hafermehl ist eine ideale und gesündere Alternative zu Weizenmehl, das deutlich nährstoff- und ballststoffärmer abschneidet. Zudem wird das enthaltene Gluten nicht von allen Menschen gut vertragen und kann eine Zöliakie hervorrufen. Diese immunologische Erkrankung löst eine Entzündungsreaktion im Darm aus, sodass es nach dem Verzehr zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen kommen kann. Weißmehlprodukte gelten außerdem als entzündungsfördernd. Gerade bei Menschen, die an Erkrankungen wie Rheuma oder Arthrose leiden, kann Weizen die Beschwerden verschlimmern.

Ist Hafermehl glutenfrei?

Hafer gilt von Natur aus als glutenarm und nicht als glutenfrei. Der Grund: Bei Anbau, Ernte, Lagerung und Verarbeitung kann es aufgrund von anderem glutenhaltigem Getreide zu Verunreinigung kommen. Daher gilt: Wer eine ausgeprägte Zöliakie hat, sollte zur Sicherheit auf speziell glutenfreies Hafermehl zurückgreifen.

Hafermehl selber machen

Sie können Hafermehl in Supermärkten, in der Drogerie oder auch im Reformhaus kaufen – oder es ganz einfach und kostengünstiger selber machen. Alles, was Sie dafür brauchen, sind feine Haferflocken und einen Stabmixer oder falls vorhanden einen leistungsstarken Standmixer. Nun müssen Sie die Haferflocken einfach pürieren, und zwar so lange, bis aus den Flocken feines Mehl wird. Rühren Sie Ihr selbst gemahlenes Mehl mehrmals um, um übrig gebliebene Stücke zu entdecken und diese ebenfalls zu zerkleinern. Das fertige Mehl anschließend in einen sauberen Behälter füllen und luftdicht an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren.

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Backen mit Hafermehl

Wenn Sie statt Weizenmehl auf Hafermehl umsteigen möchten, brauchen Sie nur Dreiviertel der im Rezept angegebene Mehlmenge. Da Hafermehl eine zähere Konsistenz als Weizenmehl hat, kann je nach Rezept ein wenig Flüssigkeit in Form von Milch oder Eiern gefragt sein. Hafermehl lässt sich auch gut mit anderen Mehlen vermischen und kann daher nach Belieben beigemengt werden.

Rezepte: Brot backen mit Hafermehl

In unserer Bildergalerie stellen wir Ihnen unsere liebsten Brotrezepte vor, die wir allesamt mit Hafermehl oder ganzen Haferflocken backen.

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