Gesund essen Bitterstoffe: Warum sie für die Gesundheit so wichtig sind

Bitterstoffe sind Gifte von Pflanzen, die sie vor Fressfeinden schützen sollen. Doch genau diese sind für den Menschen genau das Gegenteil von gefährlich. Wir erklären, warum Bitterstoffe für unsere Gesundheit so wertvoll sind!

Löwenzahn

Die Bitterstoffe in verschiedenen Gemüse- und Kräutersorten sind ursprünglich dafür gemacht, die Pflanze vor Fressfeinden zu schützen. Für den Menschen sind sie jedoch sehr wertvoll und können gegen verschiedene Magen-Darm-Beschwerden und Heißhunger helfen sowie die Leber bei ihrer Arbeit unterstützen. Heutzutage wurden die Bitterstoffe aus vielen Gemüsesorten herausgezüchtet, sodass sie nur noch minimal bitter schmecken und ihre Wirkung geringer geworden ist. Es gibt jedoch genügend Kräuter, entweder frisch aus dem eigenen Garten, als Tee oder Tinktur, die den Körper mit Bitterstoffen versorgen. Doch welche Kräuter sind das?

Welche Pflanzen enthalten Bitterstoffe?

Diese Kräuter, Gemüsesorten und Salat enthalten reichlich Bitterstoffe:

  1. Pfefferminz: hilft gegen Blähungen, Magenschmerzen, Brechreiz, Übelkeit, Gallenbeschwerden, Durchfall Kopfschmerzen und Erkältungsbeschwerden
     
  2. Baldrian: wirkt gegen Stress, Nervosität und Angst
     
  3. Hopfen: wirkt antibakteriell, beruhigend und schlaffördernd, hilft gegen Blasen- und Nierenprobleme
     
  4. Beifuß: wirkt verdauungsfördernd, bei Hämorrhoiden, gegen Mundgeruch und Leber-, Gallen- und Nasenleiden
     
  5. Löwenzahn: wirkt gegen Gicht und Rheuma, kann die Neubildung von Gallensteinen verhindern, gut für die Verdauung
     
  6. Chicorée: schützt vor Herzkreislauf-Erkrankungen,  unterstützt Leber, Galle und die Darmflora und senkt den Blutdruck und das Cholesterin
     
  7. Schafgarbe: wirkt verdauungsfördernd und bei Blasen- und Nierenerkrankungen sowie PMS
     
  8. Wegwarte: hilft gegen Nieren- und Gallenleiden und Fieber
     
  9. Rucola: wirkt bakterientötend und stärkt die Abwehrkräfte
     
  10. Endivien: wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und schützt vor Herzkreislauf-Erkrankungen bzw. stärkt das Immunsystem
     
  11. Artischocke: wirkt cholesterinsenkend, beugt Gallensteinen vor und regt den Gallenfluss aus der Leber an

Bitterstoffe gegen Magen-Darm-Probleme

Essen wir vor einer Mahlzeit Bitterstoffe, regen diese die Verdauungssäfte an und bereiten Magen, Darm, Galle und Leber auf die Nahrung vor. Speisen sind dadurch besser verdaulich, wodurch z. B. Sodbrennen vorgebeugt wird. Besonders wertvoll für die Verdauung sind Löwenzahn, Schafgarbe und Hopfen, aber auch Wermut und Ingwer. 

Heißhunger durch Bitterstoffe ausbremsen

Obwohl Bitterstoffe appetitfördernd sind, können Sie auch vor dem "Überessen" schützen. Durch den bitteren Geschmack der Gemüsesorten und Kräuter, wird der Appetit schneller ausgebremst, sodass man weniger isst. Auch haben bittere Lebensmittel oft weniger Kalorien, sodass sie auch beim Abnehmen unterstützen. Oftmals reichen frische Kräuter jedoch nicht aus, sodass auf Bittertropfen zurückgegriffen werden sollte. In ihnen stecken Stoffe aus Wermut, Pomeranze, Kardamom, Koriander, Schafgarbe, Löwenzahn, Zitwer, Ingwer und noch viele mehr, die in Alkohol gelöst sind. Nur wenige Tropfen und ein bitterer Geschmack macht sich im Mund breit.

Bitterstoffe für eine gesunde Leber

Hier mal ein Schlückchen Wein, da wieder das fettreiche Essen und Medikamente müssen auch täglich genommen werden. Manchmal macht sich ein Gefühl im Körper breit, dass die Leber wieder etwas Aufmerksamkeit braucht. Vor allem die Bitterstoffe aus Artischocke und Chicorée regen die Aktivität der Leber an und unterstützen bei der Regeneration und beim Abbau schädlicher Stoffe. 

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Bitterstoffe für ein starkes Immunsystem

Die bitteren Stoffe regen das Abwehrsystem im Körper an. Bei fieberhaften, grippalen Infekten, können sie helfen, da sie die Schweißbildung beeinflussen und das Ausschwitzen unterstützen. In der alten Volksheilkunde kaute man z. B. die Wurzel des Engelwurz, wenn man das Haus eines Infizierten betrat.

Datum: 04.04.2020

Autor: Christina Liersch

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