Avocado kaufen: Worauf sollten Sie achten?


Avocado kaufen: Worauf sollten Sie achten?


Avocados sind nicht nur sehr lecker, sondern auch sehr gesund. Weniger erfreulich ist leider die CO₂-Bilanz der grünen Frucht, deren Anbau viel Wasser verbraucht und die lange Transportwege zurücklegt. Wer nicht gänzlich auf das Superfood verzichten möchte, sollte beim Kauf allerdings einige Dinge beachten. 

Avocados sind beliebtes Trendfood

Ob auf der Stulle, zu Guacamole verarbeitet oder im Salat – die cremigen, mild schmeckenden Avocados sind ein beliebtes und gesundes Superfood. Sie punkten vor allem mit ihren vielen Vitaminen wie Vitamin A, Vitamin B6 und Vitamin E. Zudem strotzt die Frucht nur so vor ungesättigten Fettsäuren, welche vor allem unserem Cholesterinspiegel zugutekommen. 

Allerdings ist die grüne Frucht alles andere als umweltfreundlich und hat dementsprechend eine eher schlechte Öko-Bilanz. Beim Anbau der grünen Frucht werden rund 1.000 Liter für ein Kilogramm benötigt. Heimisches Gemüse braucht im Vergleich viel weniger. Für dieselbe Menge an Kartoffeln werden etwa 250 Liter Wasser verbraucht, Karotten benötigen etwa 130 Liter und Tomaten beispielsweise gerade mal 110 Liter. Da die meisten Früchte aus lateinamerikanischen Ländern wie Mexiko oder Kolumbien stammen, legen sie lange Transportwege zurück. Ebenfalls problematisch: Aufgrund der hohen Nachfrage werden jährlich tausende Hektar Wald gerodet, um Avocados anzubauen.

Aus diesen Gründen sollten Sie deshalb Avocados stets nur in Maßen und bewusst genießen. Um nicht schlecht gewordene Früchte unnötig wegzuwerfen oder bereits gammlige Avocados zu kaufen, geben wir Ihnen praktische Einkaufstipps für Ihren nächsten Supermarktbesuch.

Avocado kaufen: Auf was achten?

Avocados sind ganzjährig in unseren Supermärkten zu finden. Von November bis Juni ist die Hass-Avocado erhältlich, die meist aus Mexiko, Chile, Spanien, Australien oder Neuseeland stammt. Von Oktober bis März können Sie die Fuerte-Avocados aus Kenia, Südafrika, Israel oder Spanien finden.

Wie erkenne ich eine gute, reife Avocado?

Darüber hinaus sollten Sie beachten, möglichst frische und reife Früchte auszuwählen. Doch wie erkennt man diese? Nehmen Sie die Avocado in die Hand. Sie sollte sich schwer anfühlen und von außen keine sichtbaren Dellen haben. Drücken Sie nun ganz behutsam die Frucht in Ihrer Hand. Ist die Frucht etwas weich, kann Sie verzehrt werden. Ebenfalls aufschlussreich ist der Schütteltest. Nehmen Sie ein Klappern im Inneren der Frucht wahr, ist sie reif.

Übrigens können Sie auch unreife, harte Avocados kaufen. Ein paar Tage zu Hause im Warmen lassen sie nachreifen. Um den Reifeprozess zu beschleunigen, lagern Sie sie einfach neben Tomaten oder Bananen. Diese stoßen das Gas Ethylen aus, welche das Reifen beschleunigen.

Direkt weiterlesen: Avocado ist innen braun – noch essen oder wegwerfen? >>

Video: Warum Sie zum Schneiden einer Avocado kein Metallmesser verwenden sollten

Avocado nachhaltig kaufen: Bio oder nicht?

Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau sind kaum mit schädlichen Pestiziden belastet. Außerdem ist die Vitamin- und Nährstoffdichte in Bio-Obst sowie Gemüse meist höher. Macht es daher auch Sinn, zu Bio-Avos zu greifen? Es kommt darauf an! Zwar sind diese pestizidärmer, verbrauchen aber auch viel Wasser und müssen tausende von Kilometern zurücklegen, um in unsere heimischen Supermärkte zu gelangen. Sollten Sie zu Avocados aus ökologischem Anbau greifen, dann sollten Sie Früchte mit EU-Biosiegel wählen. Diese stammen meist aus Südspanien oder Israel. Denn: Die Bio-Standards aus südamerikanischen Ländern werden hier nicht kontrolliert.

Alternativen zur Avocado

Sie möchten Ihren Avocado-Konsum reduzieren, aber nicht auf die wertvollen Nährstoffe verzichten? Ebenfalls voller Vitamine (unter anderem A, aus dem B-Komplex und E), reich an ungesättigten Fettsäuren und daher eine ideale Alternative zu Avocados sind Olivenöl und Nüsse. Für kalte Speisen wie zum Beispiel Salatsaucen eignet sich Olivenöl hervorragend. Nüsse sind nicht nur ein perfekter, gesunder Snack, sondern peppen Müsli, Porridge und Salat auf. 
 

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