So funktioniert die Seniorenbetreuung im eigenen Zuhause

So funktioniert die Seniorenbetreuung im eigenen Zuhause

Kommt die Seniorenbetreuung in einer Seniorenresidenz nicht infrage, müssen Angehörige mit ihren pflegebedürftigen Senioren eine Einigung erzielen, die allen Seiten hilft, mit der Lebenssituation umzugehen. Pflegeheime sind zwar eine Lösung, viele Senioren fühlen sich in diesen aber unwohl, weshalb sie die 24-Stunden-Pflege im eigenen Zuhause bevorzugen. Die Seniorenbetreuung in der Schweiz hilft älteren Menschen, in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben.

Ältere Frau
© Pexels/Andrea Piacquadio

Betreuungsoptionen für Senioren mit Mobilitätseinschränkungen

Insgesamt gibt es drei Optionen für Senioren, die im täglichen Leben auf Hilfe angewiesen sind.

Die erste Option ist die Vollzeitpflege durch einen Angehörigen der Familie. Das muss jemand sein, der Erfahrungen im Umgang mit der Pflege älterer Menschen gesammelt hat. Die Aufgabe der vollzeitigen Betreuung ist keinesfalls zu unterschätzen. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Person nicht nebenher einen Beruf ausüben kann und deshalb das Vermögen so hoch sein muss, dass die familiäre Pflegekraft auf kein externes Einkommen angewiesen ist.

Die zweite Option ist die Unterbringung in einem Pflegeheim oder in einer Seniorenresidenz. Die Unterkunftskosten sind von den Angehörigen aufzustocken, wenn das Vermögen des Seniors nicht ausreicht und auch die Kostenübernahme der Pflegeversicherung die Gesamtkosten nicht zur Gänze deckt. Die Seniorenbetreuung in einer externen Unterkunft ist für viele Senioren eine mentale Belastung. Einige erkranken an einer Depression.

Mit der dritten Option erhalten Angehörige das bisherige Lebensumfeld des zu betreuenden Seniors und können jederzeit aktiv in der Betreuung und Pflege mitwirken. Für die häusliche Pflege, die bis zu 24 Stunden am Tag beansprucht, wird eine externe Fachkraft benötigt. Die Fachkräfte zur Betreuung und Pflege der Senioren kommen in der Regel aus den osteuropäischen Nachbarstaaten.

Vorteile der externen Seniorenbetreuung

Wer als Senior nicht in ein neues Umfeld ziehen möchte, muss sich über die gesicherte Pflege im eigenen Zuhause keine Sorgen machen. In der Schweiz wie auch in anderen Staaten in Europa ist es für die meisten Familien aus beruflichen Gründen nicht mehr möglich, ihre älteren Familienmitglieder bis zum Tod im eigenen Haus zu pflegen.

In den meisten Familien muss nicht nur der Vater, sondern beide Elternteile arbeiten, damit die Raten für das Haus bezahlt und die Studiengebühren für die Kinder zurückgelegt werden können. In Osteuropa ist die Situation anders. Dort pflegen noch die meisten Familien ihre älteren Familienmitglieder selbst, weshalb viele auch ohne akademischen Grad die Pflege der Senioren beherrschen.

Die externe Fachkraft wird als Familie im Haushalt aufgenommen und ist von Beginn an, ein wichtiger Ansprechpartner rund um die Pflege und Betreuung des Seniors.

Leistungen der Seniorenbetreuung

Es gibt in der Schweiz und auch in Deutschland Agenturen, die Pflegekräfte an Haushalte vermitteln. Mit mindestens einer dieser Agenturen müssen Angehöre eines Pflegebedürftigen Kontakt aufnehmen und einen Beratungstermin vereinbaren. Die Agentur unterbreitet der Familie Vorschläge, die sich für ein Leistungspaket und für eine Pflegekraft entscheidet.

Zunächst gilt für beide Seiten die Probezeit. Nur wenn die Familie und der Senior mit der Pflegekraft gut auskommen, bleibt diese im Haushalt, solange sie benötigt wird. Die Seniorenbetreuung umfasst unter anderem folgende Aufgaben:

  • Einkaufen
  • Arztbesuche
  • Beschäftigungszeit (Gestaltung der Freizeit)
  • Haushaltsaufgaben
  • Pflege des Seniors (je nach Pflegestufe)

Weitere Leistungen sind zwischen den Vertragsparteien zu vereinbaren. Die Kostenübernahme für die Seniorenbetreuung ist mit der Gesundheits- und Pflegekasse abzuklären, des Weiteren ist zu ermitteln, ob der Senior noch anderweitige Versicherungsansprüche geltend machen kann. Die Differenz ist von der Familie zu übernehmen.

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