Hornissenstich: DAS müssen Sie jetzt tun

Hornissenstich: DAS müssen Sie jetzt tun

Entwarnung: Hornissen sind sehr scheu und stechen selten. Sollten Sie doch einmal von einer gestochen werden, haben wir hilfreiche Tipps für Sie.

Hornissenstich: So behandeln Sie richtig

Zwar stechen Hornissen nur selten, dafür sind die Stiche der Wespenart allerdings auch sehr schmerzhaft. Hornissengift ist nicht giftiger als Bienengift. Es ist daher auch ein Irrglaube, dass Hornissenstiche besonders tödlich seien. Im Volksweisheiten hieß es früher lange Zeit, dass bereits drei Hornissenstiche tödlich für einen Menschen seien. Dies ist falsch. Für Menschen, die keine Bienen- oder Wespengiftallergie haben, sind Hornissenstiche in der Regel nicht lebensgefährlich.

Stich in Rachen, Mund und Augen – Sofort Notarzt rufen!

Werden Sie allerdings im Mund oder im Rachen gestochen, weil Sie etwa eine Biene, Wespe oder Hornisse beim Essen oder Trinken verschluckt haben, besteht unmittelbare Gefahr. Durch die normale Schwellungsreaktion können Atemprobleme entstehen. Rufen Sie sofort einen Krankenwagen, wenn Sie im Rachen gestochen wurden. Kühlen Sie Rachen und Hals durch kalte Auflagen und Eiswürfellutschen, bis der Rettungswagen eingetroffen ist. Auch Stiche im oder am Auge können eine notärztliche Behandlung nötig machen.

Wurden Sie an anderen Körperstellen von einer Hornisse gestochen und sind nicht allergisch auf das Insektengift, können Sie den Einstich auch selbst versorgen.

  • Einstichstelle erstversorgen: Einen Hornissenstich merken Sie sofort. Der Stich ist sehr schmerzhaft. Zwar können Hornissen mehrfach zustechen und ziehen ihren Stachel nach dem Stich in der Regel wieder aus der Wunde, es kann aber auch vorkommen, dass der Stachel in der Wunder stecken bleibt. In diesem Fall müssen Sie ihn vorsichtig entfernen. Nutzen Sie Fingernägel, Pinzetten oder andere Utensilien, achten Sie aber darauf, den Stachel beim Herausziehen nicht zu stark zusammenzudrücken. Dadurch könnten Sie im Stachel verbliebenes Gift in die Einstichstelle drücken und eine stärkere Reaktion Ihres Körpers begünstigen.
  • Wunde säubern und desinfizieren: Reinigen Sie die Einstichstelle mit desinfizierenden Tüchern, Desinfektionsspray oder reinem Alkohol. Haben Sie kein Desinfektionsmittel zur Hand, können Sie auch kaltes Leitungswasser verwenden, um die Wunde zu spülen und Gift auszuwaschen.
  • Einstichstelle kühlen: Durch äußere Kälte ziehen sich die Blutgefäße rund im die Einstichstelle zusammen. Das Gift kann sich nun nicht mehr großflächig verteilen. Mit Kälte wirken Sie auch der Schwellung entgegen. Legen Sie Eisakkus, Kühlpads oder in Küchenpapier eingewickelte Eiswürfel auf die Einstichstelle.
  • Mit Hausmitteln behandeln: Sie können mit altbewährten Hausmitteln für Linderung der Schmerzen und Schwellung sorgen. Reiben Sie eine frische, aufgeschnittene Zwiebel auf die Einstichstelle. Der entzündungshemmende Zwiebelsaft kann die Schwellung schneller abheilen lassen und gegen den starken Juckreiz helfen. Auch Quarkwickel oder Auflagen mit Apfelessig können wirksam gegen Hornissenstiche sein.

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Die besten Hausmittel nach Hornissenstichen

Um Schwellungen und Juckreiz nach dem schmerzhaften Stich zu lindern, empfehlen sich

  • Zwiebel
  • Essig
  • Tonerde und Heilerde
  • Aloe vera

Bevor Sie aber den Stich mit Hausmitteln versorgen, sollten Sie die Einstichstelle mit Wärme behandeln. Ein kurz erhitzter Esslöffel auf die Einstichstelle gedrückt kann helfen, die körpereigene Histaminausschüttung zu stoppen. Dadurch wird die allergieähnliche Reaktion abgeschwächt. 

Hornisse, Biene, Wespe: Was hat mich gestochen?

Der Sommer gehört den Insekten. Neben Hummeln, Mücken und Libellen schwirren und brummen viele andere Insekten durch die warme Sommerluft und begleiten uns Menschen in der freien Natur scheinbar auf Schritt und Tritt. Die wahrscheinlich unbeliebtesten dieser Flugbegleiter sind Hornissen. Schon beim Anblick der riesigen gelb-orangen Hornissen wird den meisten Menschen Angst und Bange. Hinzu kommt, dass sich hartnäckige Gerüchte über die vermeintliche Aggressivität und Gefährlichkeit von Hornissen halten. Doch seien Sie beruhigt: Hornissen sind extrem menschenscheu und flüchten in den allermeisten Fällen vor uns. Nur in seltenen Ausnahmesituationen verteidigen sich Hornissen mit Stichen gegen Menschen. So selten Hornissenstiche aber auch sind: Die Stiche sind sehr schmerzhaft. Hornissengift enthält schmerzverstärkende Stoffe.

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Einige Menschen haben aufgrund von Allergien oder traumatischen Sticherfahrungen in der Kindheit mitunter panische Angst vor allem, was im Sommer durch die Luft fliegt. Zwischen Hornisse, Wespe und Biene wird dann generell kaum noch unterschieden. Dabei sollte man durchaus einige Charakteristika der Insekten kennen, um sein eigenes Verhalten und den Umgang mit den potenziell gefährlichen Stechern anzupassen.

Bienen erkennen Sie am runden, haarigen Körper. Sie wirken im Vergleich zu Wespen und Co. geradezu dicklich. Bienen können nur ein einziges Mal stechen. Nach dem Stich stirbt die Biene. Ihr Stachel bliebt mitsamt einer Giftdrüse in der Haut stecken. Selbst wenn die Biene schon tot ist, kann die Drüse noch eigenständig Gift durch den Stachel in die Haut pumpen.

Wespen haben einen haarlosen, dreiteiligen Körper. Kopf, Brust und Hinterleib. Sie können die Insekten an der charakteristischen gelb-schwarzen Färbung erkennen. Wespen können mehrfach zustechen und nutzen ihren Stachel aktiv bei der Jagd. Sie werden vom Duft unseres Essens magisch angelockt und sorgen im Sommer für manch einen unangenehmen Stich.

Hornissen gehören zur Familie der Wespen. Sie sind zwar größer als normale Wespen, dafür aber auch sehr scheu und nicht an unserem Essen interessiert. Sie meiden Menschen für gewöhnlich. Hornissen erkennen Sie an der typischen braun-schwarzen Färbung des Kopfes und der Brust. Nur der Hinterleib ist gelb-schwarz gefärbt. Einen Hornissenstich erkennen Sie an den klassischen Reaktionen wie:

  • starke Schwellung
  • brennender, drückender Schmerz an der Einstichstelle
  • großflächiger Juckreiz um die Einstichstelle
  • Hautrötung um die Einstichstelle mit sehr großem Durchmesser

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Im Video: So friedlich sind Hornisse wirklich

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