Hautstraffung: Wenn das Bindegewebe erschlafft

Hautstraffung: Wenn das Bindegewebe erschlafft

Beispielsweise nach einer Gewichtsabnahme ist eine Hautstraffung eine Möglichkeit, um überschüssige Haut loszuwerden. Wir erklären, welche verschiedenen Arten der Hautstraffung es gibt. 

Frau in Unterhose
© Pexels/Anna Tarazevich
Eine Hautstraffung kann unter anderem an der Bauchdecke oder der Brust durchgeführt werden. 

Bei einer Hautstraffung werden überschüssiges Haut- und Fettgewebe entfernt. Das entsteht oftmals in Folge einer starken Gewichtsabnahme. Viele Frauen kennen das Problem aber auch nach einer Schwangerschaft.

Überschüssige Haut gibt es aber auch an den Oberschenkeln und an den Oberarmen, wo die Zeichen des Älterwerdens sich beispielsweise als die unliebsamen Winkearme zu erkennen geben. Wenn Sie mit diesen schlaffen Hautlappen nicht leben wollen, ist eine Beauty-OP für eine Hautstraffung der beste Weg, eine optische Verjüngung der entsprechenden Körperbereiche zu erzielen.

Für eine harmonische Körperform: Die Bauchdeckenstraffung

Wer viel Gewicht verloren oder ein Kind geboren hat, kennt das: Zurück bleibt oftmals hängende und überdehnte Haut am Bauch. Mit einer Bauchdeckenstraffung bleibt das Ideal einer straff und natürlich aussehende Bauchdecke kein Traum mehr.

Für die Entfernung einer großen Fettschürze ist dabei eine komplette Bauchdeckenstraffung die erste Wahl. Haben Sie jedoch nur überschüssige Haut vor allem am Unterbauch, ist eine Mini-Bauchdeckenstraffung angeraten. Der Vorteil: Diese Beauty-OP ist ein wesentlich kleinerer Eingriff, bei dem nicht einmal eine Vollnarkose notwendig ist. Zudem kann der Bauchnabel an seiner ursprünglichen Position verbleiben.

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Body Contouring für den Hintern: Die Postraffung

Kim Kardashian, Jennifer Lopez & Co.: Sie haben die wohl bekanntesten Knack-Pos in der Showbranche und das nicht von ungefähr. Ein straffer und praller Hintern gehört für viele Menschen zum Schönheitsideal. Ungünstig nur, dass auch die Gesäßhaut aufgrund des Alters und nach einer starken Gewichtsreduktion erschlafft. Hier kommt die Postraffung ins Spiel, bei der überschüssige Haut entfernt wird, mit dem Ziel den Hintern zu straffen.

Vermutlich ist Ihnen im Zusammenhang mit der Postraffung auch schon einmal der Begriff Brazilian But Lift begegnet. Bei diesem –- nicht ganz unumstrittenen - Eingriff wird die Straffung des Gesäßes mit einer Fettabsaugung verbunden. Die Fettabsaugung erfolgt allerdings nicht am Po, sondern an einer anderen Körperstelle. Das abgesaugte Eigenfett wird dann wiederum dafür genutzt, um den Hintern zu vergrößern, wobei gleichzeitig die Haut gestrafft wird.

Tschüss „Winkearme“: Die Oberarmstraffung

Auch die sogenannten „Winkearme“ missfallen vielen Frauen ab 40. Die schlaff hängende Haut an den Oberarmen stört eben nicht nur beim Winken, sondern auch dann, wenn Sie ärmellose Bekleidung tragen möchten. Für die erschlaffte Haut kommt eine Oberarmstraffung infrage, bei der die überflüssige Haut und Fettgewebe operativ entfernt werden.

Im Ergebnis erscheinen Ihre Arme wieder straff, Sie erhalten ein jugendlicheres, sportlicheres Aussehen und die Hemmung, ärmellose Tops zu tragen, gehört der Vergangenheit an.

Bodylifting: Fettabsaugung und Hautstraffung

Eine Ganzkörperstraffung, auch Bodylifting genannt, ist dann angeraten, wenn nach einer starken Gewichtsreduzierung beispielsweise eine deutliche Fettschürze entstanden ist. Ein Bodylift ist die umfangreichste Operation in der Schönheitschirurgie, der stationär unter Vollnarkose erfolgt und bis zu 6 Stunden dauert.

Das Bodylifting geht auf den amerikanischen Arzt Ted Lockwood zurück, der diese OP in den 1990er Jahren entwickelt hat. Daher wird sie auch Lockwood-Methode genannt. Die Körperstraffung kombiniert mehrere Methoden zur Hautstraffung, oft gemeinsam mit einer Fettabsaugung, sodass es dem Operateur möglich ist, die komplette Körperform zu ändern.

Die Ergebnisse sind sensationell. Celebrities wie Promi-Auswanderin Patricia Blanco oder Ex-DSDS-Star Aline Bachmann haben ein mehr oder weniger komplettes Bodylifting hinter sich, Bauch-, Po- und Armstraffung inklusive und gehen heute mit einem völlig neuen Körpergefühl und enormen Selbstbewusstsein durchs Leben.

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Mit einer Bruststraffung zu mehr Lebensqualität

Neben einem flachen Bauch, einem knackigen Po und straffen Oberarmen steht eine weitere Beauty-OP ganz oben in der Rangliste: Die Bruststraffung; schließlich ist ein wohlgeformter Busen das Symbol für die Weiblichkeit und Schönheit schlechthin.

In der Realität ist es allerdings so, dass das Alter, eine starke Gewichtsreduzierung, eine Schwangerschaft oder auch die Stillzeit die Brust der Frau stark verändern. Die Folge ist ein Hautüberschuss, der durch eine Bruststraffung, die in der plastischen Chirurgie als Mastopexie bezeichnet wird, beseitigt werden kann.

Frage an den Experten

Wie läuft eine Bruststraffung ab und bleiben Narben zurück?

Leider hinterlässt jede Operation auch Narben. Diesen Effekt versuche ich durch den Verzicht von Skalpellen zugunsten der Hochfrequenz-Elektro-Koagulationstechnologie bestmöglich zu minimieren, denn bei dieser Methode wird die Blutung dank des laserähnlichen Systems noch während der OP gestillt. Dadurch entsteht nur minimaler Schaden am vorhandenen Gewebe, was die Wundheilung optimiert und beschleunigt.

Für die Bruststraffung gibt es grundsätzlich drei verschiedene Schnittmuster: die zirkuläre Bruststraffung (auch „Benelli Methode“), die I-Schnittführung und den T-Schnitt.

Bei der zirkulären Bruststraffung sind die Brustwarzen der Patientin zwar an der richtigen Position, aber zu groß. Weil durch eine Gewichtsabnahme oder Schwangerschaft zu viel Haut vorhanden ist, kommt es in der Folge zu einem schlaffen Busen. Bei der nach dem italienischen Chirurgen Benelli benannten Methode macht der Operateur einen kreisförmigen Schnitt um den Brustwarzenhof und entfernt die überschüssige Haut. Durch die narbenminimierte Schnittführung bleibt lediglich eine Narbe am Rande der Brustwarze.

Eine weitere Art der Bruststraffung ist die sogenannte I-Schnittführung oder Lejour-Technik, bei der eine I-förmige Narbe entsteht. Diese Schnitttechnik wird angewendet, wenn großer Hautüberschuss und eine deutlich abgesunkene Brustwarze vorliegen. Um die Brustwarze wieder in die richtige Position zu bringen, werden Schnitte rund um die Brustwarze und senkrecht von der Brustwarze Richtung Unterbrustfalte vorgenommen („I-Schnitt“). Hier gibt es unterschiedliche OP-Techniken, die darauf abzielen, den Effekt der Bruststraffung möglichst lange haltbar zu machen.

Die aufwändigste Form der Bruststraffung ist der T-Schnitt, bei dem sehr viel Hautüberschuss und eine sehr weit abwärts stehende Brustwarze korrigiert werden. Wie der Name schon andeutet, ähnelt die Form dieser Schnittführung dem Buchstaben T. Der Schnitt beginnt am Brustwarzenhof, verläuft von dort senkrecht nach unten zur Brustunterfalte und wird an dieser links und rechts fortgesetzt.

Bei allen drei Methoden der Bruststraffungen gilt: Sobald die Narben weitestgehend verheilt sind, kann man sie mit Tattoo- oder Lasertechnik bearbeiten und nahezu unsichtbar machen.

Experte für Bruststraffung - Dr. med. Patrick Bauer

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