Pflege 11 Fragen zur täglichen Gesichtsreinigung

Es fühlt sich gut an, das Gesicht abends vom Staub des Tages und Schmink-Resten zu befreien. Aber wie gelingt das besonders sanft? Welche Neuheiten lohnen sich für welchen Hauttyp? vital.de beantwortet die 11 häufigsten Fragen zur täglichen Gesichtsreinigung.

11-fragen-zur-taeglichen-gesichtsreinigung

1. Ist Seife für mein Gesicht okay?

Leider nicht, denn ihr hoher pH­-Wert greift den Säureschutzmantel der Haut an und trocknet sie aus. Eine gute Alternative sind seifenfreie Waschstücke (Syndets), deren waschaktive Substanzen ebenfalls die Ober­flächenspannung des Wassers herabsetzen, sodass es nicht mehr von der Haut abperlt, sondern porentief reinigt. Gleichzeitig sind sie aber pH­-neutral, greifen den Schutzfilm also nicht an und enthalten zudem verschiedene Pflegezusätze: etwa feuchtigkeitsbindendes Panthenol und wundheilungsförderndes Allantoin für sensible Haut (z. B. „Sensitive Waschstück“ von Eubos, 125 g, ca. 4 Euro). Oder antiseptisches Zink oder entzündungs­hemmendes Kupfer gegen Unreinheiten (z. B. „Flexible Cleansing Meeresschlick­Wasch­ Syndet“ von La Mer, 100 g, ca. 8 Euro).

2. Sanft und gründlich - geht das überhaupt? 

Mehr als 60 Prozent aller deutschen Frauen stufen ihre Haut als leicht reizbar ein. Gleichzeitig haben aber viele von ihnen das Gefühl, dass ihr Teint nur mit viel Schaum und Wasser sauber wird. Ein Irrglaube, denn üppiger Schaum zeugt nur von viel Chemie. Und Leitungs­wasser kann sensible Haut durch seine Kalkrückstände reizen. Besser eignet sich bei einem empfindlichen Teint sogenanntes Mizellenwasser, eine der größten Kosmetik­-Neuheiten der letzten Jahre: Es enthält kugel­förmig angeordnete Moleküle, die Make­up­-Reste umhüllen und spielend leicht entfernen, ohne dass wir stark mit dem Kosmetiktuch aufdrücken müssten. Gleichzeitig stecken beruhigende Wirkstoffe darin wie kühlende Gurkenextrakte oder aufbauendes Thermalwasser. Eine gute Alternative – und praktisch für Flug­reisen – sind Reinigungspuder, die vor der Anwendung mit Wasser aufgeschäumt werden und ohne Konservierungsstoffe auskommen (z. B. „Spezialpflege Reini­gungspuder“ von Charlotte Meentzen, 50 g, ca. 12 Euro).

3. Verträgt meine Haut jede Reinigung?

Obwohl sie relativ robust ist, lassen sich ihr mit den falschen Reinigungshelfern Hautprobleme „anpflegen“. Zum Beispiel reagiert normale Haut auf Produkte, die für unreine Haut entwickelt wurden, schnell spröde – denn entfettende Wirk­stoffe sind viel zu aggressiv für sie. Bei zu reichhaltigen, eher für trockene Haut gedachten Wirkstoffkomplexen können die Poren verstopfen und Pickel entstehen. Besser sind sanfte, feuchtigkeitsspendende Reiniger – etwa ein mildes Waschgel, das gleichzeitig mit Aloe vera oder Rosenextrakt beruhigt und viel Feuchtigkeit spendet. Ein­ bis zweimal pro Woche freut sich normale Haut zudem über ein leichtes Peeling, das abgestorbene Zellschüppchen entfernt und den Teint wieder strahlen lässt. Wichtig ist, dass Sie es auf sauberer Haut anwenden und nicht zum Reinigen zweck­entfremden, denn Schmutz und Make­up nimmt es nicht so gründlich ab. Der ideale Zeitpunkt zum Peelen ist übrigens vor dem Schlafengehen – so kann sich die Haut über Nacht noch besser regenerieren.