Fit im Kopf Gehirnjogging - was ist das und wie kann es helfen?

Wer will nicht ein leistungsfähiges Gehirn bis ins hohe Alter? Genau das kann man mit Gehirnjogging erreichen. Die Aufgaben beim Gehirnjogging zeichnen sich dadurch aus, dass es immer neue kleine Aufgaben für die Gehirnzellen sind. Dadurch werden diese angeregt, neue Denkmuster zu entwickeln und genau das ist Gehirnjogging. 

gehirn

Wer schon in jungen Jahren regelmäßig seine kleinen grauen Zellen trainiert, hat eine weitaus geringere Wahrscheinlichkeit im Alter an Demenz zu erkranken. Also raus aus der Routine und die Gehirnzellen mit neuen Aufgaben trainieren.

Wie kann ich mein Gehirn trainieren?

Am Anfang sollte das Training in kleinen Einheiten getätigt werden. Also nicht mehr als 10 Minuten am Stück - das reicht schon aus. Jeder kann diese paar Minuten bequem in seinen Alltag integrieren. Wer beispielsweise den öffentlichen Nahverkehr nutzt, hat ausreichend Zeit mal Anderes zu probieren. Beispielsweise die Zeitung einfach mal falsch herum zu lesen. Dies wird einem zwar merkwürdige Blicke der anderen Fahrgäste einbringen, aber es ist Gehirnjogging vom Feinsten. Es macht keinen großen Sinn, ein Kreuzworträtsel nach dem anderen zu lösen. Meistens sind ja die Fragestellungen und damit auch die Antworten die Gleichen. Damit werden die Gehirnzellen nicht trainiert. Es gilt immer wieder Neues zu finden. Eine super Methode ist es auch, sein Gedächtnis zu trainieren, indem ihr euch kleine Geschichten ausdenkt. Nehmen wir mal an, es geht um den Einkaufszettel - das klassische Beispiel. Besorgt werden soll Waschmittel, Katzenfutter, Brot und ein wenig Schinken. Das untrainierte Gehirn wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Artikel schon im Supermarkt vergessen haben. Wer allerdings Fitnesstraining macht, wird diesen Einkaufszettel in Bildern denken. Um bei unserem Beispiel zu bleiben, könnte die Katze den Schinken fressen, am Brot ein wenig knabbern, dabei die Decke von der Couch beschmutzen, die man dann waschen muss. Auch andere Dinge, beispielsweise Namen, kann man sich mit diesen Geschichten, einfach besser merken. Alles was ungewohnt ist, regt unsere Gehirnzellen an und aktiviert sie. Daher sollte jeder versuchen immer mal wieder aus der Routine "auszubrechen". Warum nicht einfach mal die morgendliche Zahnpflege mit links machen. Da müssen sich grauen Zellen schon anstrengen, um dies zu bewältigen. Aber das Schöne ist, je öfter wir aus diesen Routinehandlungen ausbrechen, desto flexibler werden die Gehirnzellen. Sie stellen sich immer besser und schneller auf neue Situationen ein.

Für wen ist Gehirnjogging geeignet?

Für jeden in jedem Alter. Der Schüler wird mit regelmäßigem Training leichter lernen. Der ältere Mensch wird seine zunehmende Vergesslichkeit verbessern. Aber auch viele Menschen in mittleren Jahren leiden immer mehr an Vergesslichkeit. Hier sollte frühzeitig gegengesteuert werden. Das Wissen was wir in 30 oder mehr Jahren erworben haben, rufen wir ja praktisch automatisch ab. Der Autofahrer weiß im Schlaf, wo die Kupplung ist und die Köchin braucht für Pfannkuchen auch kein Kochbuch mehr zu Rate ziehen. Um unsere grauen Zellen wirklich fit zu halten, müssen neue Aufgaben gestellt werden. Sicher fällt es Senioren schwerer eine neue Fremdsprache zu erlernen als dem Schüler. Daher ist es auch wichtig, die Aufgaben so altersgerecht wie möglich zu gestalten. Klein anfangen ist hier der richtige Weg. Wer schon länger aktiv Gehirnjogging betreibt, kann mit der Zeit an größere Aufgaben herangehen. Ganz wichtig ist es, nicht zu ehrgeizig zu werden. Es soll in erster Linie Spaß machen. Denn nur wer Spaß an der Sache hat, wird ein dauerhaftes Gehirnjogging betreiben.

Welche Vorteile habe ich denn durch Gehirnjogging?

Einige der Vorteile wurden ja bereits genannt. Der Schüler wird leichter lernen. Die Wahrscheinlichkeit später an Demenz zu erkranken sinkt drastisch. Aber auch in unserem täglichen Leben bringt diese Art des Trainings viele weitere Vorteile. Wer noch im Arbeitsleben steht, wird mit der Zeit feststellen, dass die Arbeit einfach leichter von der Hand geht. Auch Freunde und Kollegen werden die Veränderungen positiv bemerken. Die kleinen grauen Zellen anzuregen bringt auch eine Menge Lebensfreude mit sich. Der ältere Mensch wird erkennen, zu welchen Leistungen er geistig noch in der Lage ist. Mit der Zeit werden die Aufgaben die man sich selber stellt, immer anspruchsvoller.

Wie finde ich den richtigen Anfang?

Wer Gehirnjogging probieren möchte, findet im Internet vielfältige Anregungen hierzu. Da gibt es die unterschiedlichsten Aufgaben, die es zu lösen gilt. Manchmal muss man hierfür um die Ecke denken - aber das regt die Gehirnzellen auch am besten an. Auch die Literatur ist an diesem interessanten und wichtigen Thema nicht vorbei gegangen. Hier lohnt sich der Besuch einer guten Bücherei. Auch hilft es sich mit anderen auszutauschen. Sicher hat man im Freundeskreis Menschen, die man schon immer bewundert hat. Es ist erstaunlich wieviel Wissen manche Menschen haben und was diese sich alles merken können. Eventuell ist dies jemand der schon lange sein Gehirn trainiert.

Fazit

Durch Gehirnjogging werdet ihr euch nicht von heute auf morgen alles merken können. Aber da ihr euer Gehirn zwingt anders herum zu denken, ist die Chance groß, dies in absehbarer Zeit zu können. Das Schöne am Gehirnjogging ist: hier ist jeder für sein Ergebnis selber verantwortlich. Es gibt kein richtig oder falsch.

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