26. Juli 2021
Nachhaltige Parfums: Achtung bei den Inhaltsstoffen

Nachhaltige Parfums: Augen auf bei den Inhaltsstoffen

Ob blumig-fruchtig, pudrig oder würzig – wir alle haben uns ganz eigenen Duftvorlieben bei Parfums. Leider ist die Mehrheit unserer liebsten Düfte alles andere als nachhaltig und in vielen Flakons stecken gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe. Worauf Sie beim Kauf eines „cleanen“ Parfums achten müssen, verraten wir Ihnen genauer.

Wir waschen unsere Haare mit festem Shampoo, putzen unsere Zähne mit der Bambuszahnbürste oder benutzen wiederverwendbare Pads zum Abschminken. Wir versuchen zunehmend unsere tägliche Pflegeroutine nachhaltiger zu gestalten. Doch bei Parfums gibt es noch ordentlichen Nachholbedarf. 2012 hatte die Europäische Kommission bemängelt, dass die enthaltenen ätherischen Öle in Parfums zu nachweisbar allergischen Reaktionen auf der Haut führen können. Im August 2017 wurden die drei Duftstoffe Lyral, Atranol und Chloratranol endlich verboten. Parfüms, die diese Duftstoffe enthalten, dürfen nur noch bis Ende 2021 verkauft werden.

Bedenkliche Inhaltsstoffe in herkömmlichen Parfums

Doch leider gibt es noch weitere Problematiken: Viele Parfums enthalten den UV-Filter Ethylhexylmethoxycinnamat, der dafür sorgt, dass auch bei starker Sonne das Parfum gut duftet. Obwohl dieser im Verdacht steht, hormonell zu wirken, ist er häufig Bestandteil von Parfums. In Sonnencremes ist er schon nicht mehr zu finden. Auch der Moschusduft wird zunehmend aus dem Flacon verbannt, da er nur schwer biologisch abbaubar ist und ins Grundwasser gelangt. Außerdem kann sich Moschus im Körper anreichern, er konnte in Muttermilch nachgewiesen werden. Die künstlichen Farbstoffe in den Flakons sind ebenfalls alles andere als gesund, da sie allergieauslösend und potentiell krebserregend sind.

Nachhaltige Parfüms: Auf diese Inhaltsstoffe sollten Sie achten

Wer auf nachhaltige oder auch cleane Düfte zukünftig setzen möchte, sollte bei der Komposition des Duftes auf natürliche Inhaltsstoffe achten. Dazu gehören Öle, Essenzen oder Extrakte von Naturstoffen wie Blüten oder Hölzern. Zudem sollte keinerlei Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthalten sein. Flacon und Verpackung sollten aus recycelbar sein und die Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. So ganz ohne Chemie geht es leider nicht, da das Herstellen eines Parfums nun mal ein chemischer Prozess ist, für den Alkohol benötigt wird. Aber grundsätzlich gilt: Je weniger synthetische Substanzen enthalten sind, desto schonender für die Haut. Längst gibt es Parfums nicht mehr im Sprüh-Flakon – einige Hersteller bieten feste oder Creme-Düfte an, die meist ohne Alkohol auskommen.

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