AHA- & BHA-Säuren: kosmetische Peelingsäuren im Überblick

AHA- & BHA-Säuren: kosmetische Peelingsäuren im Überblick

Während Säurepeelings bis vor einiger Zeit hauptsächlich aus Kosmetikstudios bekannt waren, hat sich der Markt an Produkten für den Heimgebrauch stark erweitert – glatte, reine Haut mit feinen Poren und jede Menge Glow sind die Hauptargumente, mit denen die sauren Beauty-Helfer aufwarten. Was Sie zu AHA-Säure und BHA-Säure wissen sollten, lesen Sie in den folgenden Abschnitten!

Professionelles Säurepeeling mit Retinol
© Vagengeym_Elena/iStock
Säurepeelings sind längst auch für den Heimgebrauch erhältlich.

AHA-Säure – sanftes Peeling für eine ebenmäßige, strahlende Haut

Chemische Peelings sind ein echter Liebling der Beauty-Begeisterten, da sie abgestorbene Hautschüppchen (anders als mechanische Peelings) sanft und ohne Reibung abtragen. AHA steht hierbei für Alpha-Hydroxysäure: Diese natürlich vorkommende Säure, die beispielsweise aus Obst gewonnen wird, ist ein beliebter Wirkstoff, um die Haut weich und frisch wirken zu lassen. AHA-Säure löst nämlich die Bindungen, welche tote Hautschuppen an der Oberfläche der Epidermis haften lassen. Auf diese Weise macht ein fahler, unebener Teint Platz für ein gesundes Strahlen, mehr Elastizität und eine verbesserte Hautfeuchtigkeit. Regelmäßige Peelings fördern den Regenerationsprozess der Haut und somit auch die Kollagenproduktion – deswegen sind insbesondere chemische Peelings mit AHA-Säure auch hervorragend geeignet, um Zeichen der vorzeitigen Hautalterung zu mindern. Ein weiterer Vorteil von AHAs: Nach der „Schälkur“ steigert sich die Aufnahmefähigkeit der Haut, sodass die nachfolgend aufgetragenen Produkte besser eindringen und somit auch wirken können. Dabei gibt es, je nach Hautbedürfnis, verschiedene Arten von AHA-Säuren, aus denen Sie wählen können.

Mandelsäure (Mandelic Acid)

Bei der Mandelsäure handelt es sich um eine AHA-Säure, die allgemein als mild und auch für sensible Haut gut verträglich gilt. Das liegt an ihrer großmolekularen Struktur, durch welche sie die oberste Hautschicht nur langsam durchdringt. Als AHA-Säure ist ihre Wirkung dennoch nicht zu unterschätzen: Obwohl es sich bei Mandelsäure um eine vergleichsweise sanfte Form des chemischen Peelings handelt und sie somit seltener Reizungen verursacht, kann sie im Hinblick auf ihre Wirkung dennoch mit anderen Säuren mithalten. Darüber hinaus ist sie als einzige AHA-Säure auch fettlöslich, was bedeutet, dass sie in die Poren eindringen und die Haut somit besonders gründlich reinigen kann. Zusätzlich birgt Mandelsäure noch weitere, spezifische Vorteile:

  • Antibiotische und antibakterielle Wirkung
  • Antientzündliche und entzündungshemmende Eigenschaften
  • Sorgt für einen ebenmäßigen Hautton
  • Auch in höheren Konzentrationen (z.B. 10%) gute Verträglichkeit

Dadurch, dass Mandelsäure Bakterien ihren Nährgrund entzieht und fettlösend wirkt, eignet sie sich hervorragend für unreine, aber empfindliche Haut. Natürlich können aber auch alle anderen Hauttypen von dem sanften Peeling profitieren. Durch ihre Hautton-ausgleichende Wirkung können auch Pickelmale oder andere Pigmentierungsstörungen sehr gut gemildert werden. Das EX-FOLIATE AHA-Serum von REFLECTIVES® nutzt Mandelsäure in einer Konzentration von 10 Prozent, was das Produkt besonders wirksam gegen Unreinheiten, Hyperpigmentierung und weitere Unebenheiten (wie z.B. Pickelmale) macht. Durch die Kombination mit Niacinamid, einem weiteren, sehr effektiven Hautpflege-Wirkstoff, wird die Hautbarriere gestärkt und ihr Erscheinungsbild sichtbar verfeinert.

Glycolsäure (Glycolic Acid)

Glycolsäure ist schon seit Jahrzehnten eine feste Größe im Bereich chemischer Peelings – und bisher vor allem als Treatment in Kosmetikstudios oder Schönheitspraxen bekannt. In letzter Zeit finden sich auf dem Markt jedoch immer häufiger (niedriger dosierte) Produkte für die Heimanwendung, mit denen sich verschiedene Unregelmäßigkeiten der Haut korrigieren lassen. Meist aus Zuckerrüben hergestellt, kann Glycolsäure Ihnen (genau wie alle AHA-Säuren) zu einer glatten, strahlenden Haut und einem rosigen Teint verhelfen. Glycolsäure verfügt über die kleinsten Moleküle, weshalb sie die Epidermis am schnellsten passieren kann und somit besonders effektiv wirkt. Allerdings ist dies ebenfalls der Grund, weshalb eine zu hohe Konzentration oder zu häufige Anwendung Reizungen verursachen kann. Wer empfindliche Haut hat, sollte also lieber auf großmolekulare Säuren wie Milchsäure oder Mandelsäure zurückgreifen. Menschen mit unempfindlicher Haut können dank der Power der Glycolsäure verschiedene Hautprobleme angehen:

  • Sonnenschäden
  • Trockene, fahle und/oder unebene Haut
  • Vergrößerte Poren
  • Unreinheiten und Pickelmale
  • Fältchen und feine Linien

Milchsäure (Lactic Acid)

Eine weitere, besonders milde AHA-Säure ist die Milchsäure, die ein Bestandteil des natürlichen Säureschutzmantels der Haut ist und ebenso in ihrem Feuchthaltesystem vorkommt. So kann sie unter anderem helfen, den pH-Wert der Haut zu stabilisieren. Als chemisches Peeling hat sie einen sehr milden Effekt, weshalb sie auch von empfindlicher Haut gut vertragen wird. Weitere Vorteile der Milchsäure sind unter anderem die Folgenden:

  • Feuchtigkeitsspendende Wirkung
  • Regelt den Bakterienhaushalt auf der Haut
  • Stimuliert die Kollagenproduktion
  • Wirkt gegen Verhornungen und Unebenheiten

BHA-Säure und ihre Wirkung – optimal für unreine Haut und mehr

Im Bereich der Hautpflege steht der Begriff BHA-Säure (Beta-Hydroxysäure) eigentlich ausschließlich synonym für Salicylsäure. Besonders hervorzuheben ist die hornhautlösende Wirkung dieses Acids – das macht sie besonders geeignet für Akne und fettige Haut, aber auch in der Fußpflege ist Salicylsäure beliebt. BHA-Säure dringt tiefer in die Hautschichten ein als AHA-Säure, weshalb sie besonders klärend und entzündungshemmend wirkt. Dank ihrer lipophilen Eigenschaften reinigt sie die Haut zudem porentief aus, was Mitesser und Pickel in ihrer Entstehung ausbremsen kann.

  • Weitere Vorteile der Salicylsäure:
  • Schmerzstillende Wirkung
  • Antiseptische Wirkung
  • Ebnet die Haut und sorgt für eine verbesserte Hautstruktur

AHAs & BHAs kombinieren – doppelte Power für schöne Haut

Grundsätzlich lassen sich AHAs und BHAs miteinander kombinieren. Wichtig ist jedoch (gerade für Einsteiger), die Haut nicht zu überfordern – schließlich handelt es sich immer noch um Säuren, die auf die Haut aufgetragen werden. Sanfte Produkte, beispielsweise mit Milchsäure oder Mandelsäure, lassen sich problemlos aufeinanderfolgend mit BHA-Säuren auftragen. Das EX-FOLIATE AHA SERUM von REFLECTIVES® kombiniert Mandel- und Salicylsäure sogar in einem Produkt, um effektiv gegen verschiedene Hautprobleme gleichzeitig vorzugehen. Die hochkonzentrierte Mandelsäure entfaltet ihre Kraft auf der Hautoberfläche und macht sie glatt, weich und leuchtend; die ebenso enthaltene Salicylsäure reinigt bis in die Poren und wirkt so in den tieferen Hautschichten. Bei starken Sonnenschäden, hartnäckigen Unreinheiten oder weiteren kosmetischen Bedürfnissen, die einen höheren Grad der Exfolierung erfordern, sind Kombi-Produkte aus diesem Grund optimal. Eine weitere Möglichkeit, AHA und BHA gemeinsam zu nutzen, ist, sie abwechselnd an verschiedenen Tagen zu verwenden. Dies ist besonders bei aggressiveren AHA-Säuren angeraten wie etwa der Glycolsäure.

Wie Sie AHA- und BHA-Säuren in Ihre Pflegeroutine einbauen

In welchem Step der Beauty-Routine sollte AHA-Säure verwendet werden? Worauf gilt es bei BHA-Säure zu achten? Wer neu in die Materie der AHA- und BHA-Säuren einsteigt, sieht sich zunächst vor viele Fragen gestellt. Dieser Respekt ist verständlich, da eine falsche oder übermäßige Anwendung sich negativ auf die Haut auswirken kann – Rötungen, Reizungen oder trockene Stellen sind oftmals das Ergebnis einer falschen Anwendung von kosmetischen Säuren. Um sich schon nach wenigen Wochen über schöne Haut freuen zu dürfen, sollten Sie deswegen einige goldene Regeln befolgen

  • Die beste AHA- oder BHA-Wirkung erreichen Sie, indem Sie das Serum auf die gründlich gereinigte und trockene Haut auftragen. Hierfür bietet sich eine milde Reinigungsmilch & Make-up Entferner an, mit welchem Sie Ihre Haut für die nachfolgende Pflege vorbereiten können. Beim Auftrag chemischer Peelings sparen Sie die Augenpartie aus, da die Haut hier besonders dünn und empfindlich ist.
  • Wie häufig chemische Peelings angewendet werden sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab (Säurekonzentration, Empfindlichkeit der Haut, etc.). Für den Einstieg empfiehlt es sich, AHA- und BHA-Säure ein- bis zweimal wöchentlich anzuwenden. Die Häufigkeit und/oder die Konzentration lassen sich nach einer Eingewöhnungszeit steigern.
  • Nach der Anwendung von AHA- und BHA-Säuren sollten Sie eine Feuchtigkeitscreme auftragen, um die Haut zu beruhigen. Inhaltsstoffe wie Panthenol eignen sich hierfür am besten.
  • Chemische Peelings machen die Haut kurzfristig lichtempfindlicher, was das Risiko für Pigmentflecken, Sonnenbrand und sogar Hautkrebs erhöht. Aus diesem Grund sollten sie vorrangig abends verwendet werden. Tagsüber ist ein gutes Sonnenschutzmittel mit einem entsprechend hohen Lichtschutzfaktor Pflicht.
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