
Entgegen aller Bemühungen verzeichnet die globale Gesundheitsgemeinschaft einen beunruhigenden Anstieg der Masernfälle. Die jüngsten Daten offenbaren eine erschreckende Realität – die Zahl der Infektionen ist weltweit um 20 Prozent in die Höhe geschnellt.
Steigende Maserninfektionen, aber sinkende Todeszahlen
Weltgesundheitsorganisation ruft zur Masernimpfung auf: 22 Millionen Kinder nicht geimpft
Welche Risiken birgt eine Maserninfektion?
Eine Maserninfektion birgt erhebliche Risiken und kann zu schweren gesundheitlichen Komplikationen führen. Zu den häufigsten Komplikationen, die bei etwa 10 bis 20 Prozent der Erkrankten auftreten, gehören Mittelohrentzündungen, Bronchitis, Lungenentzündungen und Durchfallerkrankungen. Diese können die Genesung erheblich verzögern und zusätzliche medizinische Behandlungen erforderlich machen.
Darüber hinaus gibt es schwerwiegendere Komplikationen, die auftreten können. Eine akute Enzephalitis, also eine Entzündung des Gehirns, tritt in etwa einem von 1.000 Fällen auf und kann mit einer Sterblichkeitsrate von 10 bis 20 Prozent verbunden sein. Zudem leiden 20 bis 30 Prozent der Überlebenden unter bleibenden neurologischen Schäden.
Eine besonders gefürchtete späte Komplikation ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), die bei etwa einer von 5.000 bis 10.000 Infektionen auftritt. Diese Erkrankung entwickelt sich Jahre nach der Maserninfektion und verläuft in jedem Fall tödlich.
Besonders gefährdet sind Kinder unter fünf Jahren sowie immungeschwächte Personen, bei denen das Risiko für schwere Verläufe und eine erhöhte Sterblichkeit deutlich steigt. Zudem kann eine Maserninfektion das Immunsystem langfristig schwächen, was das Risiko für andere Infektionen in den folgenden Jahren erhöht.