Körperpflege Was passieren kann, wenn Sie NICHT täglich duschen

Für die meisten von uns ist es ganz normal, täglich zu duschen – und das ist auch gut so! Wir verraten Ihnen, was mit Ihrer Haut passieren kann, wenn Sie auch nur einen Tag auf diese Routine verzichten.

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Heute mal ohne Dusche? Kann man machen – muss man aber nicht. Auf das Duschen zu verzichten wird Sie zwar nicht umbringen, aber es geschehen dann mehrere Dinge mit dem Körper, die nicht gerade sonderlich appetitlich sind. Wir verraten Ihnen, welche das sind:

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Nicht täglich duschen – Welche Konsequenzen das hat

1. Bakterien und Pilze breiten sich aus

Wir tragen zeitweise rund 1.000 Arten von Bakterien und 40 Arten von Pilzen auf unserem Körper. Auch wenn die meisten Bakterien gut für uns sind, müssen wir täglich duschen, damit die schlechten nicht Überhand gewinnen und uns krank machen.

2. Pickel entstehen

Wenn wir unsere Haut nicht regelmäßig von Verschmutzungen und Talg befreien, verstopfen sich unsere Poren und Mitesser enstehen. Gelangen Bakterien in die Poren, können sich die Talgdrüsen entzünden. So entstehen Pickel. Das Immunsystem reagiert darauf und schickt weiße Blutkörperchen zur Entzündugsstelle, um die Bakterien abzuwehren. Es bildet sich Eiter, den wir als weißen Fleck auf dem geröteten Pickel wahrnehmen.

3. Es entwickelt sich ein unangenehmer Körpergeruch

Sie denken, dass Schweiß der Übeltäter ist, der unangenehme Gerüche verursacht? Falsch gedacht! Der üble Geruch entsteht, wenn Bakterien auf der Haut den Schweiß in seine Einzelbausteine zersetzen. Es sind vor allem die langkettigen Fettsäuren, die u.a. zu stark riechender Ameisen- und zu stark nach ranziger Butter riechender Buttersäure abgebaut werden. Bis zu 30 schlechte Gerüche entstehen auf diese Art und Weise. Wer es mal nicht unter die Dusche schafft, sollte also zumindest eine Katzenwäsche in Betracht ziehen.

Achtung: Auch wenn einiges für eine tägliche Dusche spricht – übertreiben sollten Sie es dann doch nicht. Zu häufiges und vor allem zu langes Duschen trocknet die Haut aus, da es wichtige körpereigene Öle wegspült. Ein mildes Duschgel wie die Creme Soft Pflegedusche von Nivea oder das Neutral Dusch-Shampoo von lavera, ist der perfekte Begleiter für Ihre tägliche Körperpflege.

Täglich duschen trotz Neurodermitis?

Die tägliche Dusche ist aus dermatologischer Sicht empfehlenswert – solange es sich um eine gesunde, normale Haut handelt. Ist die Hautbarriere gestört, wie etwa bei einer sehr trockenen Haut oder gar bei Menschen mit Neurodermitis, sollte das Duschen und vor allem lange Bäder eingeschränkt werden. Hier raten Experten nicht zur täglichen Brause.
Bei einer gestörten Hautfunktion können sich nämlich leichter Ekzeme und Entzündungen bilden.

Morgens oder abends – Wann sollte ich duschen?

Unter gesundheitlichen Gesichtspunkten macht es laut Experten keinen Unterschied, ob wir morgens oder abends duschen. Wer allerdings über den Tag sehr aktiv ist und zu Hautunreinheiten neigt und/oder unter einer Tierhaarallergie leidet, ist besser beraten, abends zu duschen. So wird der Körper von Schmutz und Schweiß befreit. Für die Dusche am Abend spricht auch, dass sie beruhigend wirken und Stress lindern kann – dadurch lässt sich womöglich auch die Schlafqualität verbessern. 

Tipps für hautschonendes Duschen

  • Nur so lange wie nötig
  • Das Wasser zwischen dem Einseifen abstellen
  • Die Temperatur so kühl wie möglich halten, ideal sind um die 35° Celsius
  • Zu heißes Wasser, maximal 43° Celsius, entzieht der Haut wichtige Fette und macht sie trocken
  • Milde, pH-neutrale Seife verwenden und diese nur auf Achselhöhlen und Füße verteilen (restlichen Körper nur mit Wasser abspülen)
  • Nach dem Duschen nur sanft abtrocknen, nicht aggressiv trockenrubbeln
  • Die Haut mit einer rückfettenden Bodylotion eincremen, um Feuchtigkeit zu spenden

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Datum: 23.06.2020
 

Autor: Lara Rygielski