Homöopathie Gesundheit mit Schüßler-Salzen No. 1-5

Wenn ihm etwas fehlt, zeigt unser Körper das auf vielerlei Art. Mit der Antlitzdiagnose und etwas Übung finden Sie heraus, welche Schüßlersalze den Mangel ausgleichen.

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Freude, Überraschung, Ärger – unsere Gefühlslage offenbart sich unwillkürlich in einem Lächeln, einer hochgezogenen Augenbraue oder einem Stirnrunzeln. Aber uns stehen auch Hinweise auf den Zustand unserer Gesundheit ins Gesicht geschrieben. Nur etwas versteckter. Während wir schon als Kind lernen, unterschiedliche Emotionen auch ohne Worte zu deuten, bleiben wir bei Krankheitssignalen meist ahnungslos. Wir bringen gerade mal den grünlich-blassen Teint mit einem verdorbenen Magen in Verbindung und können sagen, dass jemand „irgendwie nicht so gut“ aussieht. Doch das geht wesentlich genauer. „Wenn dem Körper ein bestimmter Mineralstoff fehlt, zeigt sich das an verschiedenen Beschwerden und auch an körperlichen Anzeichen“, erklärt Heilpraktiker Günther H. Heepen. "Besonders gut lassen sie sich am Gesicht ablesen." Diesen Mangel behebt das passende Schüßlersalz. Um das richtige zu finden, nutzen erfahrene Ärzte und Heilpraktiker die Antlitzdiagnose. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Der Organismus bekommt mit dem Salz den fehlenden Mineralstoff und die Beschwerden lassen meist rasch nach. Klingt simpel, ist es auch. Wenn wir wissen, worauf wir zu achten haben, können sogar Laien die äußerlichen Haupt-Mangelzeichen anhand von Auffälligkeiten bei Farbe, Beschaffenheit oder Trockenheit der Haut deuten. Der Begründer der Biochemie, Dr. Wilhelm Schüßler (1821–1898), identifizierte insgesamt zwölf Hauptmittel, die sich alle in unseren Zellen nachweisen lassen. Falls Sie nun nachzählen und sich wundern, dass hier nur elf Schüßlersalze auftauchen: „Für das zwölfte (Calcium sulfuricum) lassen sich keine eindeutigen, seriösen Angaben machen“, räumt Günther H. Heepen ein. Sie können die Antlitzanalyse bei nächster Gelegenheit ausprobieren. Möglichst zu zweit: „Bitten Sie eine Freundin, nach den Anzeichen zu schauen. Das klappt erfahrungsgemäß besser, als wenn Sie sich selbst im Spiegel betrachten“, rät Günther H. Heepen. Ungeschminkt, versteht sich. Dann kann es losgehen mit der Nachhilfestunde im Fach „geheime Sprache des Körpers“. Vital.de nennt Ihnen für jedes Salz die wichtigsten körperlichen Indizien. Viel Spaß!

No. 1 Calcium fluoratum D12 (Flussspat)

Das Mineral Calcium fluoratum braucht der Körper für ein elastisches Bindegewebe, geschmeidige Gelenke und eine gut versorgte Haut.

Antlitzdiagnose: Achten Sie auf WÜRFELFALTEN UNTER DEN AUGEN vom inneren Augenwinkel bis zur Nase hin. Sie heißen so, weil sie quer und längs ausgerichtet sind. Unter diesen feinen Linien schimmert ein bläulicher oder rötlich-schwarzer Hautton durch, der sich bis zum Oberlid ausdehnen kann.

Das bessert sich: Die durch den Mangel verursachte Bänderschwäche hat Sie oft umknicken lassen. Das passiert seltener. Außerdem bildet sich weniger Hornhaut, die Haut verliert ihre Neigung, einzureißen, und das Bindegewebe gewinnt wieder an Festigkeit.

SO WENDEN SIE DIE SALZE AN

IM AKUTFALL können Sie in den ersten Stunden alle 15–30 Minuten je eine Tablette auf der Zunge zergehen lassen – bis Sie eine Besserung spüren. Zur weiteren Behandlung 3 x täglich 1–2 Tabletten lutschen.

BEI CHRONISCHEN ZUSTÄNDEN wenden Sie das entsprechende Salz kurartig über sechs Wochen an. Nehmen Sie während dieser Zeit 3 x täglich je 1–2 Tabletten ein.

No. 2 Calcium phosphoricum D6 (Phosphorsaurer Kalk)

Knochen und Zähne bestehen zum größten Teil aus Calcium phosphoricum. Der Mineralstoff bringt die Kraft zurück und hilft gut in der Rekonvaleszenz.

Antlitzdiagnose: BLASSER, BLEICHER TEINT – typisch bei einem Mangel an Kalziumphosphat. Diese fast wächsern aussehende Haut tritt zuerst an der Stirn- und Nasenpartie auf und breitet sich dann im ganzen Gesicht aus. Sogar die Ohren können dann wachsgelb aussehen.

Das bessert sich: Sind die Zellen wieder ausreichend mit Calcium phosphoricum versorgt, funktionieren auch die Erneuerungs- und Aufbauvorgänge im Körper wieder reibungslos. Krämpfe und andere muskuläre Beschwerden verschwinden, auch vegetative Störungen, z. B. Herzklopfen, Hitzewallungen oder Schlafstörungen, klingen ab. Wunden heilen besser.

No. 3 Ferrum phosphoricum D12 (Eisenphosphat)

Ferrum phosphoricum gilt als Salz für das Immunsystem. Das Akutmittel bei Infekten und Entzündungen hat die Aufgabe, das Blut mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

Antlitzdiagnose: Erkennen Sie DUNKLE SCHATTEN IM INNEREN AUGENWINKEL, bis etwa im ersten Drittel, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit ein Eisenphosphat-Mangel vor. In schweren Fällen röten sich Stirn und Ohren.

Das bessert sich: Wenn sich eine Erkältung anbahnt, werden die typischen Zeichen meist schon ein paar Tage zuvor sichtbar. Nehmen Sie dann Ferrum phosphoricum ein, können Sie den Ausbruch oft noch verhindern. Indem Sie den Mangel ausgleichen, vergehen Symptome wie Konzentrationsschwäche oder Mattheit, die allgemeine Widerstandskraft nimmt zu.

No. 4 Kalium chloratum D6 (Chlorkalium, Kaliumchlorid)

Der Mineralstoff spielt in der zweiten Phase von Entzündungsprozessen eine große Rolle für die Schleimhäute. Er regt den Stoffwechsel an und macht Entzündungsgifte unschädlich.

Antlitzdiagnose: Das Gesicht wirkt wie Alabaster, milchig-bläulich. Hauptmerkmal ist die „Augenbrille“, eine WEISSLICHE AUFHELLUNG UM DIE AUGEN wie nach dem Skiurlaub.

Das bessert sich: Ein intaktes, gut versorgtes Schleimhautsystem schützt vor Erkältungen und anderen Infekten. Auch chronische Entzündungen der Nebenhöhlen oder Magenschleimhaut klingen ab.

No. 5 Kalium phosphoricum D6 (Kaliumphosphat)

Kalium phosphoricum ist das Salz für Nerven und Psyche. In den Zellen fördert es die körperliche sowie seelische Widerstandskraft und versorgt den gesamten Organismus mit Energie.

Antlitzdiagnose: Eine fahle, ASCHGRAUE GESICHTSFARBE und dunkle Schatten unter den Augen treten auf, wenn ein Mangel an Kaliumphosphat vorliegt. Die Haut wirkt wie ungewaschen.

Das bessert sich: Wer unter einem sehr schwachen Allgemeinzustand leidet – psychisch oder physisch –, kommt mit Kalium phosphoricum wieder auf die Beine und findet zu altbekannter Stärke zurück. Ängste, Schreckhaftigkeit und Unruhe vergehen, auch nervöse Herzbeschwerden oder Hautjucken lassen wieder nach.