5. Mai 2016
Antlitzdiagnose

Antlitzdiagnose

Im Bereich der Schüssler Salze ist die Antzlitzanalyse ein häufig angewandtes Diagnoseverfahren, um herauszufinden welche Schüssler Salze unsere Beschwerden lindern können.

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© filmfoto/iStock
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Wenn ihm etwas fehlt, zeigt unser Körper das auf vielerlei Art. Mit etwas Übung und der Hilfe der Antlitzdiagnostik findet ihr auch selbst heraus, welche Salze euch in welchen Situationen helfen können.

Freude, Überraschung, Ärger – die Gefühlslage eines Menschen offenbart sich unwillkürlich in einem Lächeln, einer hochgezogenen Augenbraue oder einem Stirnrunzeln. Aber uns stehen auch Hinweise auf den Zustand unserer Gesundheit ins Gesicht geschrieben. Nur etwas versteckter. Während wir schon als Kind lernen, unterschiedliche Emotionen auch ohne Worte zu deuten, bleiben wir bei Krankheitssignalen meist ahnungslos. Wir bringen gerade mal den grünlich-blassen Teint mit einem verdorbenen Magen in Verbindung und können sagen, dass jemand „irgendwie nicht so gut“ aussieht. Doch das geht wesentlich genauer.

„Wenn dem Körper ein bestimmter Mineralstoff fehlt, zeigt sich das an verschiedenen Beschwerden und auch an körperlichen Anzeichen“, erklärt Heilpraktiker Günther H. Heepen. "Besonders gut lassen sie sich am Gesicht ablesen." Diesen Mangel behebt das passende Schüssler Salz. Um das Richtige zu finden, nutzen erfahrene Ärzte und Heilpraktiker die Antlitzdiagnose.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Der Organismus bekommt mit dem entsprechenden Mineralsalz den fehlenden Mineralstoff und die Beschwerden lassen meist rasch nach. Klingt simpel, und das ist es sogar auch. Wenn wir wissen, worauf wir zu achten haben, können sogar Laien die äußerlichen Symptome anhand von Auffälligkeiten bei Farbe, Beschaffenheit oder Trockenheit der Haut deuten. Der Begründer der Biochemie, Dr. Wilhelm Schüßler (1821–1898), identifizierte insgesamt zwölf Hauptmittel, die sich alle in unseren Zellen nachweisen lassen. Falls ihr nun nachzählt und euch wundert, dass hier nur elf Schüßler-Salze auftauchen: „Für das zwölfte (Calcium sulfuricum) lassen sich keine eindeutigen, seriösen Angaben machen“, räumt Günther H. Heepen ein.

Ihr könnt die Antlitzanalyse bei nächster Gelegenheit ausprobieren. Möglichst zu zweit: „Bitten Sie eine Freundin, nach den Anzeichen zu schauen. Das klappt erfahrungsgemäß besser, als wenn Sie sich selbst im Spiegel betrachten“, rät Günther H. Heepen. Ungeschminkt, versteht sich. Dann kann es losgehen mit der Nachhilfestunde im Fach „geheime Sprache des Körpers“. Wir nennen euch für jedes Salz die wichtigsten körperlichen Indizien.

Nr. 1 Calcium fluoratum D12 (Flussspat)

Das Mineral Calcium fluoratum braucht der Körper für ein elastisches Bindegewebe, geschmeidige Gelenke und eine gut versorgte Haut.

Symptome: Achtet auf Würfelfalten unter den Augen vom inneren Augenwinkel bis zur Nase hin. Sie heißen so, weil sie quer und längs ausgerichtet sind. Unter diesen feinen Linien schimmert ein bläulicher oder rötlich-schwarzer Hautton durch, der sich bis zum Oberlid ausdehnen kann.

Das bessert sich: Die durch den Mangel verursachte Bänderschwäche hat euch oft umknicken lassen. Das passiert seltener. Außerdem bildet sich weniger Hornhaut, die Haut verliert ihre Neigung, einzureißen, und das Bindegewebe gewinnt wieder an Festigkeit.

So wendet ihr die Salze an: Im Akutfall könnt ihr in den ersten Stunden alle 15–30 Minuten je eine Tablette auf der Zunge zergehen lassen – bis ihr eine Besserung spürt. Zur weiteren Behandlung 3 x täglich 1–2 Tabletten lutschen.

Bei chronischen Zuständen wendet das entsprechende Salz kurartig über sechs Wochen an. Nehmt während dieser Zeit 3 x täglich je 1–2 Tabletten ein.

Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 (Phosphorsaurer Kalk)

Knochen und Zähne bestehen zum größten Teil aus Calcium phosphoricum. Der Mineralstoff bringt die Kraft zurück und hilft gut in der Rekonvaleszenz.

Symptome: blasser bleicher Teint – typisch bei einem Mangel an Kalziumphosphat. Diese fast wächsern aussehende Haut tritt zuerst an der Stirn- und Nasenpartie auf und breitet sich dann im ganzen Gesicht aus. Sogar die Ohren können dann wachsgelb aussehen.

Das bessert sich: Sind die Zellen wieder ausreichend mit Calcium phosphoricum versorgt, funktionieren auch die Erneuerungs- und Aufbauvorgänge im Körper wieder reibungslos. Krämpfe und andere muskuläre Beschwerden verschwinden, auch vegetative Störungen, z. B. Herzklopfen, Hitzewallungen oder Schlafstörungen, klingen ab. Wunden heilen besser.

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 (Eisenphosphat)

Ferrum phosphoricum gilt als Salz für das Immunsystem. Das Akutmittel bei Infekten und Entzündungen hat die Aufgabe, das Blut mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

Symptome: Erkennt ihr dunkle Schatten im inneren Augenwinkel, bis etwa im ersten Drittel, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit ein Eisenphosphat-Mangel vor. In schweren Fällen röten sich Stirn und Ohren.

Das bessert sich: Wenn sich eine Erkältung anbahnt, werden die typischen Zeichen meist schon ein paar Tage zuvor sichtbar. Nehmt ihr dann Ferrum phosphoricum ein, könnt ihr den Ausbruch oft noch verhindern. Indem ihr den Mangel ausgleicht, vergehen Symptome wie Konzentrationsschwäche oder Mattheit, die allgemeine Widerstandskraft nimmt zu.

Nr. 4 Kalium chloratum D6 (Chlorkalium, Kaliumchlorid)

Der Mineralstoff spielt in der zweiten Phase von Entzündungsprozessen eine große Rolle für die Schleimhäute. Er regt den Stoffwechsel an und macht Entzündungsgifte unschädlich.

Symptome: Das Gesicht wirkt wie Alabaster, milchig-bläulich. Hauptmerkmal ist die „Augenbrille“, eine weißliche Aufhellung um die Augen wie nach dem Skiurlaub.

Das bessert sich: Ein intaktes, gut versorgtes Schleimhautsystem schützt vor Erkältungen und anderen Infekten. Auch chronische Entzündungen der Nebenhöhlen oder Magenschleimhaut klingen ab.

Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 (Kaliumphosphat)

Kalium phosphoricum ist das Salz für Nerven und Psyche. In den Zellen fördert es die körperliche sowie seelische Widerstandskraft und versorgt den gesamten Organismus mit Energie.

Symptome: Eine fahle, ASCHGRAUE GESICHTSFARBE und dunkle Schatten unter den Augen treten auf, wenn ein Mangel an Kaliumphosphat vorliegt. Die Haut wirkt wie ungewaschen.

Das bessert sich: Wer unter einem sehr schwachen Allgemeinzustand leidet – psychisch oder physisch –, kommt mit Kalium phosphoricum wieder auf die Beine und findet zu altbekannter Stärke zurück. Ängste, Schreckhaftigkeit und Unruhe vergehen, auch nervöse Herzbeschwerden oder Hautjucken lassen wieder nach.

Nr. 6 Kalium sulfuricum D6 (Kaliumsulfat)

Neben Salz Nr. 3 bringt auch Kalium sulfuricum Sauerstoff in die Zellen. Der Körper kann Schadstoffe besser ausleiten.

Symptome: Eine Minderversorgung mit diesem Mineralstoff erkennt ihr, wenn die Haut gelb-bräunlich verfärbt aussieht, auch auf der Zunge und an den Lidern. Um die Nase herum erscheint sie regelrecht ockerfarben. Die Stellen erinnern an „Altersflecken“.

Das bessert sich: Die Wieder­herstellung, die dritte Phase einer Infektionskrankheit, wird von Kaliumsulfat unterstützt. Schmer­zen lassen nach, Mattigkeitsgefühle vergehen, die Stimmungskurve steigt. Immer, wenn eine Krankheit besonders hartnäckig ist oder eine Chronifizierung droht, fördert dieses Salz den Heilungsprozess.

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 (Phosphorsaures Magnesium)

Muskeln und Nerven benötigen diesen Mineralstoff. In erster Linie bringt er Entspannung, bindet jedoch auch Säuren und kann daher chronischen Erkrankungszuständen vorbeugen.

Symptome: Bei Betroffenen tritt eine ungewohnte, unnatürlich Röte an den Wangen auf, wie zwei Münzen neben den Nasenflügeln. Sie vergeht so schnell, wie sie gekommen ist. Oft fällt auch ein müder Blick auf.

Das bessert sich: Beschwerden wie Schmerzen, Krämpfe, Muskelzucken und häufige Verspannungen werden durch die Behandlung abklingen. Auch Funktionsstörungen, für die sich keine organischen Gründe finden lassen und die daher nur schwer zu behandeln sind, lassen nach.

Nr. 8 Natrium chloratum D6 (Natriumchlorid, Chlornatron)

Aus biochemischer Sicht ist Natrium chloratum unerlässlich, um den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren. Es fördert Zellbildung und -teilung.

Symptome: Hauptmerkmal einer Unterversorgung mit diesem Mineralstoff ist die großporige Gesichtshaut. Das Gesicht wirkt aufgedunsen und wie mit einem gelatineartigen Film überzogen. Die Augenlider glänzen, als läge eine Ölschicht darauf.

Das bessert sich: Bei einem ausgeglichenen Wasserhaushalt lassen Heißhunger und übermäßiger Durst wieder nach. Ebenso Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen oder depressive Verstimmung. Wassereinlagerungen (Ödeme) gehen zurück, Haut und Schleimhäute gewinnen wieder an Feuchtigkeit, was beispielsweise Bindehautentzündungen verhindert.

Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 (Phosphorsaures Natron)

Dieses alkalische Salz bindet Säuren und gleicht somit den Säure-Basen-Haushalt aus. Natrium phosphoricum reguliert außerdem den Fettstoffwechsel.

Symptome: Eine speckig glänzende, fettige Haut mit vielen Mitessern und teilweise rot unterlaufenen Pusteln – diese Zeichen verraten den Mangel an Salz Nr. 9. Weiteres Warnsignal: hängende, schlaffe Wangen.

Das bessert sich: Ist der Mangel behoben, klingen auch die Hautunreinheiten ab. Typische Beschwerden wie Sodbren­nen, fettige Haare, Muskelkater, Blähungen und Gelenk­beschwerden lassen nach. Bei Gicht kann die Einnahme von Natrium phosphoricum der Bildung von Harnsäure­ kristallen entgegenwirken. Es bilden sich auch seltener Gallen­, Nieren­ oder Harnblasensteine.

Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 (Natriumsulfat, schwefelsaures Natrium)

Wie alle Natriumsalze beteiligt sich Natrium sulfuricum aktiv an der Regulierung der Körperflüssigkeiten. Es leitet sie nach außen ab und unterstützt somit alle Ausscheidungsorgane.

Symptome: Tritt eine starke Röte, besonders an der Nase, auf, die bis ins Rötlich-Grüne gehen kann (ähnlich der „Trinkernase“), weist das auf Natriumsulfat-Bedarf hin.

Das bessert sich: Bekommen Galle, Leber und Dickdarm die Unterstützung, die sie brauchen, funktionieren die Abbauprozesse wieder reibungslos und Verdauungsstörungen (z.B. ein Blähbauch) verschwinden. Wenn sich im Körper keine Stoffwechselrückstände ansammeln können, gehen Ödeme zurück und Hautbeschwerden, wie etwa Ausschläge und Juckreiz, lassen nach.

Nr. 11 Silicea D12 (Kieselsäure)

Haut, Haare und Bindegewebe erhalten durch Silicea ihre gesunde, feste Struktur.

Symptome: An den äußeren Augenwinkeln breiten sich Krähenfüße aus. Sehr tief liegen die Augen in den Höhlen. Die Haut wirkt welk, schlaff, trocken und faltig.

Das bessert sich: Salz Nr. 11 wirkt wie ein Verjüngungsmittel, denn die älter machenden Zeichen auf dem Gesicht verschwinden wieder. Darüber hinaus kommt es seltener zu Bänderschwäche oder Schweißausbrüchen, unregelmäßiger Stuhlgang kommt wieder in Balance, Haare und Fingernägel brechen nicht mehr so leicht. Und auch im neurovegetativen Bereich profitieren Sie: Kieselsäure bringt die seelische Stabilität zurück.

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