Anthroposophische Medizin Dem Körper helfen, sich selbst zu helfen

Sie erscheinen vielen Menschen immer noch rätselhaft. Doch anthroposophische Arzneimittel schöpfen Kraft aus der Natur und unterstützen die Gesundung. Nebenwirkungen? Minimal.

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Hergestellt im Rhythmus der Natur
Die Produktion anthroposophischer Arzneimittel variiert: Heilsalze werden kristallisiert. Pflanzenextrakte wie z.B. die aus dem Blauen Eisenhut (botanisch: Aconitum napellus) gewinnt die Anthroposophische Medizin durch einen wässrigen, alkoholischen oder öligen Auszug. Gelegentlich werden zerkleinerte Pflanzen auch mit Milchsäurebakterien fermentiert. Oder man gewinnt die flüchtigen ätherischen Öle der Pflanze in einem Destillierkolben.
Gemeinsam haben alle Verfahren, dass sehr oft rhythmische Prozesse ablaufen. Etwa dadurch, dass der Extrakt regelmäßig dem Sonnenlicht ausgesetzt oder erwärmt wird. Außerdem weisen die Heilpflanzen eine sehr hohe Qualität auf. Sie kommen aus biologisch-dynamischem Anbau, aus den eigenen Heilpflanzengärten, die die Herstellerfirmen betreiben, oder aus einer zertifizierten Wildsammlung. Sehr viele dieser Heilpflanzen werden sofort nach der Ernte frisch verarbeitet.
Die Mittel, die kaum Nebenwirkungen haben, decken die Bandbreite aller Beschwerden ab. So lindert z.B. ein Gel aus Arnika und der Kleinen Brennnessel einen Insektenstich, ein Aconitöl (aus dem Blauen Eisenhut) Muskel- und Nervenschmerzen.

Infos:

Was bedeutet homöopathisch? Der Begründer der Homöopathie ist Samuel Hahnemann (1755–1843). Er entdeckte bei Selbstversuchen mit der Chinarinde, dass Arzneimittel dann heilen, wenn sie an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen können wie die, die der Kranke aufweist. Beispiel: Zwiebelsaft lässt die Nase laufen, kuriert also Schnupfen. Seitdem gilt der Grundsatz „Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt”. Die Substanzen werden in starker Verdünnung (Potenz) verabreicht und regen die Selbstheilungskräfte des Körpers an.

Was bedeutet allopathisch? Das Wort bezeichnet Heilmethoden, die nicht homöopathisch ausgerichtet sind, etwa die Therapie mit Medikamenten aus dem Bereich der Schulmedizin. Die setzt allopathische Mittel ein, um Krankheitsprozesse zu regulieren oder fehlerhafte Körperfunktionen zu ersetzen.