3. Januar 2022
Arterienverkalkung: Gefäße natürlich reinigen

Arterienverkalkung: Reinigen Sie Ihre Gefäße auf natürliche Weise

Durch Cholesterin-Ablagerungen können unsere Arterien verstopfen. Die Folge: Das Risiko für Herzerkrankungen steigt. Mithilfe der richtigen Ernährung können Sie dem allerdings entgegenwirken. Folgende 11 Lebensmittel können Ihre Arterien auf natürliche Weise reinigen.

Wie entstehen Arterienverkalkungen?

Bei einer Arteriosklerose kommt es zu Gefäßveränderungen, die durch Ablagerungen aus Fett und Kalk entstehen. Die Folge: Die Arterien verengen sich, das Blut kann weniger gut fließen und es kann zu Durchblutungsstörungen kommen. Die weiteren Konsequenzen: Es können lebensbedrohliche Herzerkrankungen wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall drohen. Risikofaktoren, die Gefäßveränderungen begünstigen, sind unter anderem eine ungesunde Ernährungsweise, fehlende Bewegung, Übergewicht, Rauchen sowie erhöhter Alkoholkonsum. Wer daher gesund lebt und sich ausgewogen ernährt, kann erheblich zum Schutz Ihrer Arterien beitragen.

Doch was ist zu tun, wenn bereits Arterienverkalkungen vorliegen? Medikamentös lässt sich die Arteriosklerose positiv beeinflussen, sodass sich die Ablagerungen zurückbilden können. Die Präparate heißen Statine, die auch als Cholesterinsenker bekannt sind und Ihren Blutfettspiegel reduzieren. Zwar sind die Statine wirksam, allerdings sind sie nicht immer gut verträglich. Auftretende Nebenwirkungen sind unter anderem Muskelschmerzen, Gelenkentzündungen oder Hautprobleme.

Diese 12 Lebensmittel reinigen Ihre Gefäße auf natürliche Weise

Wer seine Arterien auf natürliche Weise „reinigen“ möchte, sollte auf bestimmte Lebensmittel zurückgreifen. Zu einem gewissen Grad können diese Fett- und Kalkablagerungen abbauen. Dazu gehören:

Kurkuma

Schon lange ist die gesundheitsfördernde und entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma in der Ayurveda-Gesundheitslehre bekannt. Das Superfood, das gerne als Gewürz in Currys zu finden ist, kann sich positiv auf die Gesundheit unserer Gefäße auswirken. Eine japanische Studie konnte nachweisen, dass das enthaltene Curcumin Blutgefäße erweitern kann. Die gelbe Knolle ist zudem blutdrucksenkend und hat eine blutgerinnungshemmende Wirkung, die eine Verklumpung und somit riskante Folgeerkrankungen verhindern kann.

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Fisch

Fetter Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering ist reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese schützen Ihre Arterien vor Ablagerungen, da sie die Nahrungsfette Triglyceride senken und das „gute“ HDL-Cholesterin erhöhen, das wiederum der Entstehung von Ablagerungen entgegenwirkt. Die ungesättigten Fettsäuren im Fisch haben – ähnlich wie Kurkuma – ebenfalls eine blutdrucksenkende Wirkung. Die gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren finden Sie auch in pflanzlichen Lebensmitteln wie Nüssen, Samen, Soja oder in folgendem Speiseöl:

Leinöl

Sie mögen oder essen kein Fisch? Dann müssen Sie auf die gesunden Omega-3-Fettsäuren keinesfalls verzichten. Denn Leinöl strotzt nur so vor den gesunden ungesättigten Fettsäuren, die – wie wir bereits ja wissen – einen positiven Einfluss auf Ihren Herz-Kreislauf haben. Zudem wirkt Leinöl entzündungshemmend und enthält einen Pflanzenstoff Plastochromanol-8 (PC-8), der ähnlich wie Vitamin E ist und antioxidativ ist. 

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Knoblauch

Würziger Knoblauch verfeinert nicht nur Gerichte, sondern optimiert auch die Gesundheit unserer Gefäße und ist ein alt bekanntes Hausmittel in Sachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die enthaltene Aminosäure Allin kann den Blutdruck senken, das Blut verdünnen und die Durchblutung fördern. Wer regelmäßig Knoblauch verzehrt, regt die Stickstoffproduktion an. Das verbessert die Dehnbarkeit und Elastizität Ihrer Arterien. Die Knolle kann zudem bereits bestehende Plaques – also Ablagerungen – reduzieren.

Granatapfel

Die saftig-süßen Kerne des Granatapfels enthalten viele bioaktive Stoffe, die Ihren Gefäßen zugutekommen. Der auch als bekannte „Paradiesapfel“ kann beginnenden Verkalkungen entgegenwirken, sodass die betroffenen Arterien wieder elastischer werden. Die Blütenfarbstoffe Flavonoide hemmen die Blutgerinnung, wodurch es zu weniger Blutverklumpen kommen kann und das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln abnimmt.

Grüner Tee

Der gesunde Wachmacher ist für seine zahlreichen positiven Eigenschaften bekannt. Auch in Hinblick auf unsere Arteriengesundheit punktet grüner Tee, da er die Aktivität der Endothelzellen – welche sich in der Innenwand der Blutgefäße befinden – deutlich verbessern kann. Liegen Funktionsstörungen des Endothels vor, können diese das Fortschreiten einer Arteriosklerose begünstigen. Ein regelmäßiger Genuss von grünem Tee führt zudem zu einer Erweiterung der Arterien.

Tomaten

Das Nachtschattengewächs lässt sich nicht nur lecker und vielseitig zubereiten, sondern verhindert dank des enthaltenen antioxidativen Lycopin die Umwandlung von Cholesterin. Denn die oxidierte Form von Cholesterin ist noch gefährlicher und schädigt Ihre Gefäßwände umso mehr. Da der sekundäre Pflanzenstoff hitzebeständig ist, kann er auch bei höheren Temperaturen zubereitet werden. Allerdings wirkt er nur in Verbindung mit Fett. Am besten kann unser Körper Lycopin aufnehmen, wenn die Tomaten klein geschnitten oder püriert sind.

Hafer

Wir sind schon lange bekennende Fans von Haferflocken. Das Getreide strotzt nämlich nur so vor gesunden Mineralstoffen und Vitaminen. Ebenfalls zu finden ist der Ballaststoff Beta-Glucan, der nachweislich Ihren Cholesterinspiegel im Blut reduziert. Auch in Hafer enthalten sind die sogenannten Avenanthramide. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben eine antiatherogene Wirkung. Das bedeutet, dass Haferflocken die Oxidation von Substanzen – also auch Ablagerungen in Blutgefäßen – unterbinden.

Pampelmuse

Zugegeben, die Pampelmuse gehört eher zu den unterschätzten Obstsorten. Doch völlig zu Unrecht, wie sich zeigt: Die tropische Zitrusfrucht ist reich an Pektinen. Hierbei handelt es sich um einen ballaststoffähnlichen Stoff, der eine fortschreitende Arterienverkalkung bremsen kann. Denn Pektine wirken cholesterinsenkend, da sie Blutfette binden und abtransportieren. Übrigens: Wem die Pampelmuse nicht schmeckt, kann auf Äpfel zurückgreifen. Das Obst ist ebenfalls für seine große Menge an Pektin bekannt.

Kichererbsen

Die gesunde Hülsenfrucht macht nicht nur ordentlich satt, sondern verhindert auch eine Arterienverkalkung. Und wie? Kichererbsen sind reich an löslichen Ballaststoffen, welche die Absorption von schlechtem Cholesterin verringern. Zudem enthalten die Erbsen Fasern, welche das Ausscheiden von Gallensäure anregen. Auf diese Weise wird ebenfalls der Cholesterinspiegel gesenkt, da zur Herstellung der Gallensäure Cholesterin benötigt wird.

Heidelbeeren

Die kleinen blauen Beeren sind wahre Kraftpakete und schützen dank ihrer zahlreichen sekundären Pflanzenstoffe Ihre Gefäße vor Verkalkungen. Die sogenannten Flavonoide in den Heidelbeeren können der Plaque-Bildung entgegensteuern, sodass es zu weniger Ablagerungen in den Arterien kommt und Ihre Blutgefäße dementsprechend schön geschmeidig bleiben. Die gesunden Pflanzenstoffe finden Sie auch in anderem dunklen Beerenobst wie Johannisbeeren oder Brombeeren.

Sonnenblumenkerne

Auf den ersten Blick wirken Sonnenblumenkerne recht unscheinbar – aber das täuscht. Die kleinen Kraftpakete schenken Ihnen eine ordentliche Portion Vitamin E, das Ihre Blutgefäße erweitert und daher den Blutfluss optimiert. Zusätzlich benötigen wir das Vitamin für die Herstellung roter Blutkörperchen. In den Sonnenblumenkernen versteckt sich zudem eine große Menge an gesunden, ungesättigten Fettsäuren, die Ihrer Gefäßgesundheit ebenfalls zugutekommen. 

Regelmäßige Bewegung bei Arterienverkalkungen

Neben der Ernährung spielt regelmäßige Bewegung eine entscheidende Rolle, um Ihre Gefäße zu schützen und elastisch zu halten. Vor allem Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen helfen gegen verhärtete Arterien und können den Blutdruck sowie Ihren LDL-Cholesterinspiegel senken. Gleichzeitig steigt das „gute“ HDL-Cholesterin. Des Weiteren verbessern sich die Fließeigenschaften des Bluts, sodass das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln abnimmt.

Verkalkte Arterien: Hören Sie mit dem Rauchen auf

Jeder weiß, Rauchen schadet Ihrer Gesundheit. Ein Rauchstopp übt sich daher positiv auf Ihre verkalkten Gefäße aus. Allerdings bedarf es Zeit, bis sich Ihre Arterien vollständig erholt haben. Wer mindestens zehn Jahre lang rauchfrei lebt, hat eine Gefäßelastizität eines Nichtrauchers.

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Video: Gesunde Ernährung – diese Speisen senken den Cholesterinspiegel

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