Schuppenflechte am Kopf: Das hilft gegen Psoriasis

Schuppenflechte am Kopf: Das können Sie dagegen tun!

Die Autoimmunerkrankung Psoriasis erkennt man an Hautstellen mit Schuppen, die oftmals stark jucken. Welche Therapie, Wirkstoffe und Medikamente für die Behandlung einer juckenden Schuppenflechte auf der Kopfhaut infrage kommen, verrät dieser Artikel.

Ursachen für Schuppenflechte auf der Kopfhaut

Die Schuppenflechte – auch Psoriasis genannt – ist eine Autoimmunerkrankung. Dabei richten sich die T-Helferzellen des Immunsystems von Betroffenen gegen den eigenen Körper und lösen Entzündungsreaktionen aus. Das führt dazu, dass sich die Bildung von Hautzellen stark beschleunigt und das Krankheitsbild der Schuppenflechte sichtbar wird: erhabene, silbrige Hautschuppen, die meist mit einem starken Juckreiz verbunden sind. Zu den typischen Körperstellen, an denen die Schuppenflechte auftritt, gehören Knie, Ellbogen, Bauch, Rücken und Nägel. In mehr als zwei Dritteln der Fälle ist die Kopfhaut befallen. Sind zusätzlich die Gelenke betroffen, spricht man von einer Psoriasis-Arthritis.

Menschen mit Schuppenflechte empfinden neben dem Juckreiz auch die Sichtbarkeit der Erkrankung als belastend. Die erkrankten Hautstellen breiten sich häufig von der Kopfhaut über den Haaransatz bis an die Schläfen, in den Nacken und ins Gesicht aus. Außerdem kann die Psoriasis mit Haarausfall einhergehen. Die Ursachen der Schuppenflechte sind zum Teil ungeklärt, jedoch gilt die Vererbung einer genetischen Veranlagung als häufigste Ursache. Außerdem können externe Auslöser bei vorliegender Veranlagung den Krankheitsbeginn oder einen Schub der Entzündung verursachen. Dazu gehören Infektionen, Verletzungen, hormonelle Schwankungen, Stress, bestimmte Eiweiße aus Weizenprodukten und ein ungesunder Lebensstil.

Übrigens: Meist verläuft Psoriasis in Schüben – egal ob auf der Haut oder der Kopfhaut. Die Entzündung auf der Haut ist darüber hinaus nicht ansteckend. 

Symptome der Schuppenflechte am Kopf

Die entzündliche Hauterkrankung Psoriasis entsteht bisweilen auch auf der Kopfhaut. Hier machen die geröteten Hautflechten aber nicht einfach am Haaransatz Halt. In vielen Fällen breiten sich die Schuppenherde auch auf Stirn und im Nacken aus. Die typischen Anzeichen für Schuppenflechten auf der Kopfhaut sind:

  • Juckreiz
  • Hautrötungen
  • erhabene Flechten
  • starke Schuppenbildung
  • Haarausfall

Therapie: Das hilft gegen Schuppenflechte auf dem Kopf

Bevor Sie auf eigene Faust Maßnahmen ergreifen und sich Hautcremes auf die betroffenen Stellen schmieren, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen, um eine Diagnose erstellen zu lassen. Eine Schuppenflechte können Laien nämlich leicht mit anderen Erkrankungen der Kopfhaut wie Ekzemen, einer Neurodermitis oder auch Pilzbefall verwechseln. Damit Sie nicht zu den falschen Mitteln und Therapien für Ihre Haut greifen, sollte der Dermatologe Ihres Vertrauens einen Blick auf die Hautstellen werfen und eine geeignete Behandlungsstrategie mit Ihnen entwerfen.

Behandlung von leichten Fällen:

Leichte Fälle von Schuppenflechte lassen sich glücklicherweise häufig ohne die Einnahme starker Medikamente eindämmen. Bewährte Mittel gegen leichte Formen der Psoriasis sind unter anderem:

Um Ihre Kopfhaut bei der Haarpflege nicht zusätzlich zu reizen, sollten Sie Ihre Haare nicht heiß föhnen, sondern lediglich lauwarm. Verzichten Sie auf piksende Bürsten und Kämme und versuchen Sie, sich möglichst nicht zu kratzen. Verzichten Sie außerdem auf Dauerwellen, Haarspray, Färben und Tönen, da diese Behandlungen und Mittel die Haut stark reizen können. 

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Behandlung von mittelschweren bis schweren Fällen:

Schwerere Fälle der Autoimmunerkrankung bedürfen meist einer Therapie mit Immunsuppressiva. Diese Medikamente senken die Aktivität des Immunsystems, wodurch die T-Helferzellen weniger Entzündungen auslösen. Mittlerweile gibt es mit den sogenannten Biologika einige gut wirkende Mittel, die die Symptome eindämmen und nur schwache Nebenwirkungen aufweisen. Sie werden auch bei anderen Autoimmunerkrankungen wie rheumatischer Arthritis verwendet und sind sehr erfolgversprechend. Des Weiteren werden zum Teil Präparate mit den Vitaminen D und A eingesetzt.

Ernährung bei Psoriasis auf dem Kopf

Wie bei vielen anderen Entzündungskrankheiten auch, können Betroffene einer Psoriasis mit der richtigen Ernährung gegensteuern. Entzündungshemmende Lebensmittel mit vielen Antioxidantien sind empfehlenswert. Dazu gehören die meisten Gemüsesorten und zuckerarmes Obst. Zu viel Zucker kann Entzündungen fördern. Besonders hilfreich für eine entzündungshemmende Ernährung sind gesunde Öle wie Olivenöl oder Leinöl. Achten Sie beim Kauf von gesunden Pflanzenölen auf die Qualität. Kaltgepresste Öle sind raffinierten vorzuziehen. Ebenfalls förderlich für die Hautgesundheit sind Omega-3-Fettsäuren. Betroffene von Schuppenflechten auf der Kopfhaut sind also gut beraten, regelmäßig Fisch zu essen. Die besten Lebensmittel gegen Psoriasis auf der Kopfhaut sind daher:

  • buntes Gemüse (am besten als Rohkost)
  • Fisch
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkornprodukte

Video: Diese Frau zeigt, dass sich niemand für Psoriasis schämen muss

Quellen: psoriasis.info, br.de

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