9. August 2017
Eisenmangel - Ursachen, Symptome, Behandlung

Symptome und Ursachen von Eisenmangel

Der Mangel von Eisen im Körper ist weltweit die am häufigsten verbreitete Mangelerkrankung. Wann Sie ein erhöhtes Risiko haben, an einer Eisenmangelanämie zu erkranken und welche Symptome auf die Anämie hindeuten, erfahren Sie hier!

Eisenmangel Ursachen und Symptome
© gpointstudio/iStock
Eisenmangel Ursachen und Symptome

Eisen ist lebenswichtig, da unser Körper laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ca. 1 mg des Spurenelements braucht, um neues Blut zu bilden. Da der Körper jedoch nur ca. 10 bis 15 Prozent des Eisens aus der Nahrung aufnehmen kann, sollten Jugendliche und Erwachsene täglich zwischen 10 und 15 mg Eisen zuführen, Kinder ca. 8 bis 10 mg und Schwangere bzw. Stillende 20 bis 30 mg.

Eisen ist ein Bestandteil des Hämoglobins, der rote Blutfarbstoff, in unserem Körper. Die roten Blutkörperchen haben die Aufgabe, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid zu binden und zur Lunge zu transportieren. Bei einem Eisenmangel ist der Hämoglobinwert im Körper gering. Dadurch wird nicht genügend Blut produziert, wodurch der Sauerstofftransport nicht mehr optimal durchgeführt werden kann. Ein Blutmangel kann Ursache für unterschiedliche Beschwerden sein.

Formen eines Eisenmangels:

  1. Latenter Mangel: Die Eisenspeicher leeren sich. Aber im Blut befindet sich noch genug Eisen, um ausreichend Blut zu produzieren.
  2. Absoluter Mangel: Die Eisenspeicher sind leer. Die ersten Beschwerden eines Eisenmangels treten auf.
  3. Funktioneller Mangel: Die Eisenreserven sind zwar gefüllt, dennoch kann der Organismus nicht darauf zurückgreifen. Es kommt zu einer Anämie.

Ursachen und Symptome von Eisenmangel

Im besten Fall decken wir unseren Eisenbedarf über die Nahrung ab. Ein erhöhter Bedarf besteht bei Frauen vor allem in der Schwangerschaft und bei einer starken Periode. Auch Kinder in der Wachstumsphase und Pubertät neigen häufig zu einem Eisenmangel. Bei chronischen Entzündungen und chronischen Blutungen kann es ebenfalls zu einer Störung der Blutbildung kommen. Personen, die viel Sport treiben, sind ebenfalls häufiger von Eisenmangel betroffen, da der Körper über Nieren und Schweiß Eisen verliert. Obwohl in pflanzlichen Lebensmitteln Eisen vorkommt, sind häufig Veganer und Vegetarier von einem Eisenmangel betroffen. Das liegt daran, dass der Körper Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln schlechter aufnehmen kann als Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Durch die Zuführung von Vitamin C kann der Körper pflanzliches Eisen besser verwerten. Hier reicht z. B. ein Glas Orangensaft vor dem Essen.

Risikogruppen

  • Frauen (mit normaler bis starker Menstruation)
  • Schwangere
  • Kinder, Jugendliche und Babys
  • Ältere Menschen
  • Sportler
  • Blutspender
  • Vegetarier und Veganer

Symptome von Eisenmangel

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • schlechtere Leistungsfähigkeit
  • blasse Haut
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Kribbeln in Händen und Beinen
  • schwaches Immunsystem
  • brüchige Nägel
  • trockene Haut
  • Haarausfall

Eisenmangel behandeln und vorbeugen

Ihren Eisenwert können Sie bei Ihrem Hausarzt in einem Blutbild bestimmen lassen. Achten Sie dabei darauf, dass folgende Werte bestimmt werden:

  • Hämoglobin (roter Blutfarbstoff): Die optimalen Werte liegen bei Frauen zwischen 12 und 16 g/dl, bei Männern zwischen 14 und 16 g/dl.
  • Ferritin (Wert für Füllzustand der Eisenspeicher): Für Frauen gilt ein Normwert zwischen 20 und 200 µg/dl, bei Männern gilt der Wert zwischen 30 und 300 µg/dl.

Eisenmangel behandeln und vorbeugen

Um die optimale Zufuhr von Eisen zu sichern, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten. Besonders eisenreich sind Lebensmittel wie Blutwurst, Kalbs- und Rindfleisch, sowie Schweineleber. Aber auch Geflügel und Fisch liefern dem Körper Eisen. Grundsätzlich kann der Körper Eisen aus tierischen Produkten besser aufnehmen als pflanzliches. Um die Aufnahme des Spurenelements zu verbessern, sollten Sie auch immer Vitamin C zuführen, z. B. in Form von Obst und Gemüse.
Achten Sie bei der Einnahme darauf, dass Sie Phytinsäure und Polyphenole größtmöglich meiden, da sie die Aufnahme von Eisen im Körper hemmen. Beachten Sie auch, dass pflanzliche Eisenquellen zwar gesund sind, jedoch ihr Eisengehalt niedriger als bei tierischen Produkten ist und die enthaltenen Pflanzenstoffe die Aufnahme hemmen können. Bei einem starken Eisenmangel kann der Arzt jedoch ein Eisenpräparat verschreiben.

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