12. April 2021
Sprudelwasser: Gesund oder ungesund?

Sprudelwasser: Ist es gesund oder ungesund?

Jeder weiß, dass Wasser gesund ist und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr viele gesundheitliche Vorteile bietet. Aber gilt das nur für stilles Wasser oder auch für Wasser mit Kohlensäure? Wir erklären, ob Sprudelwasser gesund oder ungesund ist.

Wasser ist wichtig für viele Abläufe und Funktionen in unserem Körper. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme beugt zudem Beschwerden wie Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen, schlechter Haut und Verstopfungen vor. Die allgemeine Empfehlung für Erwachsene liegt bei mindestens eineinhalb Litern Wasser täglich. Aber gilt das sowohl für stilles Wasser als auch für Wasser mit Kohlensäure? Oder ist letzteres gar ungesund?

Sprudelwasser: Kann es schädlich sein?

Wasser mit Kohlensäure erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Der Sprudel entsteht, wenn sich Kohlenstoffdioxid (CO2) mit Wasser verbindet – für das Sprudelwasser wird also CO2 mit Druck in Flaschen gepresst. Das kohlensäurehaltige Wasser hat einen niedrigeren pH-Wert von ungefähr 5,3 und ist somit leicht sauer. Im Gegensatz dazu hat stilles Wasser einen neutralen pH-Wert von 7.

Dem Sprudelwasser werden einige negative Auswirkungen auf den Körper nachgesagt. So heißt es beispielsweise, dass kohlensäurehaltiges Wasser den Zahnschmelz angreifen kann. Hier sind sich Forscher jedoch nicht einig. Laut der amerikanischen Zahnarzt-Vereinigung (American Dental Association) ist Sprudelwasser für die Zähne unbedenklich. Ein weiterer Mythos ist, dass Kohlensäure dick machen kann. Diese Aussage hat ihren Ursprung in einer Studie aus dem Jahr 2017, die ergab, dass der Sprudel die Produktion des Hormons Ghrelin anregen kann, welches wiederum den Appetit anregt. Da die Studie jedoch nur mit Ratten durchgeführt wurde, hält die Stiftung Warentest die Ergebnisse nicht für aussagekräftig.

Sprudelwasser: Gesund oder ungesund?

Die kleinen Bläschen der Kohlensäure können jedoch die Produktion von Verdauungssäften anregen und so bei Menschen mit einem empfindlichen Magen Sodbrennen auslösen, weshalb die Verbraucherzentrale Betroffenen empfiehlt, zu Wasser mit einem geringen Anteil an Kohlensäure zu greifen oder gänzlich auf Sprudelwasser zu verzichten. Alle anderen können bedenkenlos Wasser mit Kohlensäure trinken, da es bislang keine aussagekräftigen Studien über negative Auswirkungen auf die Gesundheit gibt. Wichtiger ist hingegen, dass Sie möglichst auf Wasser in Plastikflaschen verzichten. Innerhalb verschiedener Studien wurde in Wasser aus Plastikflaschen Mikroplastik gefunden, dessen Auswirkungen auf die Gesundheit bisher unklar sind. In jedem Fall stellen sie aber eine Umweltbelastung dar.

Video: Dr. Matthias Riedl  –  Ist Sprudelwasser gesund?

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