3. November 2021
Wechseljahre: Das hilft gegen Hitzewallungen

Wechseljahre: Das hilft gegen Hitzewallungen

Hitzewallungen sind eine der häufigsten Beschwerden während der Wechseljahre. Erfahren Sie, wie sich diese Hitzeschübe äußern und welche natürlichen Hausmittel gegen die Schweißausbrüche helfen. 

Die Wechseljahre sind die Jahre vor und nach der letzten Regelblutung von Frauen. Sie beginnen meist zwischen Mitte 40 und Anfang 50. In dieser Zeit verändert sich der weibliche Hormonhaushalt. Die Eierstöcke produzieren weniger Geschlechtshormone, der Eisprung bleibt häufiger aus, sodass die Fruchtbarkeit langsam abnimmt. Mit den Wechseljahren gehen auch einige Beschwerden einher. Eine der häufigsten sind Schweißausbrüche und wiederkehrende Hitzewallungen.

Hitzewallungen: Das sind die körperlichen Anzeichen

Rund 85 Prozent der Frauen leiden unter Hitzewallungen, die über einen Zeitraum von fünf Jahren andauern können. Die Hitzewelle tritt plötzlich am Gesicht, Hals und Oberkörper auf und es folgt ein Schweißausbruch, der einige Minuten andauert. Danach setzt ein Frösteln ein. Begleitend zu den Hitzeschüben können noch weitere Symptome wie Druck im Kopf, Unbehagen und Herzklopfen auftreten. Auch nachts bricht bei einigen Frauen der Schweiß aus, was die Schlafqualität mindert. Im Laufe der Wechseljahre bessern sich die Hitzewallungen meist von alleine.

Ursachen der Hitzewallungen

Es nicht ganz geklärt, wie es zu Hitzeschüben in den Wechseljahren kommt. Man geht davon aus, dass die Hormonumstellung erheblichen Einfluss hat. Experten vermuten, dass es in dieser Zeit aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels vermehrt zu einer Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin kommt.

Hitzewallungen behandeln: Die besten Tipps

Es gibt einige Hausmittel und pflanzliche Helfer, die Linderung bei Schweißausbrüchen und Hitzewallungen versprechen. Welche das genau sind, stellen wir Ihnen einmal vor:

Pflanzliche Präparate

  • Salbeitee mit seinen ätherischen Ölen und Flavonoide wirkt schweißhemmend. Über mehrere Wochen verteilt täglich zwei Tassen frisch aufgebrühten Tee schluckweise zu sich nehmen. 
  • Das Frauenheilkraut Rotklee enthält pflanzliche Östrogene, die helfen, den Hormonhaushalt in der Menopause zu regulieren. Sie können Rotklee entweder als Kapseln oder als Tee zu sich nehmen.
  • Ähnlich wie der Rotklee hat auch die Traubensilberkerze östrogenähnliche Inhaltsstoffe, die sich nicht nur positiv auf die Schweißausbrüche und Hitzewallungen auswirken, sondern auch bei hormonbedingten Stimmungsschwankungen und Depressionen unterstützen.

Gesunde Ernährung

Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund und greifen sie vor allem auf ballaststoffreiche und pflanzliche Lebensmittel zurück, die Ihren Blutzuckerspiegel konstant halten und somit vermeiden, dass sich die Beschwerden aufgrund von Schwankungen verschlimmern. 
Verzichten Sie auf besonders heiße oder scharfe Speisen, um die Hitzewallungen nicht zu verstärken. Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken – nehmen Sie mindestens 2 Liter Wasser täglich zu sich.

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Sport

Treiben Sie regelmäßig Sport, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken und den Blutdruck zu stabilisieren. Ausdauersportarten wie Joggen oder Fahrradfahren halten die Temperaturregulierung im Gehirn im Gleichgewicht. 

Die richtige Kleidung

Synthetische Stoffe wie Polyester bestärken das Schwitzen. Aus diesem Grund sollten Sie Kleidung aus atmungsaktiven Materialien wie Leinen oder Baumwolle tragen. 

Wechselduschen

Wechselduschen unterstützen die Wärmeregulierung Ihres Körpers und trainieren die Blutgefäße. Fußbäder für zwischendurch haben ebenfalls positive Auswirkungen auf die Gefäße und sorgen für eine natürliche Abkühlung des Körpers.

SOS-Tipps bei einem Hitzeschub

Wenn Sie ein plötzlicher Hitzeschub überkommt, hilft es, kaltes Wasser für einige Minuten über Ihre Handgelenke laufen zu lassen. Wenn möglich, ziehen Sie zu warme Kleidungsstücke aus oder gehen Sie an die frische Luft. Greifen Sie zu kühlen Getränken oder lutschen Sie einen Eiswürfel.

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