Schwangerschaft Schwangerschaftsdiabetes: Symptome und Behandlung

Jede Frau reagiert anders auf die körperlichen und hormonellen Umstellungen in der Schwangerschaft. Morgenübelkeit ist den meisten von uns durchaus ein Begriff. Doch welche Ursachen hat die Schwangerschaftsdiabetes und wie geht man damit um?

Schwangerschaft

Warum ist eine Schwangerschaftsdiabetes gefährlich?

Ganz einfach: weil sie für den Zeitraum der Schwangerschaft wie eine normale Diabetes-Erkrankung auf den Körper einwirkt. Es gelten also die gleichen, wichtigen Faktoren wie Blutzuckerspiegel, Blutdruck, Gewicht oder eventuelle Wassereinlagerungen in den Extremitäten. Eine ärztliche Behandlung bzw. häufigere Kontrolle der Blutwerte sind dringend notwendig, da sonst Gefahr für Mutter und Kind besteht. Eine unbehandelte Schwangerschaftsdiabetes kann auch zu Fehlbildungen des Kindes führen. Fehlt die optimale Stoffwechseleinstellung können lebensbedrohliche Symptome die Folge sein. Als Eklampsie werden neurologische Störungen, die von Flimmersehen, Kopfschmerzen und Krampfanfällen geprägt sind, bezeichnet. Das sogenannte HELLP-Syndrom lässt die Blutzellen in kürzester Zeit zerfallen. Daher ist die ständige Kontrolle des Blutzuckers und aller relevanten Daten wichtig für Mutter und Kind. 

Was kann ich gegen Schwangerschaftsdiabetes tun?

Es gibt nicht viel, was ihr gegen eine Gestationsdiabetes tun könnt. Vielmehr geht es darum, die Risikofaktoren einzudämmen, zum Beispiel bei Frauen, die eine genetische Vorbelastung innerhalb der Familie haben. Da verschiedene Hormone für das Entstehen der Schwangerschaftsdiabetes verantwortlich sind, kann zwar jede Frau betroffen sein – genauso gut kann jede Frau die Risiken durch eine gesunde Ernährung und Bewegung reduzieren. Im Einzelnen sind es die Hormone Kortisol, Prolaktin, Östrogen und Progesteron, die dafür sorgen, dass weitaus größere Mengen an Energie bereitgestellt werden, gleichzeitig wird Insulin heruntergesetzt. 

Wie lange hält die Schwangerschaftsdiabetes an?

Die Schwangerschaftsdiabetes schwindet nach der Geburt wieder, da dann der Organismus wieder auf den Normalzustand zurückfährt. Diese Vorgänge geschehen jedoch nicht von einem Tag auf den anderen, sondern benötigen Zeit. Es dauert ca. sechs bis zwölf Wochen, bis die ersten Werte der Gestationsdiabetes gemessen werden können. In dieser Phase sollten die Zuckerwerte zurückgegangen sein. Ihr solltet auf keine Fall auf einen Zuckerbelastungstest verzichten, denn für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes besteht ein Risiko, dass sie in den nächsten Jahren am Diabetes Typ-2 erkranken. Daher gilt auch weiterhin: Gute Ernährung, ballaststoffreich und viel Bewegung. Dann geht es Mutter und Kind rundum gut. 

Welche Ernährung ist gut bei Schwangerschaftsdiabetes?

Grundsätzlich sollten Kohlenhydrate aus Weizenmehlprodukten und Zucker vermieden werden. Besser sind ballaststoffreiche Lebensmittel, die den Blutzucker langsam ansteigen und langsam wieder abfallen lassen. Verzichten solltet ihr auf versteckten Zucker, der sich massenhaft in Fruchtsäften und Fertigprodukten findet. Neben diesen Tipps wird euch euer Arzt einen ausführlichen Ernährungsplan geben, damit ihr bestmöglich geschützt durch eure Schwangerschaft kommt.