Hormone An diesen Anzeichen erkennen Sie eine Östrogendominanz

Gerät das empfindliche Gleichgewicht der weiblichen Hormone durcheinander, kann es passieren, dass plötzlich ein Hormon zu viel oder ein anderes zu wenig produziert wird. Woran Sie einen Östrogenüberschuss bei sich erkennen, lesen Sie hier!

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Wie wirken Östrogen und Progesteron im Körper?

Wenn bei Frauen der Östrogenspiegel gegenüber dem Progesteronlevel dominiert, spricht man von einer Östrogendominanz. Die Östrogene sind unterteilt in Östron, Östriol und Östradiol. Letzteres wird als Fruchtbarkeitshormon bezeichnet. Es spielt vor allem in der ersten Zyklushälfte eine entscheidende Rolle auf die Reifung einer Eizelle. Östrogen schützt zudem vor Herzinfarkt, sorgt für eine glatte Haut, stärkt die Knochen und wirkt auf die Produktion von Serotonin. Durch das Hormon kann es jedoch auch zu Wassereinlagerungen und Spannungsgefühlen in den Brüsten kommen.
 
Die Wirkung vom Gegenspieler Progesteron
Ein Östrogenmangel geht immer mit einem Progesteronmangel einher. Es dominiert normalerweise in der zweiten Zyklushälfte. Es wird im sogenannten Gelbkörper, welcher aus dem Eibläschen nach dem Eisprung entsteht, gebildet. Ohne Befruchtung sinkt die Progesteron-Produktion, da der Gelbkörper zugrunde geht. Die Aufgabe des Progesterons ist die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf eine Befruchtung der Eizelle. Es besitzt eine antidepressive Wirkung, beeinflusst das Immunsystem, normalisiert Androgene, wirkt positiv auf die Libido und auf die Schilddrüsenhormone. Progesteron fördert die Wasserausscheidung im Körper.

Bereits kleinste Abweichungen im Hormonhaushalt können zu Zyklusstörungen führen, sowie die Fruchtbarkeit und die Schilddrüse beeinflussen. Bei Anzeichen einer Östrogendominanz oder einem sehr unregelmäßigen Zyklus sollten Sie deshalb einen Arzt aufsuchen.

Symptome und Anzeichen von Östrogendominanz und Progesteronmangel

  • prämenstruelles Syndrom (PMS) wie Reizbarkeit und Brustspannen
  • Wassereinlagerungen, z. B. Beine, Hände, Füße, Gesicht
  • Gewichtszunahme
  • Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmung
  • schmerzhafte Periode
  • lange Periode
  • Kopfschmerzen
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Schwindel
  • Konzentrationsprobleme
  • Libidoverlust
  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • verstärkte Wechseljahrsbeschwerden
  • Schlafstörungen

Ursachen für eine Östrogendominanz

Eine Östrogendominanz tritt vor allem in der Pubertät, Schwangerschaft und in den Wechseljahren auf. Auch in der Zeit nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille kann es zum Überschuss kommen. 

Das sind weitere Ursachen:

  • Genetische Veranlagung 
  • Funktionsstörung der Eierstöcke
  • Insulinresistenz
  • Übergewicht
  • chronischer Stress und Burnout
  • Rauchen und Alkohol
  • Mangel an Vitamin B6, B12, C, E, Selen und Magnesium)

Behandlung einer Östrogendominanz

Mithilfe eines Hormonspeicheltest kann der Östrogenwert ermittelt werden. Bei zu wenig Progesteron wird dieser Mangel durch Medikamente ausgeglichen. Fehlen dem Körper hingegen Vitamine und Mineralstoffe, können diese über die Nahrung oder entsprechende Präparate zugeführt werden. Ist eine Schilddrüsenerkrankung die Ursache, wird der Arzt diese ebenfalls medikamentös behandeln.

Datum: 27.11.2019

 

Autor: Christina Liersch