Fleckfieber: 3 Anzeichen der Infektion

Fleckfieber: 3 Anzeichen der Infektion

Die sehr seltene, aber extrem gefährliche Infektion wird durch Kleiderläuse übertragen und verursacht tagelanges, starkes Fieber. Alle Infos zur Krankheit und den Symptomen finden Sie hier.

Das müssen Sie über Fleckfieber wissen

Fleckfieber ist eine durch Läuse auf den Menschen übertragene bakterielle Infektionskrankheit. Die Krankheit wird vor allem von Kleiderläusen übertragen. Kleiderläuse und Kopfläuse sind beide auf den Menschen spezialisierte blutsaugende Parasiten, unterscheiden sich anatomisch und biologisch aber voneinander. In der Wissenschaft ist noch nicht endgültig geklärt, ob Kleiderläuse und Kopfläuse einer jeweils eigenen Spezies angehören oder Unterarten ein und derselben Spezies sind.

Kleiderläuse übertragen beim Biss Bakterien der Gattung Rickettsia auf den Menschen. Diese Rickettsien schleichen sich versteckt in lebenden Zellen in den Körper ein und vermehren sich dann intrazellulär. Bis die Krankheit nach dem Läusebiss ausbricht, vergehen bis etwa 10 bis 14 Tage. Die klassischen Anzeichen des Fleckfiebers sind dann starkes Fieber, Hautausschläge, Hautblutungen und Nervenschäden.

Das sind die Symptome des Fleckfiebers

1. Grippeähnliche Symptome

Beim Fleckfieber kommt es im Anfangsstadium der Infektion zu grippeähnlichen Symptomen. Während die Bakterien das Immunsystem zunehmend überfallen, stellen sich klassische Abwehrreaktionen ein, die einer Erkältung oder Grippe ähnlich sind. Dazu gehören vor allem

  • heftige Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • geschwollene Lymphknoten
  • brennende, schmerzende Muskeln

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2. Hohes Fieber

Eines der charakteristischen Merkmale des Fleckfiebers ist stark ansteigendes und dann kontinuierlich hoch bleibendes Fieber. In den ersten Krankheitstagen schnellt das Fieber sprungartig auf bis zu 41 °C hoch. Mitunter vergehen dann bis zu zehn Tage, an denen das Fieber auf diesem hohen Niveau bleibt. Die Entfieberung nimmt dann wiederum bis zu fünf Tage in Anspruch. Diese Fieberzeit ist für den Körper enorm kräftezehrend. Ermüdung, Lethargie und Kraftlosigkeit sind typisch. Temperaturen über 40 °C sind bereits sehr gefährlich für den Organismus. Ab 41,5 °C herrscht Lebensgefahr. Dass die Körpertemperatur während des Fleckfiebers derart in die Höhe schießen kann und lange Zeit auf einem bedrohlichen Level bleiben kann, macht die Krankheit so außerordentlich gefährlich.

Egal, was der Grund des hohen Fiebers ist: Bei starkem Fieber sollten Erwachsene unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Auch bei Kindern ist hohes Fieber natürlich gefährlich, Kinder fiebern allerdings auch schneller und häufiger.

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3. Hautausschlag und Nervenstörungen

Ebenfalls typisch für das Fleckfieber sind die namensgebenden fleckartigen Hautausschläge, die Betroffene entwickeln. Üblicherweise werden die Flecken ab dem vierten Krankheitstag am Rumpf sichtbar. Mit Verlauf der Infektion breiten sich die Ausschläge bis auf Arme und Beine aus. Die Flecken verbreiten sich in der Regel nicht auf Handflächen, an den Fußsohlen oder im Gesicht. Die fleckenartigen Ausschläge sind nicht einheitlich gefärbt und geformt. Einige Flecken erscheinen rot und entzündlich, andere sind lila und verschwinden mitunter schnell wieder. Die Flecken werden durch kleine Blutungen der Kapillaren in der Haut ausgelöst.

Die Infektion mit Rickettsien kann Folge- oder Begleiterkrankungen mit sich bringen. Es kann zu Lungenentzündungen oder Gehirnhautentzündungen kommen. Durch das tagelange zum Teil sehr hohe Fieber kann es während des Fleckfiebers auch zu Bewusstseinstrübungen und nervlichen Störungen kommen. Sprachstörungen, zitternde Hände oder Unruhe sind dann möglich.

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