26. Januar 2021
Diabetes vorbeugen: Tipps zur Vorsorge

Diabetes vorbeugen: Tipps zur Vorsorge

Eine Typ-2-Diabetes Erkrankung beginnt meist schleichend. Wichtige Vorsorgeuntersuchungen können jedoch rechtzeitig Auskunft über eine mögliche Diabetes-Erkrankung geben.

Was ist Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die in Typ-1 und Typ-2 unterteilt wird. Bei Typ-1-Diabetes tritt ein absoluter Mangel am körpereigenen Hormon Insulin auf und betrifft meist schon Kinder und Jugendliche. Eine Fehlreaktion des Immunsystems ist dafür verantwortlich, dass die Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. Der Blutzuckerspiegel steigt und die betroffenen Personen müssen sich Insulin spritzen.

Weit verbreiteter hingegen ist Typ-2. Etwa 95 Prozent aller Diabeteserkrankungen sind auf diesen Typ zurückzuführen. Anders als beim Typ-1 sind die Ursachen für einen erhöhten Blutzuckerspiegel eine Kombination aus erblicher Veranlagung, Übergewicht, ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel, die in der Folge zu einer Insulinresistenz führen. Ein veränderter, positiver Lebensstil mit gesunder Ernährung und viel Bewegung kann jedoch die Stoffwechsellage verbessern und Langzeitfolgen der Zuckerkrankheit verhindern.

Diabetes vorbeugen: Wichtige Vorsorgeuntersuchungen

Eine Typ-2-Diabetes Erkrankung beginnt meist schleichend. Starker Harndrang, gesteigertes Durstgefühl, plötzliche Gewichtsabnahme, trockene Haut sowie Müdigkeit sind erste körperliche Anzeichen von Typ-2-Diabetes. Besteht Verdacht, sind diese folgenden Vorsorgeuntersuchungen ratsam:

Für Gewissheit sorgt ein HbA1c-Test. HbA1c ist ein roter Blutfarbstoff, der sich durch Blutzucker verändert. Der HbA1c-Wert gibt an, wie viel Prozent des Blutfarbstoffs "verzuckert" sind. Gesunde Menschen haben einen Wert von etwa fünf Prozent, ab 6,5 Prozent spricht man von Diabetes. Zuckerkranke Menschen lassen mithilfe des HbA1c-Tests in regelmäßigen Abständen ihren Wert bestimmen. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel nicht die Kosten für Patienten, die keinen medizinischen Anlass haben. Die Kosten für einen HbA1c-Test betragen zwischen zwölf und 14 Euro.

Zudem kann nach der Bestimmung des HbA1c-Werts ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt werden, bei dem Sie eine Glukoselösung trinken müssen. Der Test misst, ob Ihr Körper die Glukose normal abbauen kann oder ob eine Stoffwechselstörung vorliegt.

Bei dem Verdacht auf Diabetes können Sie auch Ihren Nüchternblutzucker untersuchen lassen. Sie müssen für die Entnahme nüchtern sein und müssen vorher auf kalorienhaltige Getränke, Kaffee, schwarzen Tee und Rauchen verzichten. Beträgt Ihr Blutzuckerwert im Nüchternzustand unter 100 mg/dl, ist alles in Ordnung. Ab einem Wert von 126 mg/dl ist von Diabetes die Rede. Werte zwischen 110 und 125 mg/dl gelten als grenzwertig – ein gesünderer Lebensstil kann dem vorbeugen. Spätestens nach einem Jahr sollten Sie erneut Ihren Blutzuckerwert untersuchen lassen.

Diabetes vorbeugen: Gesunde Ernährung

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist eine der besten Präventionsmaßnahmen, die Sie ergreifen können. Folgende Tipps sollten Sie daher bei Ihrer Ernährung beherzigen:

  • Essen Sie jeden Tag reichlich Obst und Gemüse.
  • Setzen Sie auf ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkorn, Naturreis oder Hülsenfrüchte, die lange sättigen.
  • Kochen Sie mit möglichst wenig Fett und verwenden Sie Oliven- oder Rapsöl statt feste Fette wie Butterschmalz.
  • Verzichten Sie auf ungesunde, kalorienhaltige Snacks wie Süßigkeiten oder Fast Food.
  • Bevorzugen Sie fettarme Lebensmittel. Fleisch und Wurst sollten Sie nur in geringen Mengen verzehren.
  • Trinken Sie reichlich, vorzugsweise Wasser oder ungesüßten Tee und verzichten Sie auf gesüßte Getränke wie Cola oder Limonaden.
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