Mineralstoffe Magnesium – das müssen Sie bei der Einnahme beachten

Da unser Magnesiumbedarf nicht allein über die Ernährung gedeckt werden kann, greifen viele zu Magnesiumpräparaten, um so ihre Gesundheit zu unterstützen. Bei der Einnahme und Dosierung von Magnesium schleichen sich aber immer wieder Fehler ein. Wir verraten Ihnen, was es zu beachten gibt.

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Magnesium-Zufuhr von 300 bis 400 mg. Wird der Bedarf nicht gedeckt, kann es zu Mangelerscheinungen wie Krämpfen, Verspannungen, Herzrasen, Kopfschmerzen, innerer Unruhe oder auch depressiven Verstimmungen kommen. Grund genug also, nicht nur auf magnesiumreiche Lebensmittel, sondern auch auf Magnesiumpräparate zu setzen.

Doch wussten Sie, dass Sie bei der Einnahme von Magnesium auch einiges falsch machen können? Wir decken die beliebtesten Fehler auf und geben Ihnen Tipps zur richtigen Anwendung.

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Das müssen Sie bei der Einnahme von Magnesium beachten

1. Dosierung

Wie viel Magnesium Sie pro Tag benötigen, hängt von Ihrem Alter und Ihrem Geschlecht ab. Vielleicht haben Sie sogar einen erhöhten Bedarf – ihr Arzt kann Ihnen darüber Auskunft geben. Übrigens: Überschüssige Mengen an Magnesium werden vom Darm wieder ausgeschieden – wird ihr Stuhlgang weicher und erreicht er die Durchfallgrenze, ist dies ein Indikator für eine zu hohe Dosis.

2. Tageszeit

Haben Sie die richtige Dosis gefunden, sollten Sie die Gesamtmenge auf zwei bis drei Einzeldosen über den Tag verteilen. Kleine Mengen können nämlich besser vom Körper verwertet werden als eine große. Wer in erster Linie Krämpfen in der Nacht vorbeugen möchte, sollte sich das Magnesium am Abend zuführen. Sportler sollten Magnesium nach dem Training einnehmen.

3. Magnesiumräuber

Verschiedene Substanzen können dem Körper das Magnesium wieder entziehen und die Aufnahme von Magnesium erschweren. Zu diesen Magnesiumräubern zählen zum Beispiel verschiedene Arzneimittel, Koffein, Genussmittel wie Alkohol und Nahrungsmittel wie Rhabarber und Mangold, die Oxalsäure enthalten.

4. Einnahmedauer

Es kann einige Wochen dauern, bis ein Magnesiummangel ausgeglichen ist. Setzen Sie die Einnahme also auch fort, wenn akute Beschwerden, wie Muskelkrämpfe bereits nachlassen. Nur so kann Ihr Magnesiumspeicher nachhaltig aufgefüllt werden.

5. Abstand

Nehmen Sie bestimmte Medikamente oder Spurenelemente ein, sollte Magnesium nur mit einem zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden eingenommen werden. Bei einer zeitgleichen Einnahme von Zink, Eisen oder Kalzium kann es nämlich zu einer verminderten Aufnahme der einzelnen Nährstoffe kommen. Bei einer Dauermedikation mit Schilddrüsenhormonen ist besondere Vorsicht geboten. Auch hier kann es zu einem Wirkverlust kommen.

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Datum: 27.05.2020
Autor: Lara Rygielski