11. Oktober 2021
Vitamin D hilft bei einer Schilddrüsenunterfunktion

Vitamin D: So hilft es bei einer Schilddrüsenunterfunktion

Laut Studien haben Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion häufig auch einen Vitamin-D-Mangel. Welche Gründe dahinterstecken und wie sich Vitamin D positiv auf die Autoimmunerkrankung auswirkt, lesen Sie hier.

Ob für unsere Knochen, Zähne, Muskeln, unser psychisches Wohlbefinden oder Immunsystem – Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit und etliche Stoffwechselvorgänge. Das sogenannte Sonnenvitamin beeinflusst nämlich auch die Ausschüttung von Thyroxin, dem Schilddrüsenhormon.

Vitamin-D-Mangel bei Hashimoto

Bei Hashimoto-Patienten wird besonders häufig ein Vitamin-D-Mangel nachgewiesen, wie eine Studie der Qassim University in Saudi-Arabien zum Zusammenhang eines Vitamin-D-Mangels mit einer Schilddrüsenerkrankung untersucht hat. Das liegt zum einen daran, dass Hashimoto-Erkrankte einen höheren Vitamin-D-Bedarf haben, gleichzeitig aber weniger von dem Sonnenvitamin bilden können. Zudem leiden Menschen mit Autoimmunkrankheiten häufiger an Rezeptorstörungen. Das bedeutet, dass trotz genügend Vitamin D, dieses nicht wirken kann.

Die Symptome eines Vitamin-D-Mangels bei gesunden Menschen äußern sich durch eine höhere Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Muskelschwäche oder Knochenschmerzen. Bei Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es unter anderem zu Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, die dem Frühstadium von Alzheimer ähneln. Weitere Anzeichen sind ebenfalls Müdigkeit sowie depressive Verstimmungen.

Hashimoto-Thyreoiditis

Bei Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Das körpereigene Immunsystem greift das eigene Schilddrüsengewebe an. Die Autoimmunerkrankung führt zu einem Mangel der Schilddrüsenhormone und somit zu einer Unterfunktion (Hypothyreose).

Studie: Vitamin D senkt Hashimoto-Antikörper

Forscher gehen davon aus, dass ein Vitamin-D-Mangel bei der Entwicklung von Hashimoto eine Rolle spielt und keine Folge von einer Hashimoto-Erkrankung ist – wie eine iranische Studie zeigt. Patienten, die drei Monate lang Vitamin D supplementiert hatten, hatten deutlich geringere Symptome und die typischen Hashimoto-Antikörper und auch der TSH-Wert – ein erhöhter Wert weist auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin – konnten gesenkt werden. Bei Hashimoto ist eine Tagesmenge von 1.000 bis 2.000 International Einheiten von Vitamin D zu empfehlen. Die genaue Dosierung hängt vom Vitamin-D-Spiegel ab und wird von Ihrem Hausarzt bestimmt. Wichtig: Nehmen Sie nie ohne ärztliche Rücksprache Vitamin-D-Präparate ein. Eine falsche Einnahme kann mitunter zu einer Überdosierung führen.

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