26. März 2021
Sind vegane Brotaufstriche gesund?

Wie gesund sind vegane Brotaufstriche wirklich?

Gesundheitsbewusste Menschen greifen im Supermarkt vermehrt zu veganen Brotaufstrichen. Aber sind diese so gesund wie ihr Ruf? Wir zeigen Ihnen, woraus vermeintliche Gemüse-Aufstriche meist wirklich bestehen und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Woraus bestehen vegane Brotaufstriche?

Die meisten veganen Brotaufstriche werben auf ihrer Verpackung mit den Gemüsesorten, aus denen der Aufstrich bestehen soll. Namen wie „Toskana“, „Paprika-Tomate“ oder „Zucchini & Kräuter“ suggerieren einen hohen Gemüseanteil und gesunde Inhaltsstoffe. Dabei ist von der eigentlichen Hauptzutat nichts auf den Bildern zu sehen. Denn viele Gemüse-Brotaufstriche bestehen tatsächlich zum größten Teil aus Sonnenblumenöl, Sonnenblumenkernen und Wasser.

Nun ist Sonnenblumenöl nicht zu verteufeln, aber in größeren Mengen ist es doch bedenklich. Es enthält nämlich überproportional große Mengen an Omega-6-Fettsäuren. Ein Übermaß von Omega-6 im Vergleich zu Omega-3-Fettsäuren, welche in Leinsamen, Walnüssen und fettem Seefisch vorkommen, führt vermehrt zu Entzündungen. Die handelsüblichen Pflanzenaufstriche auf Sonnenblumenöl-Basis enthalten zudem ein Übermaß an Kalorien: 100 Gramm Aufstrich können gut und gerne zwischen 300 und 400 Kalorien enthalten – kein leichtes Lebensmittel. Achten Sie daher genau auf die Nährwertangaben: Ist die erste Zutat Sonnenblumenöl, sollten Sie die Finger vom Aufstrich lassen!

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Sind vegane Brotaufstriche gesund?

Jene pflanzlichen Brotaufstriche, deren Hauptzutat Sonnenblumenöl ist, sind nicht als sonderlich gesund einzustufen. Der Anteil an Omega-6-Fettsäuren ist deutlich zu hoch und die Kalorienmenge bedenklich. Hersteller nutzen diesen Trick jedoch häufig, da Sonnenblumenöl deutlich kostengünstiger als frisches Gemüse ist. Bei Aufstrichen auf Basis von Hülsenfrüchten sieht es meist besser aus. Ihre Hauptzutat sind meist tatsächlich Linsen oder Kichererbsen. Ein genauer Blick auf die Verpackung lohnt sich hier ungemein.

Auch preislich gesehen sind vegane Brotaufstriche keine günstige Angelegenheit. Ein 200 Gramm Glas kostet zwischen 1,50 Euro und 3 Euro. Dabei lassen sich Pflanzenaufstriche innerhalb von 20 Minuten mit frischen Zutaten ganz einfach selber machen – das ist günstiger und gesünder. Probieren Sie z.B. unseren leckeren Rote-Bete-Aufstrich oder diesen tollen Möhren-Dip aus! Die selbst gemachten Aufstriche halten sich bis zu fünf Tage im Kühlschrank.

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Fazit: Augen auf beim Aufstrich-Kauf

Natürlich sind nicht alle veganen Brotaufstriche fiese Fettfallen, mit denen die Hersteller Sie hinters Licht führen wollen. Dennoch sollte jeder Verbraucher wissen, dass vermeintliche Gemüse-Aufstriche häufig bloße Sonnenblumenöl-Aufstriche sind. Betrachten Sie daher beim Kauf die Rückseite der Verpackung: Besteht der Aufstrich zu einem Drittel aus Fett, sollten Sie stutzig werden. Greifen Sie vermehrt zu Aufstrichen, deren erste Zutat in der Liste das entsprechende Gemüse ist. Oder machen Sie Ihre Aufstriche künftig selbst – das ist gesünder und spart Geld!

Quellen: verbraucherzentrale.de

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