15. August 2021
Diabetes Typ 2: Diese Lebensmittel erhöhen Ihr Risiko

Diese 7 Lebensmittel erhöhen Ihr Diabetes-Risiko

Die Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2 ist zu einem geringen Anteil erblich bedingt. Die größten Risikofaktoren sind jedoch unser Lebensstil und die falsche Ernährung. Hier sind 7 Lebensmittel, die Ihr Risiko für Diabetes Typ 2 erhöhen.

Im Gegensatz zur vererbten Autoimmunerkrankung Diabetes Typ 1 sind für Typ-2-Diabetes die Gene nur minimal verantwortlich. Vielmehr sorgt der moderne Lebensstil dafür, dass über Jahrzehnte hinweg schleichend eine Insulinresistenz entsteht, die schließlich zur Insulinabhängigkeit führt. Zwar sterben Betroffene nicht an der Zuckerkrankheit selbst, allerdings an den Folgen wie Herzinfarkten, Schlaganfällen sowie anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wir zeigen Ihnen, was den Diabetes Typ 2 verursacht und welche Lebensmittel Sie unbedingt meiden sollten, um Ihr Risiko zu minimieren.

Ursachen für Diabetes Typ 2

Während bei Diabetes Typ 1 die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann, ist bei Typ-2-Diabetes die Produktion nicht das Problem. Vielmehr baut der Körper Stück für Stück eine Resistenz gegenüber dem Hormon auf, welches den Zucker aus dem Blut in die Zellen schleust. Forschende gehen davon aus, dass zwar die Neigung zur Insulinresistenz vererbt werden kann. Allerdings bricht ein Diabetes Typ 2 trotz erblicher Veranlagung nur dann aus, wenn ein ungesunder Lebensstil praktiziert wird.

Die größten Ursachen für die erworbene Zuckerkrankheit stellen Bewegungsmangel, Übergewicht und die falsche Ernährung dar. Häufige Zwischenmahlzeiten mit kurzkettigen Kohlenhydraten (Zucker) zwingen die Bauchspeicheldrüse dazu, ständig Insulin zu produzieren. Damit es bei Ihnen auf Dauer nicht zu einer Insulinresistenz kommt, sollten Sie besonders maßvoll mit den folgenden Lebensmitteln umgehen.

Diese 7 Lebensmittel erhöhen Ihr Diabetes-Risiko

  1. Süßigkeiten
    Zuckerige Snacks lassen Ihren Blutzuckerspiegel rapide in die Höhe schnellen und führen anschließend zum berüchtigten Zucker-Crash. Klar, man sollte sich ab und zu etwas gönnen und auch mal ungesunde Lebensmittel ohne schlechtes Gewissen essen dürfen. Genuss gehört eben zum Leben dazu – er hat jedoch problematische und gesundheitsgefährdende Ausmaße angenommen. Bezeichnend dafür ist unser Süßigkeitenkonsum: Waren Süßwaren früher eine seltene Ausnahme an Geburtstagen, Weihnachten oder anderen Familienfesten, lauern Sie heute überall. Tipp: Was Sie nicht kaufen, können Sie auch nicht essen! Kaufen Sie daher stets nur die Lebensmittel, die auf der Liste stehen und lassen Sie sich nicht von bunten Verpackungen oder Reklamen zum Spontankauf hinreißen.
  2. Weißmehlprodukte
    Weißmehl ist im Gegensatz zu Vollkornmehl so ungesund, weil es kaum noch Ballaststoffe enthält und damit eine deutlich höhere glykämische Last hat. Aufgrund dessen führen Weißbrot & Co. zu einem steilen Anstieg des Blutzuckerspiegels und begünstigen auf Dauer eine Insulinresistenz. Greifen Sie daher stets zu Vollkornprodukten, um Ihr Risiko für Diabetes zu senken.
  3. Cornflakes und Schoko-Müsli
    Nach wie vor werden ungesunde Cornflakes an Kinder vermarktet, wodurch bereits im frühen Alter eine Gewöhnung an den viel zu süßen Geschmack stattfindet. Doch auch vermeintlich gesündere Schoko-Müslis mit „weniger Kalorien“ bestehen häufig zu 40 Prozent aus reinem Zucker. Augen auf beim Zerealien-Kauf: Am besten stellen Sie sich auf Haferflocken-Basis Ihr eigenes Frühstücksmüsli zusammen.
  4. Fertigprodukte
    Die meisten Fertigprodukte enthalten zugesetzten Zucker oder andere ungesunde Zutaten. Die üblichen Verdächtigen sind hier „Fruchtjoghurts“, die kaum Früchte, dafür aber Unmengen an Zucker enthalten, sowie Fertigsaucen und abgepackte Salate wie Fleischsalat, Kartoffelsalat oder Krautsalat. Die deutlich gesündere und auch günstigere Variante ist hier Selbermachen. 
  5. Limonade und andere Süßgetränke
    Flüssige Kalorien gehören zu den gängigsten Ursachen für Übergewicht und Diabetes – und sind gleichzeitig die am leichtesten vermeidbare. Zucker hat in Getränken nichts zu suchen und wenn es an einem heißen und anstrengenden Sommertag doch mal ein Erfrischungsgetränk sein soll, greifen Sie zu einer stark verdünnten Fruchtschorle.
  6. Milchkaffee
    Dieser zuckerige Dickmacher wird häufig übersehen, wenn es ums Abnehmen geht. Dabei enthalten die meisten Milchkaffees neben Milch auch eine ordentliche Portion Zucker. Das Gute: Man kann sich überraschend schnell an den Geschmack von schwarzem Kaffee gewöhnen – bereits nach wenigen Wochen empfinden unsere Geschmacksnerven den neuen, ungewohnten Geschmack als lecker. Probieren Sie's aus!
  7. Zuckerersatzstoffe
    Wer Zucker meiden will, greift häufig auf „natürlichere“ Alternativen wie Agavendicksaft, Honig oder Sirup zurück. Diese sind jedoch nur marginal gesünder als raffinierter Haushaltszucker und sollten ebenso maßvoll verwendet werden. Die Natürlichkeit von Honig & Co. macht sie nicht automatisch zu gesunden Produkten – mit fast so vielen Kalorien wie Zucker begünstigen sie Übergewicht, Diabetes und andere Krankheiten in einem ähnlichen Maße.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt für den täglich empfohlenen Zuckerkonsum als Obergrenze 25 Gramm an. Das sind etwa sechs Teelöffel oder eine kleine Dose Cola. Achten Sie daher besonders auf den Zuckergehalt der Lebensmittel, die Sie kaufen.

Tipp: Snacks lassen Ihren Blutzuckerspiegel zwischen den Hauptmahlzeiten Achterbahn fahren. Halten Sie sich daher an zwei bis drei sättigende Mahlzeiten am Tag, um häufige Insulinausschüttungen zu vermeiden.

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