Salzige Lebensmittel 9 Anzeichen, dass Sie zu viel Salz essen

Salz ist ein Geschmacksverstärker, weshalb sich so viele Speisen und Gerichte mit den weißen Körnchen aufpeppen lassen. Weil Salziges aber so gut schmeckt, essen wir oft viel mehr als nötig. Deshalb verraten wir Ihnen die Anzeichen, an denen Sie erkennen, ob Sie zu viel Salz essen.

Salzbrezel

Damit der menschliche Körper funktioniert und gesund bleibt, braucht er eine gewisse Menge Salz. Natriumchlorid, besser bekannt als Kochsalz, regelt im Körper den Wasserhaushalt, die Gewebespannung und ist Grundlage für die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven. Auch bei der Verdauung und dem Knochenbau ist Salz beteiligt. 
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten nicht mehr als 6 Gramm pro Tag zugeführt werden. Doch viele von uns essen täglich viel mehr Salz als nötig, da in verarbeiteten Lebensmitteln schon oft eine Menge Salz steckt.

 

Zu viel Salz ist schädlich

Bekommt der Körper zu viel Salz, wird der Überschuss über die Nieren ausgeschieden. Dabei verliert der Körper aber auch Wasser, was sich mit Durst bemerkbar macht. Auf Dauer kann ein erhöhter Salzkonsum die Nieren belasten. Wird zusätzlich zu wenig getrunken, kann das zu Gefäßverengungen führen, was wiederum zu Bluthochdruck führt. Wird es mit dem Salzkonsum übertrieben, kann Salz toxisch wirken. Es entzieht den Zellen Wasser, um die erhöhte Salzkonzentration im Körper auszugleichen. Wird der Wasserhaushalt nicht wieder aufgefüllt, kommt es zu Durchfall und Erbrechen. In schweren Fällen kann der Wassermangel zu Herz- und Atemstörungen oder gar zum Tod führen.

 

9 Anzeichen, dass Sie zu viel Salz essen

  1. Ständiger Durst
    Wenn Sie häufiger salzige Lebensmittel wie Wurst- und Fleischprodukte, Knabberkram oder Käse gegessen haben, verlangt der Körper öfter nach Wasser. Dies sollten Sie auch trinken, um den Wasser-Salz-Haushalt auszugleichen. Ebenso kann übermäßiger Durst auch ein Anzeichen für Diabetes Typ1 sein.
     
  2. Aufgequollenes Gesicht 
    Nach dem Aufwachen stellen Sie am Morgen fest, dass die Region um die Augen und Ihre Wangen angeschwollen sind. Ein erhöhter Salzkonsum am Vortag kann der Grund dafür sein. Zu viel Salz bindet Wasser im Körper, welches sich zwischen den Zellen ansammelt. Hier finden Sie Tipps gegen ein aufgedunsenes Gesicht >>
     
  3. Die Waage zeigt mehr Gewicht an
    Nicht immer sind es zu viele Kalorien, die dafür sorgen, dass Sie zunehmen. Stattdessen sorgen Salz und Wasser im Körper dafür, dass am nächsten Morgen die Zahl auf der Waage höher ist als sonst. Doch keine Panik: ein salzarmer Tag und viel Wasser helfen, übermäßige Wassereinlagerungen loszuwerden.

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  4. Das Essen schmeckt fade
    Essen Sie häufiger verarbeitete Lebensmittel und Fertigprodukte, können die Geschmacksnerven auf den salzigen Geschmack abstumpfen. So schmeckt z. B. Gemüse oftmals fade. Der Trick ist es, jetzt nicht stark nachzusalzen, sondern die Salzzugabe bewusst zu reduzieren. Da sich die Geschmacksnerven auf der Zunge regelmäßig erneuern, können Sie sich so an salzärmere Kost gewöhnen.
     
  5. Ständige Kopfschmerzen
    Tatsächlich können Kopfschmerzen von zu viel Salz kommen. Typische Anzeichen sind ein Stechen oder Dröhnen zwischen den Schläfen, da Salz zu Gefäßerweiterungen im Gehirn führt. Wichtig ist jetzt, dass Sie viel trinken, um den Salzüberschuss auszugleichen.
     
  6. Nierensteine
    Ist die Salzkonzentration im Urin erhöht und werden die Nieren nicht mit genügend Wasser durchspült, können sich Kristalle bilden. Die Salze lagern sich schichtweise aufeinander ab, sodass mit der Zeit Nierensteine entstehen. Das kann sehr schmerzhaft werden. Wichtig ist, dass Sie täglich 1,5 bis 2 Liter täglich trinken. Das spült die Nieren durch und verhindert, dass sich Ablagerungen bilden. Sind kleine Nierensteine schon entstanden, hilft es ebenfalls viel zu trinken und sich zu bewegen, um die Steine auszuscheiden.
     
  7. Hoher Blutdruck
    Ein optimaler Blutdruck liegt bei 120/80. Zu viel Salz kann jedoch auf Dauer zu Bluthochdruck führen, da sich die Gefäße verengen und versteifen, wodurch das Herz schneller und mit mehr Druck pumpen muss. Leiden Sie bereits unter Bluthochdruck, sollten Sie Ihren Salzkonsum sorgfältig überwachen und regelmäßig von einem Arzt überprüfen lassen. 
     
  8. Sie sind häufiger krank
    In einem Experiment haben Forscher Mäuse in zwei Gruppen geteilt und sie eine Woche mit salzarmer und salzreicher Kost gefüttert. Anschließend wurden die Mäuse mit Listerien und E.Coli-Bakterien infiziert, die sich in unseren Lebensmitteln befinden können. Es zeigte sich, dass die Mäuse mit salzarmer Kost mehr Immunzellen hatten als die Mäuse, die mit salzreicher Kost gefüttert wurden. In der salzreichen Gruppe verliefen die Infekte deutlich länger. 
     
  9. Schlafstörungen
    Eine zu salzhaltige Nahrung kann zu Schlafstörungen wie unruhigem Schlaf, häufiges Aufwachen und ein Gefühl der Unruhe am Morgen führen. Der unruhige Schlaf entsteht vor allem, wenn Sie abends viel Salz zu sich nehmen, da der hohe Natriumgehalt zu einem Anstieg des Blutdrucks und einer Flüssigkeitsretention, also der Zurückhaltung von Wasser im Körper, führt.

In diesen Lebensmitteln steckt besonders viel Salz

Sofern wir selbst salzen, bemerken wir natürlich die Menge, die wir unserem Essen beifügen. Allerdings versteckt sich eine große Menge davon auch häufig in bestimmten Lebensmitteln, ohne dass wir davon Kenntnis haben.
Das sind Lebensmittel mit einem hohen Natriumgehalt:

  • Fertigprodukte: Pizza, Dosengerichte, TK-Gerichte oder Tütensoßen
  • Wurst und Fleisch: Salami, gekochter Schinken, Fleischwurst, Bierschinken, Lachsschinken, Würstchen oder mariniertes Fleisch
  • Abgepackte/s Brötchen und Brot
  • Käse: Gorgonzola, Feta, Greyerzer oder Gouda
  • Snacks: Cracker, Salzstangen, Chips

Das sind salzärmere Alternativen

Um langfristig gesund zu bleiben oder gar Bluthochdruck zu reduzieren, sollten Sie zu salzärmeren Alternativen greifen:
  • Fertigprodukte: Flammkuchen, Tortellini, Spaghetti mit Tomatensoße
  • Wurst und Fleisch: gekochter Schinken, Putensalami, Mortadella, Leberwurst oder Putenbrust
  • Käse: Frischkäse, Emmentaler, Camembert, Mozzarella
  • Snacks: Käsegebäck, Blätterteig

Unterschiedliche Salz-Arten

Wussten Sie, dass Meersalz mehr Spurenelemente und Mineralien enthält, als herkömmliches Haushaltssalz? Um Ihren Körper etwas Gutes zu tun, könnten Sie also zu Meersalz übergehen. Demgegenüber fehlen dem günstigen Salz aus dem Supermarkt durch die chemische Raffinierung wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. 

Datum: 09.09.2020
Autorin: Christina Liersch