Workout am Morgen Ist Sport auf nüchternen Magen gesund?

Aus dem Bett und rein in die Laufschuhe – Frühsport liegt derzeit voll im Trend. Das Frühstück? Muss warten! Wir verraten Ihnen, welche Vor- und Nachteile Sport auf nüchternen Magen hat.

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Vor dem Frühstück ins Fitnessstudio oder eine Runde joggen zu gehen, ist für viele Menschen reine Routine und der perfekte Start in den Tag. Sie fühlen sich dadurch nicht nur fitter – sondern verbrennen im Gegensatz zu denjenigen, die lieber abends Sport treiben, auch viel mehr Fett. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Wird dem Körper nichts zugeführt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf seine Fettreserven zurückzugreifen.

Um dies zu beweisen wurden 2018 im Rahmen einer Studie 28 gesunde Personen untersucht. Während ein Teil von ihnen vor dem Frühstück sportlich aktiv war, trainierten die anderen erst weit danach. Das Ergebnis: Diejenigen, die vor dem Sport nichts gegessen haben, verloren mehr Gewicht als jene, die vorher etwas gegessen haben. Die Vorteile vom Training auf nüchternen Magen sollten klar sein – aber ist es wirklich gesund?

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So gesund ist Sport auf nüchternen Magen

Generell spricht erst einmal nichts gegen den Frühsport auf nüchternen Magen. Wer morgens allerdings sowieso schon unter Kreislaufproblemen leidet, sollte darauf aber lieber verzichten, da das Training auf leerem Magen zu erheblichen Leistungseinbrüchen führen kann. Schwindel, Unwohlsein und Schwächeanfälle sind aufgrund des niedrigen Blutzuckers keine Seltenheit. Damit geht natürlich auch eine erhöhte Verletzungsgefahr einher. Diabetiker sollten zudem komplett auf das Nüchterntraining verzichten. Dies kann bei ihnen zu einem Zuckermangel führen.

Das sollten Sie beachten, wenn Sie auf nüchternen Magen Sport treiben

Möchten Sie trotz der möglichen Risiken auf leeren Magen trainieren, sollten sie ein paar Dinge vorab beachten. Trinken Sie vor dem Training mindestens ein Glas Wasser. Tun Ihnen kalte Getränke nicht gut, können Sie alternativ auch zu schwarzem oder grünen Tee greifen. Wenn Sie ein Anfänger in Sachen Frühsport sind, sollten Sie es zudem erst einmal ruhig angehen lassen und nicht länger als 30 Minuten trainieren. Später können Sie die Trainingsdauer erhöhen. Auch eignet sich eine kurze Jogging-Einheit eher als ein hartes Krafttraining mit Gewichten. Die Intensität des Trainings ist immer niedrig zu halten.

Das sollten Sie nach dem Training zu sich nehmen

Egal ob Sie abnehmen oder Muskeln aufbauen möchten – ist das Workout geschafft, sollte ausgiebig gefrühstückt werden, damit Sie den Energiespeicher Ihres Körpers wieder auffüllen. Nur so kann er sich erholen und neues Muskelgewebe aufbauen. Was der Körper jetzt braucht, sind vor allem Proteine und Kohlenhydrate. Eier, Magerquark oder auch Proteinshakes sind definitiv eine gute und leckere Wahl.

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Datum: 25.08.2020
Autorin: Lara Rygielski