13. April 2021
Sport nach Corona-Impfung: Das müssen Sie beachten!

Sport nach Corona-Impfung: Das müssen Sie beachten!

Wie lange sollte ich nach einer Corona-Impfung mit dem Training warten und gibt es gesundheitliche Risiken? Ein Sportmediziner liefert uns die Antworten. Das müssen Sie beim Sport nach der Corona-Impfung beachten!

Sport nach Corona-Impfung

Muss ich nach einer Corona-Impfung besonders lange mit dem Sport warten? Auf welche Zeichen meines Körpers muss ich achten? Welche Sportarten sind erstmal tabu? Zu all diesen Fragen liefert uns Prof. Dr. med. Axel Preßler, Facharzt für Kardiologie, Innere Medizin und Sportmedizin in München, die passenden Antworten.

So lange sollten Sie nach der Impfung mit dem Sport warten

Wie nach jeder Impfung fragen Sie sich sicherlich auch, wann Ihr Körper nach einer Corona-Impfung wieder vollständig einsatzbereit ist und Sie ihn ohne Bedenken belasten dürfen. Prof. Dr. med Axel Preßler rät hierbei zu folgendem Vorgehen: "Gönnen Sie sich am Tag der Corona-Impfung eine Pause, damit die Einstichstelle optimal verheilen kann. Fühlen Sie sich gut und bleiben mögliche Nebenwirkungen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Erschöpfung oder Fieber aus, spricht nichts dagegen, am nächsten Tag wieder Sport zu machen." Gegen leichte körperliche Anstrengung spricht somit nichts, solange Sie es nicht übertreiben.

Sollte es allerdings zu stärkeren Nebenwirkungen infolge der Impfung kommen, sollten Sie mindestens eine Woche pausieren, z.B. wenn Fieber, Schüttelfrost oder andere starke Symptome auftreten. Ein geschwächter Körper ist sowieso nicht in der Lage seine Leistung zu steigern, weswegen ein Training in der Situation sinnlos wäre. "Vermeiden Sie (...) starke körperliche Belastungen, da sehr intensiver Sport das Immunsystem schwächen und es dadurch eher zu Impfreaktionen kommen kann", mahnt der Experte. Dafür, dass die Impfung an sich längerfristig die Leistungsfähigkeit schmälern könnte, gibt es jedoch keine Belege. 

Tipp: Geben Sie Ihrem Körper die Pause, die er benötigt, um die Impfung zu verarbeiten. Fühlen Sie sich komplett beschwerdefrei, spricht nichts gegen ein leichtes Ausdauertraining, solange Sie den geimpften Arm schonen.

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Diese Sportarten sollten Sie nach der Corona-Impfung meiden

Um den Arm, der die Impfdosis abbekommen hat, nicht zu überlasten, sollten Sie ihn weder mit Krafttraining, noch mit Ausdauertraining belasten. "Warten Sie am besten zwei bis drei Tage nach der Impfung ab, bevor Sie mit dem Krafttraining starten und stemmen Sie am Anfang keine zu schweren Gewichte. Gegen leichte körperliche Betätigung wie Joggen ist nichts einzuwenden.", betonte der Sportkardiologe im Interview mit ELEMENTS Fitness und Wellness. Ein moderates Training, in welchem nur die Beine zum Einsatz kommen, sollte in den Tagen nach der Impfung somit kein Problem sein. 

 

An intensiveres Krafttraining, HIIT und Wettkämpfe sollten Sie nach einer Impfung jedoch nicht denken: "Bereiten Sie sich zum Beispiel auf einen Marathon vor, ist von einer Impfung kurz vor dem Wettkampf (...) abzuraten. Planen Sie genügend Zeit für Ihre Trainingspause ein", sagt Prof. Preßler. 

Tipp: Vermeiden Sie Belastungen, die Ihren Arm fordern, sowie hochintensive Trainingseinheiten oder Wettkämpfe wenige Tage nach einer Impfung.

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Fazit: Schonen Sie Ihren Körper nach der Impfung

  • Gönnen Sie sich am Tag der Corona-Impfung eine Pause.
  • Treten Nebenwirkungen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ungewöhnliche Müdigkeit auf, ist Sport absolut tabu!
  • An den ersten drei Tagen nach der Impfung ist leichtes Ausdauertraining in Ordnung.
  • Mit dem Krafttraining der Arme sollten Sie drei Tage lang warten, damit die Einstichstelle sich erholen kann.
  • Mit Wettkämpfen, Sprints und intensivem Intervalltraining sollten Sie warten, bis sich Ihr Körper vollständig von der Corona-Impfung erholt hat.
© ELEMENTS Fitness und Wellness
Prof. Dr. med. Axel Preßler, Facharzt für Kardiologie, Innere Medizin und Sportmedizin, gibt Auskunft darüber, wann Sie wieder mit dem Sport loslegen können.

Sport nach Covid-19-Erkrankung

Wenn Sie bereits Corona hatten und daher eine längere Sportpause eingelegt haben, sollten Sie Ihren gesundheitlichen Zustand ärztlich überprüfen lassen. Für Leistungs- und Profisportler ist das ein absolutes Muss – doch auch als Hobbysportler können Sie mit einem Belastungstest auf Nummer sicher gehen, dass Sie Ihrem Körper mit einem Wiedereinstieg ins Training nichts Schlechtes tun. Der Experte rät dazu, jegliche Symptome erst vollständig abklingen zu lassen. "Um ganz sicher zu gehen, hängen Sie noch drei bis fünf ‚Sicherheitstage‘ dran. Starten Sie Ihr Sportprogramm zunächst vor allem im Grundlagenbereich, um das Immunsystem nicht zu stark zu beanspruchen und den Körper langsam an die körperliche Anstrengung zu gewöhnen", sagt der Sportmediziner Prof. Dr. med. Axel Preßler.

Tipp: Nach einer überstandenen Infektion mit dem Coronavirus ist es empfehlenswert, sich zur Sicherheit sportmedizinisch untersuchen lassen und alle Symptome vollständig abklingen zu lassen.

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