Restday 5 Anzeichen, dass Sie heute auf Sport verzichten sollten

Regelmäßiges Training macht fit und hält Körper und Geist gesund. Gerade anstrengende Trainingseinheiten pushen das Selbstbewusstsein und bringen einen Adrenalinkick und Endorphinschub mit sich. Man möchte weitertrainieren, doch manchmal sollten Sie Ihrem Körper Ruhe gönnen. Diese Anzeichen sprechen dafür:

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Die regelmäßige Trainingseinheit im Fitnessstudio, auf dem Sportplatz oder im Park ist längst zur Routine geworden. Und auch der Reiz besser, stärker und schneller zu werden hat Sie gepackt, sodass das Training nun auch noch öfter als gewohnt stattfindet. Grundsätzlich ist dies nicht schlimm, schließlich ist der menschliche Körper für viel Bewegung ausgelegt, dennoch gibt es Anzeichen, dass Sie Ihr Training etwas zurückschrauben und einen Tag mehr Pause für die notwendige Regeneration einlegen sollten.

Warum sind Restdays so wichtig?

Das Training ist dazu da, um in der Muskulatur den nötigen Reiz zu setzen, dass er sich an die Belastung anpasst. Diesen Prozess nennt man auch Superkompensation. An Pausetagen finden die Anpassungsprozesse im Körper statt, indem in der Muskulatur Schäden repariert und Entzündungen beseitigt werden. Eine ausgewogene und proteinreiche Ernährung, Stressreduktion und genug Schlaf sorgen dafür, dass Sie in der nächsten Trainingseinheit stärker und/oder schneller werden. Doch ein Restday muss nicht bedeuten, dass Sie inaktiv werden. Ganz im Gegenteil: ein aktiver Tag mit leichten Bewegungen fördert die Regeneration des Körpers.
 

5 Anzeichen, heute mit dem Sport zu pausieren

1. Starker Muskelkater

Nach einem anstrengenden Training kann es je nach Trainingszustand und Belastung zu leichtem oder gar starkem Muskelkater kommen. Dieser zeigt, dass man Übungen ausgeführt hat, die der Körper noch nicht gewohnt ist. Bei vielen Sportlern setzt der Muskelkater am Tag nach dem Training ein, bei manchen wird der Schmerz erst am zweiten Tag schlimm. Hören Sie grundsätzlich auf Ihr Bauchgefühl: Können Sie sich kaum bewegen, sollten Sie heute nicht trainieren und sich stattdessen lieber einen Spaziergang, Wärme, Schlaf und Proteine gönnen, um den Muskelkater schnell wieder loszuwerden. Bei leichtem Muskelkater hingegen können Sie auch wieder ins Training einsteigen, da Bewegung und Beanspruchung die Muskulatur besser durchblutet und so auch die Regeneration fördert.

2. Demotivation und Unkonzentriertheit

Manchmal hat man keine Lust auf Sport und ist am Ende der Einheit trotzdem glücklich, sie durchgezogen zu haben. Aber manchmal wollen weder Körper noch Kopf. Wenn selbst nach dem Aufwärmen die Motivation noch immer nicht auffindbar ist, ist das Risiko zu groß, nur halbherzig bei der Sache zu sein. Das Risiko für Verletzungen ist dadurch erhöht, weshalb es hier sinnvoll ist, lieber noch einen Tag auf das Training zu verzichten.

3. Krankheit oder Schmerzen

Bei Krankheiten wie Grippe, Erkältung oder gar Corona sollten Sie die Sportschuhe in die Ecke stellen. Durch ein Training würde das Immunsystem, welches ohnehin schon belastet ist, noch gestresster sein, sodass das Gesundwerden noch länger dauern würde. Ebenso erhöht sich durch eine verschleppte Erkältung z. B. das Risiko für eine Herzmuskelentzündung, die lebensbedrohlich werden kann. Daher gilt bei Krankheit: Sport fällt heute aus! 
Bei Schmerzen kommt es tatsächlich darauf an, was wo schmerzt. Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, Schmerzen des Bewegungsapparates professionell abklären zu lassen und ggf. das Training zu pausieren bzw. die Intensität runterzuschrauben. Manchmal ist es hingegen sinnvoll in den Schmerz leicht zu trainieren, um so die Regeneration zu fördern. Dies sollten Sie jedoch nicht auf eigene Faust ausprobieren!

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4. Leistungsabfall

Bei der Kraftübung haben Sie vor wenigen Wochen noch mehr Wiederholungen geschafft oder mehr Gewicht bewegt, aber jetzt will der Körper einfach keine Leistung mehr bringen? Oder Sie sind bei Ausdauersport auf gleicher Distanz langsamer geworden. Die Stichworte sind hier Leistungsabfall und zu wenig Regeneration. Überprüfen Sie Ihre Trainingseinheiten, die Belastung und schrauben Sie eventuell an anderen Erholungsstellen wie der Ernährung oder dem Schlaf. Sie werden sehen: Ein bisschen mehr Pause und schon geht's im nächsten Training wieder rund!

5. Krämpfe

Nächtliche Krämpfe oder Krämpfe während des Sports sind unangenehm und oft ein Zeichen für einen Nährstoffmangel und Überlastung der Muskulatur. Hilfreich ist es hier, dass Sie auf Ihre Ernährung achten und Elektrolyte wie Natrium, Magnesium und Kalium zu sich nehmen sowie ausreichend trinken. Hilft dies nicht, können auch Mineralstoff-Präparate aus der Apotheke helfen. 

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Datum: 27.10.2020
Autorin: Christina Liersch