Greenwashing So erkennen Sie falsche Naturkosmetik

Viele Kosmetikhersteller lassen ihre Produkte umweltfreundlicher und naturbelassener aussehen, als sie sind. So erkennen Sie Greenwashing bei Beautyprodukten!

Naturkosmetik

Falsche Naturkosmetik ist oft teurer als konventionelle Beautyprodukte. Ihre Optik erinnert an Natur, Frische und Nachhaltigkeit. Häufig werden die Produkte mit Begriffen wie "Naturkosmetik", "Pflanzenkosmetik", "natürliche Kosmetik" oder "Biokosmetik" beworben. Wie bei Lebensmitteln auch, sind diese Begriffe in Deutschland aber nicht geschützt. So kann es passieren, dass solche Produkte problematische und gesundheits- oder umweltgefährdende Stoffe enthalten. 

Die drei Tricks der Hersteller

  1. "Natürliche Inhaltsstoffe"
    Auf vielen Produkten steht häufig der Begriff "natürliche Inhaltsstoffe". Dadurch wird beim Verbraucher der Eindruck erweckt, dass es sich um eine natürliche Rezeptur handelt. Gleichzeitig verdeckt diese Wortwahl eventuelle synthetische Inhaltsstoffe. Denn schon reines Wasser kann als natürlicher Inhaltsstoff deklariert werden. 
     
  2. "Frei von"
    Oft steht auf den Produkten auch, dass z. B. die Bodylotion "frei von" ist. Kunden sollten sich dabei nicht täuschen lassen, dass stattdessen andere problematische Inhaltsstoffe enthalten sein können. 
     
  3. "Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs"
    Auch hier kann das Produkt mit den Worten "Inhaltsstoffe natürlichen Ursprung" deklariert sein, wenn nur Wasser als natürliche Zutat vorkommt. 

Diese Stoffe gehören nicht in Naturkosmetik

  • Silikone
  • Mikroplastik
  • Parabene
  • erdölbasierte Stoffe
  • Aluminiumsalze
  • Künstliche Duftstoffe
  • Tenside/Emulgatoren
  • Palmöl

Naturkosmetik erkennen

Schauen Sie vor dem Kauf genau auf die Inhaltsstoffe des Produkts. Sind die Bezeichnungen unverständlich, hilft die App CodeCheck weiter. Die App gibt es kostenlos für Android und iOS. Mit der Smartphonekamera lässt sich der Barcode des Produkt einfach scannen, sodass der Kunde später genaue Informationen zu den Inhaltsstoffen, dem Label und der Nachhaltigkeit bekommt
Ist die App nicht zur Hand, achten Sie auf das NaTrue-Label, Ecocert, BDIH, COSMOS, Naturland oder Demeter. Ersteres ist häufig auf Kosmetik auf der dm-Eigenmarke Alverde, aber auch bei Alterra (Rossmann) und Terra Naturi (Müller) zu finden. Im NaTrue-Katalog steht unter anderem, dass Stoffe aus Erdölchemie, Silikonöl und Tierversuche verboten sind.

Datum: 07.02.2020

Autor: Christina Liersch