Pflanzlicher Wirktstoff Berberin: Wirkstoff aus der zweiten Reihe?

Ob Curcumin aus Curcuma oder CBD aus Hanf – einige Pflanzenstoffe bekommen besonders viel mediale Aufmerksamkeit. Doch es gibt auch andere, die weniger im öffentlichen Fokus stehen, obwohl sie zur Steigerung des Wohlbefindens gute Perspektiven bieten. Einer dieser „Pflanzenstoffe aus der zweiten Reihe“ heißt Berberin. Was bietet er dem Anwender genau und was ist beim Einkauf zu beachten? In diesem Artikel beleuchten wir das Thema näher.

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Was ist Berberin?

Berberin ist ein gelber Pflanzenfarbstoff, der vorwiegend in Wurzeln und Rinden vorkommt. Chemisch gesehen handelt es sich dabei um ein Isochinolalkaloid. Seinen Namen hat das Berberin von einer bekannten orientalischen Gewürzbeere, der Berberitze, aus deren Rhizom man es gewinnen kann. Andere Quellen sind etwa die kanadische Orangenwurzel (Hydrastis canadensis) und der chinesische Goldfaden (Coptis chinensis). Ähnlich dem Curcumin aus Kurkumawurzeln wurde auch Berberin traditionell zum Färben von Stoffen genutzt.

Gleichzeitig besitzt es Eigenschaften, die einen therapeutischen Nutzen nahelegen:

  • Antibiotisch: Berberin hat eine antibiotische Wirkung gegen einige Bakterienstämme und kann das Wachstum von Pilzen eindämmen. In der orientalischen Volksmedizin wurde es daher als Antiseptikum gegen die Infektionskrankheit Leishmaniose eingesetzt.
  • Diabetes: Die traditionelle chinesische Medizin verabreicht es Patienten mit Diabetes, Insulinresistenz und Leberleiden. Aktuelle wissenschaftliche Studien legen nahe, dass der wenig bekannte Pflanzenstoff auf diesen Feldern tatsächlich Perspektiven bieten könnte.

Berberin kaufen: Auf die Qualität achten

Aktuelle Studien zeigen: Verglichen mit chemischen Pharmazeutika hat Berberin als Nahrungsergänzungsmittel quasi keine Nebenwirkungen. Viele gesundheitsbewusste Menschen entscheiden sich deshalb für Berberin-Kapseln oder Tabletten, mit denen sie den Pflanzenstoff gezielt in ihre Ernährung einbauen können.

Doch Vorsicht: Gerade bei natürlichen Rohstoffen sollten Anwender auch höchste Qualität achten, um die Gefahr von Schadstoffbelastungen und Verunreinigungen zu vermeiden. Anbieter haben sich darum auf Pflanzenstoffe spezialisiert, die aus kontrolliertem und nachhaltigem Anbau stammen und deren Herkunft sich lückenlos nachverfolgen lässt. Auf diese Weise wissen Verbraucher am Ende, dass wirklich das gewünschte Produkt bekommen und nicht noch unwissentlich andere Stoffe einnehmen.

Darüber hinaus stehen bei dem spezialisierten Unternehmen ausschließlich jene Rohstoffe im Fokus der Produktentwicklung, für die sich eine Wirkung wissenschaftlich nachweisen lässt.

Der Anbieter setzt außerdem auf einen intensiven Kundenkontakt, der das essenzielle Feedback für die Weiterentwicklung von Angeboten und für Neuentwicklungen liefern kann. Käufer von Nahrungsergänzungsmitteln erhalten hier eine 100-Prozent-Kundenzufriedenheitsgarantie – ein Merkmal, das seriöse Anbieter im unübersichtlichen Markt für Nahrungsergänzungsmittel auszeichnet.

Wie wirkt Berberin?

Kann Berberin tatsächlich Einfluss auf den Zucker- und Fettstoffwechsel nehmen, wie es die Praxis der traditionellen chinesischen Medizin nahelegt? – Diese Frage wollten Forscher 2015 in einer randomisierten kontrollierten Studie beantworten. Insgesamt 184 Teilnehmer, bei denen eine nichtalkoholische Fettleber diagnostiziert worden war, erhielte dazu während der 16-wöchigen Studie entweder Berberin oder das Diabetes-Medikament Pioglitazon. Parallel dazu empfahl man ihnen einen gesünderen Lebensstil. In dieser Kombination kam es sowohl in der Berberin-Gruppe als auch in der Medikamenten-Gruppe zu einer Gewichtsabnahme, einer Abnahme von Fett in der Leber und reduzierten Blutzucker- und Blutfettwerten. Interessanterweise zeigte sich in der Berberin-Gruppe die größere Verbesserung bezüglich des Gewichts und der Blutfettwerte. Gleichzeitig wurden keinerlei gravierende Nebenwirkungen beobachtet.

Könnte Berberin eine Insulinresistenz vermindern und PCOS entgegenwirken? – Diese These verfolgten Wissenschaftler in einem Laborversuch im Jahre 2011. Der Hintergrund: Die traditionelle chinesische Medizin nutzt den Pflanzenstoff seit je her zur Behandlung des Polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS). Bei dieser Krankheit bildet die Vorstufe von Diabetes, die Insulinresistenz der Körperzellen, eine entscheidende Ursache. Im Labor konnten die Forscher an Eierstockzellen zeigen, wie Berberin ihren Zucker- und Insulinstoffwechsel regulieren konnte und somit einer Insulinresistenz entgegenwirkte. Kontrollierte Studien an Patientinnen stehen bislang noch aus, aber die Resultate scheinen den Studienautoren vielversprechend.

Fazit: Berberin hat einen medizinischen Nutzen

Die traditionelle Volksmedizin nutzt Pflanzenstoffe bereits seit Jahrtausenden – heutzutage bestätigt die moderne Wissenschaft viele dieser Ansätze durch entsprechende Studien. Wer allerdings gezielt pflanzliche Stoffe wie Berberin in seine Ernährung einbauen will, sollte beim Kauf auf Qualität achten. Denn: Ein Nutzen mag vielfach erwiesen sein, doch die jeweiligen Produkte dürfen darüber hinaus keine Verunreinigungen enthalten, die dem Anwender potenziell schaden könnten. Eine fundierte Anbieterwahl hilft dabei, am Ende auch wirklich nur den gewünschten Stoff aufzunehmen.

Datum: 07.10.2020