9. November 2021
Winter-Depression: 5 Tipps gegen das Stimmungstief

Winter-Depression: 5 Tipps gegen das Stimmungstief

Wenn die Temperaturen sinken und die Tage wieder kürzer werden, schlägt das bei vielen Menschen aufs Gemüt. Der sogenannte Winterblues sorgt für trübe Stimmung und Antriebslosigkeit. Aber was tun gegen die Winter-Depression? Wir erklären, welche 5 Tipps gegen das Stimmungstief helfen.

Schmuddelwetter, wenig Sonnenschein und ein langer Winter, der uns bevorsteht – wenn es im Herbst draußen dunkler und kälter wird, macht sich das auch in Bezug auf unsere Stimmung bemerkbar. Die Laune ist gedrückt, wir sind eher müde, antriebslos und niedergeschlagen. Mit einigen Verhaltensweisen und Tipps kann man einer sogenannten Winter-Depression jedoch vorbeugen oder effektiv entgegenwirken.

Die Ursachen des Winterblues

Als Seasonal Affective Disorder (SAD) bezeichnen Mediziner eine Art der Depression, die saisonal bedingt auftritt und deren Symptome mit dem Frühling wieder abklingen. Eine SAD liegt vor, sobald die Beschwerden in zwei aufeinanderfolgenden Jahren auftreten. Zu den typischen Symptomen zählen unter anderem Stimmungsschwankungen, Angstgefühle, Reizbarkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, abnehmende Libido und Konzentrationsprobleme. Wird die Psyche stark vom Herbst und Winter beeinflusst, kann dies verschiedene Ursachen haben. Dadurch, dass wir weniger Sonneneinstrahlung abbekommen und es oft dunkel ist, verändert sich beispielsweise das Gleichgewicht der Hormone Melatonin und Serotonin. Wenn es dunkel ist, schüttet der Körper zudem das Schlafhormon Melatonin aus, was uns müde macht. Da Vitamin D den Körper bei der Produktion des Glückshormons Serotonin unterstützt, das wir hauptsächlich durch die Sonneneinstrahlung aufnehmen, kann es speziell in der dunklen Jahreszeit zu einem Mangel kommen, der unsere Stimmung negativ beeinflusst.

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Winter-Depression: 5 Tipps gegen das Stimmungstief

1. Spaziergang in der Mittagspause

Gehen Sie so viel und so lange wie möglich nach draußen an die frische Luft. Besonders wichtig ist dies am Tag, wenn es noch hell ist. Auf diese Weise tanken Sie Tageslicht und der Körper kann Vitamin D bilden. Da es im Herbst und Winter nach Feierabend oft schon dunkel ist, eignet sich ein Spaziergang in der Mittagspause. Wenn Sie diesen zeitlich nicht einrichten können, bietet sich eine Lichttherapie mit speziellen Tageslichtlampen an.

2. Wechselduschen

Wechselduschen sind ein wahres Wundermittel bei verschiedenen Beschwerden. So regen Sie unter anderem Kreislauf und Durchblutung an, können sich positiv auf das Immunsystem auswirken und Krampfadern vorbeugen. Und auch auf die Psyche sollen sich Wechselduschen stimmungsaufhellend auswirken können. Auch, wenn der Gedanke an eine Wechseldusche in der kalten Jahreszeit nicht verlockend erscheint: Das Wärmeempfinden kann durch sie sogar gesteigert werden.

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3. Sporteinheiten

Bewegung und Sport sind neben einer gesunden Ernährung die Grundlage für einen gesunden Körper. Im Herbst und Winter verlegen viele Menschen ihre Sporteinheiten nach drinnen oder setzen komplett aus. Das ist jedoch nicht zu empfehlen, ein Workout setzt die Glückshormone Dopamin, Serotonin und Endorphin frei und wirkt so stimmungsaufhellend. Mit Sport können Sie im Herbst und Winter also nicht nur Ihrem Körper, sondern auch Ihrer Psyche etwas Gutes tun.

4. Die richtige Ernährung

Es heißt nicht umsonst "Du bist, was du isst" – denn unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf unsere körperliche und geistige Gesundheit und kann sowohl verschiedenen Krankheiten vorbeugen als auch bei bestehenden Beschwerden Abhilfe schaffen. Ernähren Sie sich ausgewogen und nährstoffreich, senken Sie das Risiko für Stimmungstiefs. Besonders hilfreich sind Lebensmittel, die die Aminosäure Tryptophan enthalten, da der Körper diese für die Bildung von Serotonin benötigt. Tryptophan ist beispielsweise in Eiern, Geflügel und Sojabohnen enthalten.

5. Familie und Freunde treffen

Zeit mit Familie und Freunden macht glücklich – deshalb sollten Sie sich auch, wenn Sie im Herbst eine gewisse Lustlosigkeit überkommt, aufraffen und Ihre sozialen Kontakte pflegen. Bei körperlicher Nähe, insbesondere Umarmungen, schüttet unser Körper Oxytocin, das auch als Bindungshormon bezeichnet wird, aus. Dieses stärkt nicht nur zwischenmenschliche Beziehungen, sondern hat gleichzeitig eine stressabbauende und beruhigende Wirkung. Und auch das Lachen mit Familie und Freunden wirkt sich positiv aus, denn dabei wird Serotonin ausgeschüttet.

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Wichtig: Suchen Sie bei einem anhaltenden Stimmungstief einen Arzt auf. Dieser kann überprüfen, ob die Ursache ein Vitamin-D-Mangel ist, der durch eine Tabletteneinnahme behoben werden kann. Eine diagnostizierte Depression sollte ärztlich und psychotherapeutisch behandelt werden!

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