Syphilis: Diese Anzeichen deuten auf die Geschlechtskrankheit

Syphilis: Diese Anzeichen deuten auf die Geschlechtskrankheit

Bei Syphilis handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit, bei der vor allem Männer betroffen sind. Da die Anzeichen von Syphilis meist vielfältig sind und in verschiedenen Stadien auftreten, bleibt die Krankheit oft unerkannt. 

Was ist Syphilis?

Bei Syphilis handelt es sich um eine verbreitete und leicht übertragbare Geschlechtskrankheit, welche durch das Bakterium Treponema pallidum ausgelöst wird. Der Erreger ist in der Schleimhaut und im Blut zu finden. Meistens wird Syphilis durch ungeschützten Geschlechts- oder Oralverkehr übertragen. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) steigen die Infektionszahlen hierzulande seit einigen Jahren wieder an und berichtet von knapp 8.000 Fälle im Jahr 2019.

Syphilis wird überwiegend bei Männern diagnostiziert, die sich beim Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann anstecken. Eine Übertragung ist auch durch gemeinsam benutzte Spritzen beim Drogenkonsum leicht möglich. Früh erkannt und mit Antibiotikum behandelt, sind die Heilungschancen gut. Unbehandelt kann Syphilies schwerwiegende gesundheitliche Schäden nach sich ziehen.

Syphilis: Anzeichen der Geschlechtskrankheit

Syphilis verläuft in mehreren Stadien und kann daher unterschiedliche Anzeichen haben. Ärzte unterscheiden in Früh- und Spätsyphilis. Die Frühphase wiederum wird in Primärstadium und Sekundärstadium unterteilt. In einigen Fällen kann Syphilis keine Symptome aufzeigen, was die Diagnose erschwert. 

Frühsyphilis:

Im ersten Stadium treten direkt nach der Ansteckung keine Symptome auf. Nach etwa 14 bis 24 Tagen entstehen im Primärstadium Knötchen an der Körperstelle, wo der Erreger eingedrungen ist. Beim Mann kann zum Beispiel die Eichel oder die Penisfurche betroffen sein. Frauen können Knötchen an den Schamlippen, dem Scheidenvorhof, am Gebärmutterhals oder an der Klitoris bekommen. Allerdings können, abhängig von der Sexpraktik, auch andere Stellen betroffen sein – beispielsweise die Zunge, Nase, Lippen, Mundhöhle, der Rachen, After oder Enddarm. Die Knötchen können sich nach ein bis zwei Wochen zu einem schmerzlosen Geschwür entwickeln.

Des Weiteren können nach zwei bis drei Monaten grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen im Sekundärstadium auftreten. Besonders charakteristisch sind Haut- und Schleimhautveränderungen, die sich in Form von schuppigen oder eitrigen Bläschen zeigen können. Befallene Schleimhäute sind gerötet oder grauweiß.

Spätsyphilis:

In der dritten Phase können sich nach Jahren Geschwüre am gesamten Körper bilden. Organe und das Nervensystem können Schaden nehmen, sodass Taubheit, Blindheit und Einschränkungen der kognitiven Leistung drohen. Allerdings kommt es aufgrund guter Behandlungsmöglichkeiten sehr selten zu diesem Fall.

Behandlung von Syphilis

Syphilis wird in der Regel mit einem Antibiotikum behandelt, meist mit Penicillin. Das Medikament wird entweder in den Muskel gespritzt oder bei schweren Verläufen über eine Infusion in die Ader gegeben. Bei einer Penicillin-Allergie kommen andere Wirkstoffe wie Doxycyclin oder Erythromycin infrage.

Wird die Erkrankung direkt zu Beginn und in den ersten beiden Stadien behandelt, dauert die Therapie etwa zwei bis drei Wochen. In späteren Phasen dauert die Behandlung dementsprechend meistens länger.

Syphilis vorbeugen

Um sich bestmöglich vor eine Infektion zu schützen, helfen Kondome und Femidome. Allerdings bieten diese auch keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Ansteckung. Sollten Sie den Verdacht hegen, an Syphilis erkrankt zu sein, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Mittels einer Blutuntersuchung kann festgestellt werden, ob Sie sich angesteckt haben. Sollte bei Ihnen Syphilis nachgewiesen werden, muss die Infektion an das RKI gemeldet werden, weil die Ausbreitung in Deutschland überwacht wird.

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